Bick auf die Steilküste der in der Bucht von Neapel gelegenen Halbinsel, im Hintergrund der rauchende Vesuv, großformatige Arbeit des Künstlers, leicht pastose Landschaftsmalerei in warmer Farbigkeit, Öl auf Leinwand, Anfang 20. Jh., rechts unten signiert "G. M. Meinzolt", geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 84 x 131 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1863 Hamburg bis 1948 Hamburg), 1881–86 Studium an der großherzoglich-sächsischen Kunstschule in Weimar bei Theodor Hagen, 1891–1912 in München ansässig, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4275
Limit: 1000,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Nahansicht eines Uferstreifens am Bodensee, mit teils vom Wind umgelegten goldgelben Binsen mit Durchblick zum blauen Wasser, vor violett schimmerndem Bergmassiv, gering pastose Paysage intime-Malerei in fein abgestimmter warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Platte [wohl der vom Künstler selbst entwickelte „Mollweide-Malgrund“ aus speziell grundierter feiner Pressspanplatte], Mitte 20. Jh., links unten signiert "W. Mollweide", geringe Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 54 x 66 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Restaurator, Maltechniker, Farbproduzent, Drogist, Kommunalpolitiker und Denkmalschützer (1889 Straßburg im Elsass bis 1978 Bodman-Ludwigshafen), nach dem frühen Tod der Mutter Kindheit in Breisach, Gymnasialbesuch in Straßburg, anschließend Schüler der Kunstgewerbeschule Straßburg, hier Atelierschüler von Lothar von Seebach, 1911 Übersiedlung an den Bodensee, zunächst nach Litzelstetten, später nach Ludwigshafen, hier als Maler freischaffend und parallel als Farbproduzent, Drogist und Malgrundhersteller tätig, zwischen 1933 und 1945 zeitweise als technischer Zeichner im Konstruktionsbüro der Landmaschinenwerke Fahr in Stockach angestellt, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und in der Deutschen Gesellschaft für rationelle Malverfahren, 1945–46 kommissarischer Bürgermeister von Ludwigshafen, 1952 Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Dressler, Bénézit und Internet.
Katalog-Nr.: 4276
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 120,00 €
geschäftiges Treiben mit Hafenarbeitern und Marktfrauen neben ihren Verkaufsständen am Kai vor Stadtkulisse, pastose Malerei in fein abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unten signiert "C. MONTI", rückseitig kleines Rahmungsetikett Berlin, Altersspuren, im sehr schönen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 79 x 62,5 cm. Künstlerinfo: italienischer Bildnis-, Stillleben- und Landschaftsmaler (1891 Brescia bis 1959 Bellano), Sohn eines Barbiers, künstlerisch weitestgehend Autodidakt, auf väterlichen Wunsch 1906–08 Aufenthalt in Paris zur Erlernung des Barbierhandwerks, verkehrte hier allerdings vorwiegend in Kreisen postimpressionistischer Maler und besuchte Museen zur autodidaktischen Weiterbildung, beeinflusst von der Malerei Georges Seurats, ab 1908 in Val Sabbia und ab 1912 mit dem „Legato Bruzzoni“-Stipendiums der Stadt Brescia in Mailand tätig, in den 1920er Jahren Anschluss an die Künstlergruppe "Novecento Italiano" und in den 1930er Jahren Anschluss an die Künstlergruppe „Cenacolo di Via Bagutta“, beschickte ab 1912 die Jahresausstellung der Mailänder Società per le Belle Arti ed Esposizione Permanente, 1920–50 vertreten auf der Biennale Venedig, beschickte ab 1923 die Quadriennale in Turin, 1927 vertreten im Kunsthaus Zürich, in der Hamburger Kunsthalle sowie in der Ausstellung "Esposizione d’Arte Italiana in Holland" in Amsterdam, erhielt diverse Ehrungen wie 1924 den Magnocavallo-Preis, 1926 den Fornara-Preis, 1927 den Guido-Ricci-Preis und 1930 den Omero-Soppelsa-Preis, beschickte darüber hinaus Ausstellungen in Rom, Buenos Aires, Nizza, Stockholm, Oslo, Bern und Mailand, tätig in Mailand, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Comanducci und Internet.
