Gemälde

Katalog-Nr. 4411

Friedrich Stahl, "Fortuna"

illustre Gesellschaft aus florentiner Adel, der nackten Glücks-, Schicksals- und Orakelgöttin folgend, welche in paradiesischer Landschaft Wasserfall auf einer Glaskugel balanciert und dabei an einer roten Blume riecht, am linken Bildrand blickt der kindlich-frech dargestellte römische Gott des Sichverliebens, Amor, mit goldenem Pfeil und Bogen auf die blind Fortuna folgende Truppe, fein lasierende Mythenmalerei, Öl auf Sperrholzplatte mit zwei aufgeschraubten Holzleisten, rechts unten undeutlich signiert, ortsbezeichnet und datiert "Fried ... Stahl Florenz ... 1911–12", in den Jahren 1904–13 weilte Friedrich Stahl in Florenz, um die italienischen Altmeister der Frührenaissance wie Sandro Botticelli (1445–1510) zu studieren, in jenen Jahren entstanden mehrere an eben jene Altmeistern des Quattrocento angelehnte, meist mythologische Motive, bei vorliegendem Gemälde könnte es sich um jenes für das von Hitler geplante "Führermuseum Linz" handeln, welches in der Datenbank des Deutschen Historischen Museums unter der Inventarnummer Führermuseum: 0988 bzw. unter Nummer 8613 der nach Kriegsende von den Alliierten eingerichteten Münchner Zentralen Sammelstelle verzeichnet ist, hier ist das Gemälde mit dem Titel "Fortuna" mit einem Entstehungsjahr 1911 und nur gering abweichenden Maßen angeführt, rückseitig Etikettfragmente und Nummernetikett "408", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 64 x 52,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Illustrator und Keramiker (1863 München bis 1940 Rom), zunächst Schüler des Wilhelmsgymnasiums, studierte 1878–85 an der Akademie München bei Ludwig von Löfftz, Gyula Benczúr und Wilhelm von Diez, ab 1885 freischaffend im eigenen Atelier, 1886–98 tätig in Berlin und Mitarbeiter der "Gartenlaube", hier Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Vereinigung der XI", 1898–1904 Aufenthalt in Kent/England, hier Studium der Präraffaeliten, 1904–13 in Florenz Studium der Kunst der Frührenaissance, ab 1914 zeitweise in München ansässig, lieferte hier Beiträge für die "Fliegenden Blätter", um 1921 in Feldafing am Starnberger See tätig, letztendlich in Rom lebend, Ehrung mit den Professorentitel, Mitglied der Gesellschaft deutscher Aquarellisten und der Münchner Sezession, ab 1939 Mitglied der Deutschen Kunstgesellschaft und der Preußischen Akademie der Künste, 1937–40 vertreten auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann, Boetticher, Bénézit, Müller-Singer, Saur und Wikipedia.

Limit:
3900,00 €

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