Maria in den Dolomiten, König Laurins Rosengarten
sommerliche Darstellung Mariens, auf einer Bank im Gebirge sitzend und das Jesuskind innig liebkosend im Arm haltend, unter ihnen weitet sich das Tierser Tal im italienischen Südtirol mit Ort und Kirche St. Zyprian, vor der imposanten wie pittoresken Bergkulisse des Rosengartens mit der Rosengartenspitze im hellen Sonnenschein, poesievolle, pastose, partiell lasierende Malerei in kraftvoller Farbigkeit, das Gemälde besticht durch seine effektvolle Malweise mit leuchtendem Kolorit und schönem Licht als auch durch die schönen Details, so steht die Bank inmitten blühender Wildblumen wie Fingerhut und Trollblume, an einem Baum rankt Efeu als Sinnbild für Freundschaft und Treue empor, ein blühender Orangenzweig spielt auf Marias Jungfräulichkeit und Reinheit, aber auch auf die Verheißung ewigen Lebens an, auch der neben Jesus sitzende Stieglitz ist symbolhaft aufgeladen, steht er doch für Ausdauer und Fruchtbarkeit – wegen seiner Vorliebe für Disteln auch "Distelfink" genannt, wird er mit Jesu Dornenkrönung und der Passion Christi in Verbindung gebracht, rechts unten blumengeschmücktes Marterl am Wegesrand, Öl auf Leinwand, rechts unten nachträglich bezeichnet "J. F. Bender" sowie undeutliche Datierung "M 19. 1937", rückseitig auf dem Keilrahmen in Bleistift betitelt "Original »... Maria in den Dolomiten« – Perspektive König Laurins Rosengarten" sowie Rahmungsetikett "August Schöninger ... München", Altersspuren, schön in Goldleiste gerahmt, Falzmaße ca. 94 x 123 cm.