Katalog-Nr.: 4277
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 180,00 €
Tisch mit weißer Tischdecke, mit Obstkorb, Teller mit Melonenstücken und diversen weiteren Früchten vor lichtem Grund, pastose, naiv anmutende Malerei, Öl auf Leinwand und Karton, wohl 1920er Jahre, links oben undeutlich signiert "Mudroch", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 32 x 43,5 cm. Künstlerinfo: auch Jan Mudroch, slowakischer Maler, Zeichner und Kunstpädagoge (1909 Sotina [Senica, okres Senica, Trnavský] bis 1968 Bratislava), ab 1930 Privatschüler von Gustav Mally (1879–1952) in Bratislava und bei Arnošt Hofbauer in Prag, 1931–37 Weiterbildung an der Akademie Prag bei Jakub Obrovský und Willi Nowak (1886–1977), beschickte ab 1933 die Ausstellungen des Verbandes slowakischer Künstler, zunächst Kubist und Mitbegründer der surrealistischen Künstlergruppe "Avantgarde 38", die neben Kunst auch Zeitschriften und Anthologien herausgab, später Hinwendung zum Realismus, bis 1937 tätig in Prag, anschließend Lehrer an der Kunstgewerbeschule Bratislava und 1939–41 Professor an der Technischen Hochschule in Bratislava, 1946 Ehrung mit dem Kupecký-Preis in Bratislava, in den späten 1940er Jahren Gründer der Slowakischen Nationalgalerie, der Slowakischen Philharmonie, der Akademie für Darstellende Künste, der Zeitschrift "Kultúrny život" und der Akademie der Bildenden Künste, war 1950–52 erster Rektor der Kunstakademie in Bratislava, 1963 Ehrung mit dem Titel „Künstler von herausragenden Verdiensten“ der Slowakei und 1968 poshum Ehrung als Nationalkünstler der Slowakei, lebte in Bratislava, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Toman und Internet.
Katalog-Nr.: 4278
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 0,00 €
sommerlicher Blick aus Richtung Gstadt, vorbei am blühenden Bauerngarten, über den Chiemsee zur Fraueninsel mit dem Kloster Frauenchiemsee, gering pastose Landschaftsmalerei in lichter kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1950, rechts unten signiert "Erich Martin Müller", Altersspuren, sehr schön im neueren Designerrahmen gefasst, Falzmaße ca. 61 x 80 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Stilllebenmaler (1888 Berlin-Kreuzberg bis 1972 Rothenburg ob der Tauber), studierte 1907–14 bei Friedrich Kallmorgen an der Berliner Akademie, 1914 erster Aufenthalt mit Kallmorgen in Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen und Harburg, hier Bekanntschaft mit Wilhelm Thiele, in der Folge regelmäßige Sommeraufenthalte in Harburg, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, im Verein Berliner Künstler, in der Münchner Künstlergenossenschaft und der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, beschickte die Großen Berliner Kunstausstellungen, den Münchner Glaspalast und 1938–44 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, nach 1945 Ehrenmitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, tätig in Berlin, 1943 Zerstörung seines Hab und Gut in Berlin und Übersiedlung nach Harburg, ab 1957 in Rothenburg ob der Tauber, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Akten der Reichskammer der Bildenden Künste Berlin, Rolf Hofmann und Internet.
