Gemälde

Katalog-Nr. 4102

Michael Conrad Hirt der Ältere, Lesender Kardinal

Brustbildnis eines alten grauhaarigen Mannes im roten Kardinalsornat, mit langem Bart, beim Kerzenschein in die Lektüre eines Buchs vertieft, das Motiv erinnert an Darstellungen des heiligen Hieronymus im Gehäuse, laut anderslautender Vorbesitzerangabe wohl Bildnis des Heiligen Bonifatius, diese Vermutung bezieht sich wohl auf den Thieme-Becker-Eintrag des Künstlers "... Ein Ölgemälde auf Leinwand, St. Bonifacius (Halbfigur eines bärtigen, in einem Folianten lesenden Mannes, dessen Gesicht von einer Kerze beleuchtet wird), bezeichnet und 1658 datiert, wurde 26.2.1918 bei Lepke, Berlin (Katalog 1799, No 91), versteigert. ...", gering pastose barocke Malerei, Öl auf Leinwand, auf dem oberen Buchrand signiert und datiert "M. C. Hirt F. A. 1658 [Michael Conrad Hirt fecit Anno 1658 (hat es gemacht im Jahre 1658)]", Keilrahmen rückseitig mehrfach mit Prägung eines gekrönten Monogramms "Fr.W." versehen – wohl Hinweis auf den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620–1688), in dessen Diensten Hirt als Hofmaler stand, rückseitig auf dem Rahmen provisorisch appliziertes neueres Messingrahmenschild mit Klebespuren "Michael Konrad Hirt – St. Bonifacius 1658", alt doubliert, Altersspuren, alt gerahmt, Falzmaße ca. 78 x 69 cm. Künstlerinfo: auch Michael Konrad oder Cunrad Hirte oder Hirdt, dt. Maler (1613 Bayreuth bis 1671 Bayreuth?), zunächst Schüler des Hofmalers Heinrich Bollandt in Bayreuth, ab als 1635 Kriegsflüchtling in Lübeck, hier bis zu dessen Tod 1644 Aufnahme im Haus des Ratsherrn Adrian Müller, ab 1645 Hofmaler im Dienste des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620–1688), für diesen tätig beim Neuaufbau der königlichen Residenz Berlin, um 1663 Rückkehr nach Franken und zeitweise in Kulmbach und Bayreuth tätig, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Neue Deutsche Biographie, Allgemeine Deutsche Biographie und Internet.

Limit:
1500,00 €

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