German Grobe, dramatisches Seestück
Gewitterstimmung am Meer mit hohen Wellen und einem kleinen Segelboot, in welchem vier Personen kauern, flott pastos erfasste Marinemalerei in silbriger Farbigkeit, hierzu schreibt Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule": "... In Auseinandersetzung mit den Schulen von Barbizon und Haag, ..., entwickelte Grobe eine charakteristische, in fleckhaft-impressionistischem Pinselduktus vorgetragene, vorwiegend von Braun- und Silbergrautönen bestimmte Valeurmalerei. Die vornehmlich aus Katwijk stammenden Motive zeigen Fischerboote auf See oder am Strand und dokumentieren in den Figurengruppen und der Milieuschilderung das Leben der holländischen Fischerbevölkerung des späten 19. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre. Holländische Dünen- und Flachlandschaften, Meeresansichten, Strand- und Straßenszenen zeigen Grobes der "paysage intime" verpflichteten und den Höhepunkt seiner künstlerischen Entwicklung bezeichnenden Stil. ...", Öl auf Malkarton, links unten signiert, in schlichter Leiste gerahmt, etwas reinigungsbedürftig, Falzmaße 28 x 38 cm. Künstlerinfo: eigentlich Phillipp German Grobe, irrtümlich auch Hermann Grobe, deutscher Maler und Radierer (1857 Hanau/Main bis 1938 Düsseldorf), studierte 1873–76 bei Eduard von Steinle am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main, 1877–78 Studium an der Kunstakademie München bei Ludwig von Löfftz, 1878–83 Studium an der Akademie Düsseldorf, hier zunächst Schüler von Julius Roeting, Ernst Forberg und Meisterschüler bei Eduard von Gebhardt, 1879 Aufenthalt in der Künstlerkolonie Ekensund am Nordufer der Flensburger Förde, 1880–83 parallel Atelierschüler von Eugen Dücker in Düsseldorf, beeinflusst von Andreas Achenbach, Studienreisen nach Bordighera an der italienischen Riviera, in die Normandie und nach Sylt, zunächst freischaffend in Düsseldorf, 1885–87 in Hamburg, hier Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832, 1888–91 in München, ab 1892 dauerhaft in Düsseldorf ansässig mit regelmäßigen Sommeraufenthalten in Katwijk aan Zee, Mitglied im Verein der Düsseldorfer Künstler und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, beschickte 1884–92 die Berliner Akademieausstellungen, später die Große Berliner Kunstausstellung, Düsseldorfer Ausstellungen und den Münchner Glaspalast, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Matrikel der Münchner Akademie, Müller-Singer, Jansa, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Brewington, Rump, Dressler und Internet.