Katalog-Nr.: 4279
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 180,00 €
sommerlicher Blick über grünende Wiese und blühende Rabatten auf den imposanten, freistehenden Glockenturm und das Kloster Frauenchiemsee auf der Fraueninsel im Chiemsee, pastose impressionistische Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1950, rechts unten signiert "Erich Martin Müller", rückseitig auf dem Keilrahmen betitelt "11. Kloster auf der Fraueninsel im Chiemsee", am Rahmen mittels einer Schnur befestigtes gedrucktes Ausstellungsetikett "Kunstausstellung der Münchner Künstlergenossenschaft kgl. priv. v. 1868 ..." hier handschriftlich betitelt "Kloster auf Frauenchiemsee" und handsigniert "Erich Martin Müller", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 65 x 85 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Stilllebenmaler (1888 Berlin-Kreuzberg bis 1972 Rothenburg ob der Tauber), studierte 1907–14 bei Friedrich Kallmorgen an der Berliner Akademie, 1914 erster Aufenthalt mit Kallmorgen in Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen und Harburg, hier Bekanntschaft mit Wilhelm Thiele, in der Folge regelmäßige Sommeraufenthalte in Harburg, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, im Verein Berliner Künstler, in der Münchner Künstlergenossenschaft und der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, beschickte die Großen Berliner Kunstausstellungen, den Münchner Glaspalast und 1938–44 die Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, nach 1945 Ehrenmitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, tätig in Berlin, 1943 Zerstörung seines Hab und Gut in Berlin und Übersiedlung nach Harburg, ab 1957 in Rothenburg ob der Tauber, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Akten der Reichskammer der Bildenden Künste Berlin, Rolf Hofmann und Internet.
Katalog-Nr.: 4280
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 450,00 €
idyllisches Dörfchen mit Pferdefuhrwerk und zwei Frauen am Brunnen, im Hintergrund die Häuschen und Blick in die hügelige Landschaft, Öl auf Malplatte, stärker lasierende Malerei, rechts unten signiert und datiert 1947, Rahmen der Zeit, reinigungsbedürftig, Falzmaße ca. 70 x 80 cm. Künstlerinfo: slowakischer Portrait- und Stilllebenmaler (1919 Bratislava bis 2010), studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München sowie an der École des Beaux-Arts in Paris, nach 1951 Umzug nach Montreal, Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4281
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 130,00 €
Darstellung eines knienden alten, weißhaarigen Franziskanermönchs mit Bibel, vor Felsen in herbstlicher Landschaft ins Gebet vertieft, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1940, unten mittig signiert "G. Ort", etwas reinigungsbedürftig, in Goldleiste gerahmt, Falzmaße ca. 46,5 x 43 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Illustrator und Graphiker (1888 Nürnberg bis 1958 Nürnberg), zunächst Schüler der Kunstgewerbeschule, studierte 1906-08 an der Akademie München bei Peter von Halm, unternahm Studienreisen nach Tirol, Italien und der Schweiz, ab 1909 freischaffend tätig in Nürnberg, Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und in der Nürnberger Künstlergenossenschaft, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Grieb "Nürnberger Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Info Museen der Stadt Nürnberg und Internet.
Katalog-Nr.: 4282
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 90,00 €
Ganzfigurenbildnis einer jungen nackten Frau auf Fauteuil, sich in einem Spiegel betrachtend, pastose Malerei mit charaktervollem lockeren Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1910, rechts unten signiert und ortsbezeichnet "P. Paede München", rückseitig auf der Leinwand undeutlicher Schriftzug, auf den Rahmen rückseitig bezeichnet "Potsdam", Altersspuren, im prächtigen, ca. 20 cm breiten Goldstuckrahmen in Zweitverwendung mit verbreiterten Falz gefasst, Falzmaße ca. 90 x 70 cm, beigeben Artikel zum Künstler aus Kunst und Auktionen vom 22.4.2022. Künstlerinfo: dt. Maler, Lithograph und Illustrator (1868 Berlin bis 1929 München), zunächst Lehre zum Lithographen bei Edler & Krische in Hannover, studierte ab 1900 an der Akademie München bei Ludwig von Löfftz, unternimmt Studienreisen nach Italien, Frankreich, in die Schweiz und nach Österreich, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Dressler, Matrikel der Münchner Akademie, Bénézit und Internet.
