Silber und Metallwaren

Lot-No. 3307

Limoges Emaille-Bildplatte "I.R. 1549"

datiert 1549, monogrammiert IR wohl für Jean Reymond, Kupfer getrieben, fein polychrom, partiell transluzid emailliert und vergoldet, rückseitig dunkles Contré-Emaille, mythologische Szene von Juno/Hera im antikisierenden Gewand, mit dem sich beklagenden Pfau aus der Fabel Äsops, dessen Gesuch nach einer schöneren Stimme Juno abschlägig beantwortet, zwei Löcher zur Montage, Emaille mit kleinen Fehlstellen, die oberen Ecken etwas gestaucht, unrestauriert, Maße 12,3 x 9,8 cm. Info: Das sogenannte Limoges-Emaille stellte während der Renaissance die qualitativ und technisch hochwertigste Maleremaille Europas dar. Neben den Dynastien Pénicaud und Limosin war die Familie Reymond die bedeutendste Emailleur-Familie des 16. Jahrhunderts. Mit ihren Arbeiten vollzog sie den Übergang von der Gestaltung sakraler Objekte hin zur Verzierung profaner Prunkstücke. Die Werkstatt ist insbesondere für die Übertragung von Kupferstich-Vorlagen auf Tafelgeschirr, Dosen und Platten bekannt. Hierbei spielte Jean Reymond in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine entscheidende Rolle: Er sicherte die technische Qualität bis zum Ende der Blütezeit, bevor das künstlerische Niveau in der Region mit dem Übergang zum Manierismus allmählich sank. Quelle: Musée du Louvre, Paris, Inv.-Nr. MR 2439 u. a.; Catalogue des émaux peints de Limoges, Sophie Baratte; Metropolitan Museum of Art, New York, ID 41.190.478; British Museum, London, Museum-Nr. 1884,0609.19.

Limit:
80.00 €

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