Varia - Vermischtes

Katalog-Nr. 23

Klappsonnenuhr Elfenbein

wohl Nürnberg, 17. Jh., klappbares hochrechteckiges Gehäuse aus Elfenbein, graviert und farbig gefasst, Messingmontierungen, Grundplatte mit rundem Horizontalzifferblatt mit Stundeneinteilung, zentral eingelassener, original verglaster Kompass, der scharnierte Deckel trägt in Tabellenform eine Liste verschiedener europäischer Städte, als Schattenwerfer dient ein zwischen den beiden Platten gespannter Faden, zusätzlich montiertes Lot, mit dem verschiedene Polhöhen eingestellt werden konnten, zusätzlich sind oberhalb des auf waagerechten Linien die Tierkreiszeichen mit den jeweiligen Tageslängen angegeben, unterhalb des runden Horizontalzifferblatts sind zwei weitere Zifferblätter ins Elfenbein graviert, von denen eines die italienischen Stunden, das andere die babylonischen Stunden zeigt, die Deckelaußenseite zeigt eine floral verzierte sechzehnteilige Windrose, die Unterseite der Grundplatte trägt eine kreisförmige Umrechnungstabelle für Mond- und Sonnenstunden, Altersspuren, minimale Erhaltungsmängel, vergleichbare Stücke findet man u.a. im Nationalmuseum Nürnberg, beigegeben aktuelle CITES-Bescheinigung, Maße 1,5 x 9,5 x 5,5 cm. Info: Sonnenuhren waren noch bis ins 19. Jahrhundert als Zeitmesser weit verbreitet, diese Art von Klappsonnenuhr wird aufgrund ihrer handlichen Größe und Form auch als Taschen- oder Reisesonnenuhr bezeichnet, sie konnte bei Nichtgebrauch zusammengeklappt und in einem Etui mitgeführt werden, zur Zeitnahme wird die Uhr aufgeklappt und der schattenwerfende Faden spannt sich zwischen den zwei Platten, bei korrekter Ausrichtung zeigt der Schatten die jeweilige Ortszeit an, der Kompass dient zur Ausrichtung auf die Nord-Süd-Achse und zur Wegrichtungsbestimmung, Quelle: Museum Digital Landesmuseum Württemberg.

Limit:
900,00 €

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