Katalog-Nr.: 4283
Limit: 4600,00 €, Zuschlag: 0,00 €
junge nackte, rothaarige Frau im Schatten eines Baums, vorm Spiegel am Strand Rosen ins Haar flechtend, leicht veränderte Variante des 1941 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst gezeigten Gemäldes, lasierende Malerei mit wenigen pastosen Effekten, Öl auf Leinwand, um 1940, links unten signiert "Gisbert Palmie", Altersspuren, schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 90,5 x 70,5 cm. Künstlerinfo: auch Gisbert Palmié, dt. Maler (1897 München bis 1986 Murnau), Sohn des Landschaftsmalers Charles Palmié und der Blumenmalerin Marie Palmié (geb. Kapferer), studierte ab 1921 an der Akademie München bei Adolf Hengeler und Ludwig von Herterich, beschickte 1939-44 die Große Deutsche Kunstausstellungen im Haus der Deutschen Kunst in München, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, 1945-57 als Portraitmaler in Garmisch-Partenkirchen, ab 1957 tätig in Atlanta (USA), schuf hier unter anderem Portraits von US-Präsident John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Davidson, Dressler, Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4284
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 2800,00 €
in weiter abendlicher Sommerlandschaft lagert eine spärlich bekleidete junge Frau neben Obst, Blumen und Getreidegarben unter einem Baum, während im Hintergrund zwei nackte Knaben mit einem Ziegenböcklein auf abgeerntetem Feld tollen, die junge Frau steht für Ceres, die mystische römische Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit und gleichwohl als Archetyp der Mutter der Buben im Fokus – sie wurde im Dritten Reich als "Deutschen Mutter" vereinnahmt und bediente somit auch propagandistische Ansprüche im Sinne der nationalsozialistischen Blut- und Boden-Politik, nach ungeprüften Vorbesitzerangaben soll es sich bei dem Gemälde um ein Geschenk des Reichskanzlers an den Stabschef Victor Lutze zur Einweihung des Guts Saltenhof in Bervergern 1938 und (neben dem GDK-Gemälde "Segen der Arbeit" von 1939 im Historischen Museum Berlin mit 145 x 285 cm) eines der größten erhaltenen Werke Palmies handeln, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, links unten signiert, ortsbezeichnet und datiert "Gisbert Palmie München 1936", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 152 x 198 cm. Künstlerinfo: auch Gisbert Palmié, dt. Maler (1897 München bis 1986 Murnau), Sohn des Landschaftsmalers Charles Palmié und der Blumenmalerin Marie Palmié (geb. Kapferer), studierte ab 1921 an der Akademie München bei Adolf Hengeler und Ludwig von Herterich, beschickte 1939–44 die Große Deutsche Kunstausstellungen im Haus der Deutschen Kunst in München, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, 1945–57 als Portraitmaler in Garmisch-Partenkirchen, ab 1957 tätig in Atlanta (USA), schuf hier unter anderem Portraits von US-Präsident John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Davidson, Dressler, Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4285
Limit: 5000,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Kugelvase mit üppigem Sommerblumenstrauß vor dunklem Grund, kraftvolle Blumenmalerei mit pastosem Farbauftrag, Öl auf festem Karton und auf Spannrahmen montiert, rechts unten signiert und datiert "K. Patzer 1947", Firniss vergilbt, gerahmt, Falzmaße ca. 70 x 89 cm. Künstlerinfo: dt. Kunstmaler (1894 Neustadt/Orla bis 1955 ebenda), ansässig in Neustadt/Orla, Sohn des Malers Alfred Patzer (1864–1948), Studium an der Kunsthochschule Weimar und anschließende Ausbildung an der Malerfachschule in Buxtehude, war wie sein Vater als Schaustellermaler tätig, seine Aufträge für Karussellbauer und Schausteller führten ihn in alle Teile Deutschlands, verdingte sich auch als Maler von Postkarten, zu seinem malerischen Repertoire zählten weiterhin Blumengebinde, Landschaften, Jagdszenen, Märchen und Sagen, Quelle: Broders/Greiling/Schwalbe, Neustädter Maler zwischen Handwerk und Kunst und biographischer Eintrag im Digitalen Historischen Archiv "Kulturgut Volksfest".
