Hugo Schimmel, Blumenstillleben mit Plastik
Darstellung einer Herkulesplastik, eine Schale mit Rosen und Tulpen tragend, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, rechts unten hinterm Falz signiert "Hugo Schimmel", rückseitig auf dem Keilrahmen bezeichnet "No. 16 Hugo Schimmel" und wohl datiert "[19]16", auf der Leinwand (partiell vom Etikett verdeckt) signiert "Hugo Schimmel" und Etikett mit Info zum Künstler aus dem Künstlerlexikon Müller-Singer, Malerei sekundär, wohl vom Künstler selbst, unter Verwendung eines anderen Rahmens und Anpassung des Keilrahmens verändert, linksseitig sichtbarer ehemaliger Falzbereich farblich angepasst, unten Keilrahmen eingekürzt und Malerei umgeschlagen, Altersspuren, im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 79,5 x 50 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fritz Hugo Schimmel, dt. Maschinenbauingenieur, Maler und Graphiker (1869 Chemnitz bis 1934 oder 1936 Dresden oder München), zunächst in der Familientradition zum Maschinenbauingenieur bestimmt und Schüler der Technischen Staatslehranstalt Chemnitz, nach Bestätigung seines Talents durch Franz von Lenbach Hinwendung zur Malerei, erste künstlerische Ausbildung in Paris, später Schüler von Friedrich Ernst Wolfram in Berlin, studierte ab 1902 an der Akademie Dresden bei Carl Bantzer, 1905–07 weitergebildet bei François-Henry Morisset in Paris, ab 1908 freischaffend in der Künstlerkolonie Pasing bei München, 1909 mit Jawlensky und Kandinsky Mitbegründer der "Neuen Künstlervereinigung München", aus der er noch 1909 austritt, 1914–19 Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, anschließend 1921–22 kurzzeitig in Dresden, schließlich wieder in München, lieferte 1923 Titelbild für die Münchner Zeitschrift "Jugend", zum Professor ernannt und Mitglied im künstlerischen Beirat des Mecklenburgisch-Neustrelitzschen Landestheaters, beschickte unter anderem den Müncher Glaspalast, Mitglied und Vorstand im deutschen Künstlerverband "Die Juryfreien" München, der Münchner Sezession und der Münchner Künstlergenossenschaft sowie im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Jansa, Fuchs, Busse, Dressler, Dr. Georg Jacob Wolf in seinem Artikel "Hugo Schimmel" in Velhagen & Klasings Monatsheften 1925/26 und Internet.