Wilhelm Schmied, "Fischerboote in Ahrenshoop"
Strandszene mit angelandeten Fischerbooten, neben Stangen zum Trocknen der Netze und Markierungsbojen, unter gewittrig bewölktem Himmel, pastose Malerei in silbrig-grauer Farbigkeit mit breitem Pinselduktus, partiell in Spachteltechnik, Öl auf Holzplatte, links unten signiert und datiert "Schmied [19]54", rückseitig originales Einlieferungsetikett der Ausstellung "Deutsche Landschaft 1956 – Halle a. d. S., Staatl. Galerie Moritzburg" hier maschinen- bzw. handschriftliche Info zum Gemälde und Künstler "Name: Schmied, Vorname: Wilhelm, Titel des Werkes: »Fischerboote in Ahrenshoop«, Technik: Öl, Größe: 65 x 55 cm, Genaue Anschrift: W. Schmied, Sangerhausen, Fr. Schmidtstr., Bezirk: Halle/Saale, Verkaufspreis oder Versicherungswert: DM 550,–." hier auch handschriftlich datiert "1954", weiterhin neuzeitliche Kopien aus Eisold "Künstler in der DDR" zum Künstler, geringe Altersspuren, alt gerahmt, Falzmaße ca. 55 x 65 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Illustrator, Graphiker, Innenraumgestalter, Sgraffito- und Mosaikkünstler (1910 Dresden bis 1984 Sangerhausen), Vertreter des "Sozialistischen Realismus" und des "Bitterfelder Weges", Jugend in Riesa, hier 1913–24 Besuch der Volksschule, 1924–27 Lehre zum Dekorationsmaler und Lackierer, ab 1927 Tätigkeit im erlernten Beruf, 1928–34 Malergeselle in Nürnberg, Staffelstein und Schkeuditz, 1930 kurzzeitig Schüler der Nürnberger Kunstgewerbeschule, später Weiterbildung an der Staatlich-städtischen Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein bei Charles Crodel, 1934 Meisterprüfung als Malermeister in Halle, betrieb bis 1940 ein Malergeschäft in Sangerhausen, 1940–46 Kriegsdienst und -gefangenschaft im 2. Weltkrieg, Anfang 1946 Rückkehr nach Sangerhausen und tätig als Malermeister, parallel Weiterbildung als Kunstmaler und Graphiker, ab 1948 als Künstler freischaffend in Sangerhausen, 1948 Mitglied der Kunstkammer Sachsen-Anhalt, ab 1949 Betriebskünstler für das Mansfeld-Kombinat, 1951 Innenraumgestaltung des Maxim-Gorki-Theaters in Magdeburg, 1952 Fenstergestaltung für die Jacobikirche in Sangerhausen, ab 1954 Zirkelleiter des Mal- und Zeichenzirkel des „Thomas-Müntzer-Schachtes für Bildnerisches Volksschaffen“, unternahm in den 1960er und 1970er Jahren Studienreisen in sozialistische Länder und nach Ägypten, 1964 Teilnehmer der zweiten Bitterfelder Konferenz, 1959–73 Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR im Bezirk Halle, ab 1970 außerordentliches und ab 19974 ordentliches Mitglied der Akademie der Bildenden Künste der DDR, schuf Gemälde für den Konferenzraum des "Palastes der Republik" in Berlin, beschickte unter anderem die Kunstausstellungen der DDR in Dresden, tätig in Sangerhausen, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Wolfgang Hütt "Künstler in Halle – Welt der Kunst" und "Das Werdende sichtbar gemacht. Zu neuen Werken Wilhelm Schmieds", Schweers und Internet.