Katalog-Nr.: 4286
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 0,00 €
kapitaler Hirsch neben Felsen am Ufer vor Wald, unter effektvoll bewölktem Himmel, lasierende, partiell gering pastose Tiermalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert, ortsbezeichnet und datiert "L. Paulus München 1892", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutliche Annotationen und Stempel einer Münchner Malutensilienhandlung, Craquelure, gering restauriert, gerahmt, Falzmaße ca. 35,5 x 52,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Tiermaler (1863 München bis 1931 Farchant bei Garmisch), Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, Quelle: Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4287
Limit: 170,00 €, Zuschlag: 0,00 €
frühlingshafte Landschaft mit Moorhütten, unter kahlen Laubbäumen im Dachauer Moos, im hellen Sonnenlicht, gering pastose, impressionistische Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, um 1920, rechts unten undeutlich ritzsigniert "H. Pfahlmer", rückseitig auf dem Keilrahmen Annotation "Eigentum von Fr. Sophie Schreiner geb. Grünbeck", gering reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 16,5 x 23,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Hugo Wilhelm Pfahlmer, dt. Landschaftsmaler (1885 Dresden bis 1955 München), studierte an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, tätig in München, Quelle: Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4288
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 20,00 €
Figuren am steinigen Strand vor tiefblauem Meer, gering pastose Malerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Platte, um 1980, rechts unten signiert "S. Pinto", rückseitig altes brasilianisches Etikett "Pintor - Silvio Pinto, Tema - Marinha, Medida - 27 x 19 [dt.: Maler - Silvio Pinto, Thema - Marine, Maße 27 x 19 cm]" sowie Etikett "Maria Augusta - Galeria de Arte - Shopping Cassino Atlântico - Av. Atlântica, 4240 - Lj. 113 - Rio ... Brasil", Kratzer, mit Passepartout (etwas fleckig) gerahmt, Bildmaße 19 x 27 cm. Künstlerinfo: geboren als Sylvio Pinto, auch Sílvio Pinto da Silva, brasilianischer Maler, Bühnenbildner und Kunstpädagoge (1918 Rio de Janeiro bis 1997 Rio de Janeiro), erster Unterricht bei seinem Vater, dem portugiesischen Maler Bernardo Pinto da Silva alias "Pinto das Tintas" (1891-1983), ab 1936 Studium am Liceu de Artes e Ofícios do [Hochschule für Kunst und Handwerk] Rio de Janeiro bei Edson Mota, hier Freundschaft zu zahlreichen bedeutenden Künstlern wie Manuel Santiago, José Pancetti, Ado Malagoli, Yoshiya Takaoka, Tadashi Kaminagai, Armando Viana, Milton Dacosta und Bustamante Sá, ab 1938 Anschluss an die Künstlerbewegung Núcleo Bernardelli in Rio de Janeiro, schuf ab 1939 Bühnenbilder und Karnevalswagen für die Sambaschulen Rio de Janeiros, 1940 Gründung und Leitung der Kunstschule "Jacarezinho", 1953-54 Europareise mit Stipendium des Nationalen brasilianischen Salons der Schönen Künste nach Portugal [Lissabon] und Spanien [Madrid und Sevilla] und längerer Aufenthalt in Paris sowie in Sèvres, 1977 Reise in die USA, ab 1981 unterhielt er mehrere Jahre ein Atelier in New York-Ellenville, 1988 Ehrung mit der Pedro-Ernesto-Medaille, zuletzt tätig in Rio de Janeiro-Leme, Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 4289
Limit: 140,00 €, Zuschlag: 200,00 €
Blick vom erhöhten Standort auf Seen, vor imposanter Hochgebirgskulisse, wohl Ansicht der Oberengadiner Seenplatte mit dem Silsersee und dem Silvaplanersee im schweizerischen Kanton Graubünden, impressionistische, pastose Landschaftsmalerei, teilweise in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, um 1930, unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen fragmentarisches Künstleretikett Otto Pippels, hier handschriftlich betitelt "Herbst im Engadin", Altersspuren, neuer gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 73 cm. Künstlerinfo: eigentlich Otto Eduard Pippel, dt. Maler und Graphiker und Musiker (1878 Lodz bis 1960 Planegg München), bedeutender Spät-Impressionist, ab 1896 Schüler an der Kunstgewerbeschule Straßburg bei Anton Johann Nepomuk Seder, 1897–1900 vierjähriger Militärdienst in der russischen Armee, ein Jahr als Soldat im Infanterieregiment und drei Jahre als Bratschist und Violinist im Militärorchester, studierte ab 1905 mit Stipendium einer Lodzer Fabrikantin bei Friedrich Fehr und Julius Hugo Bergmann an der Akademie Karlsruhe, 1907–08 Atelierschüler bei Gotthardt Kuehl in Dresden, 1908 Studienreise auf die Krim, 1909 Übersiedlung nach München-Planegg und Studienreise nach Paris, ab 1910 Mitglied der Münchner Künstler-Sänger-Vereinigung und ab 1911 Mitglied der „Luitpoldgruppe", 1915–18 Kriegsdienst als Dolmetscher im Kriegsgefangenenlager Lechfeld, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, der Dresdner Kunstgenossenschaft und dem Ausstellungsverband Münchner Künstler, ab 1938 Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, beschickte den Glaspalast München, ab 1909 in Planegg bei München, zeitweise in Arco am Gardasee tätig, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Glaspalastkataloge, Fritz Aigner "Maler am Chiemsee", Info Gemeindearchiv Planegg, Text von Edmund Effenberger zum Künstler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4290
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 600,00 €
Fuchsjagdgesellschaft hoch zu Pferd in lichter Herbstlandschaft, pastose, borkige Malerei in breiter Spachteltechnik, hierzu bemerkte Bruckmann: "... Dort [in Paris] wurde er durch die französischen Impressionisten bestärkt, die Licht- und Eindrucksmalerei für sich weiterzuentwickeln. ... Der Künstler, ein glänzender Techniker der Farbe, gehört zu den bedeutendsten Impressionisten im süddeutschen Raum. Sein malerisches Repertoire umfasste die Landschaft mit und ohne Staffage, das Interieur, das Stillleben, die Stadtvedute und das Figürliche. Einen seiner Schwerpunkte bildete die Landschaft im hellen Sonnenlicht, wobei die stark pastos aufgetragene Farbe als borkige Oberflächenstruktur das Darzustellende verschwimmen lässt. ...", Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert und datiert "Otto Pippel [19]35", rückseitig auf dem Keilrahmen originales Künstleretikett "Otto Pippel, Planegg (Obb.) ..." mit gedruckten Pflegehinweisen und handschriftlichem Titel "Herbst", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 66,5 x 86 cm. Künstlerinfo: eigentlich Otto Eduard Pippel, dt. Maler und Graphiker und Musiker (1878 Lodz bis 1960 Planegg München), bedeutender Spät-Impressionist, ab 1896 Schüler an der Kunstgewerbeschule Straßburg bei Anton Johann Nepomuk Seder, 1897–1900 vierjähriger Militärdienst in der russischen Armee, ein Jahr als Soldat im Infanterieregiment und drei Jahre als Bratschist und Violinist im Militärorchester, studierte ab 1905 mit Stipendium einer Lodzer Fabrikantin bei Friedrich Fehr und Julius Hugo Bergmann an der Akademie Karlsruhe, 1907–08 Atelierschüler bei Gotthardt Kuehl in Dresden, 1908 Studienreise auf die Krim, 1909 Übersiedlung nach München-Planegg und Studienreise nach Paris, ab 1910 Mitglied der Münchner Künstler-Sänger-Vereinigung und ab 1911 Mitglied der „Luitpoldgruppe", 1915–18 Kriegsdienst als Dolmetscher im Kriegsgefangenenlager Lechfeld, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, der Dresdner Kunstgenossenschaft und dem Ausstellungsverband Münchner Künstler, ab 1938 Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, beschickte den Glaspalast München, ab 1909 in Planegg bei München, zeitweise in Arco am Gardasee tätig, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Glaspalastkataloge, Fritz Aigner "Maler am Chiemsee", Info Gemeindearchiv Planegg, Text von Edmund Effenberger zum Künstler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4291
Limit: 1300,00 €, Zuschlag: 0,00 €
anrührende Darstellung einer jungen Frau, ein Kleinstkind im Arm haltend, moderne lasierende Malerei unter weitgehender Einbeziehung der Farbigkeit des Malgrunds, Öl und Farbstifte auf Leinwand um 1990, rechts unten undeutlich signiert "Pitocco", rückseitig auf der Leinwand, teils undeutlich italienisch bezeichnet und betitelt "lei autentico: Mario Pitocco »Maternità« [Authentisch: Mario Pitocco »Mutterschaft«]", hier weitere Signatur und mehrfach gestempelt "Casa d'Arte Nitti ... Firenze [Florenz]", Pendant zur nachfolgenden Position, sehr schön hinter Glas und Leinenpassepartout gerahmt (etwas fleckig und Druckspuren), Falzmaße ca. 50,5 x 35 cm. Künstlerinfo: italienischer Maler (1931 Letino/Caserta bis 2002 Cervignano del Friuli), 1950 Abitur in Neapel, anschließend zwei Jahre Ingenieurstudium in Bologna, 1953 Rückkehr nach Neapel und kurzzeitig Architekturstudium, ab 1959 in Rom als technischer Zeichner und Journalist tätig, parallel intensive Hinwendung zur Malerei, 1973 Umzug nach Trezzano sul Naviglio bei Mailand und dann nach Abbiategrasso, künstlerisch weitergebildet in Mailand und Florenz, 1981 Übersiedlung nach Cervignano del Friuli/Region Friaul-Julisch Venetien, beschickte 1965 bis 1998 zahlreiche Ausstellungen in Pesaro, Riccione, Turin, Pavia, Rapallo, Vicenza, Florenz, Vigevano, Udine, Prato, Sydney, Genf, Traunstein, Straßburg, Köln und New York, 1982 Ehrung mit dem „New York Prize“, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Comanducci und Internet.
Katalog-Nr.: 4292
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
anrührende Darstellung einer jungen Frau mit zwei Kindern, moderne lasierende Malerei unter weitgehender Einbeziehung der Farbigkeit des Malgrunds, Öl und Farbstifte auf Leinwand, um 1990, rechts unten undeutlich signiert "Pitocco", rückseitig auf der Leinwand, teils undeutlich italienisch bezeichnet und betitelt "lei autentico: Mario Pitocco »friuola Famiglia« [Authentisch: Mario Pitocco »Friaulische Familie«]", hier weitere Signatur und mehrfach gestempelt "Casa d'Arte Nitti ... Firenze [Florenz]", Pendant zur vorhergehenden Position, sehr schön hinter Glas und Leinenpassepartout gerahmt (Druckspuren), Falzmaße ca. 50,5 x 35 cm. Künstlerinfo: italienischer Maler (1931 Letino/Caserta bis 2002 Cervignano del Friuli), 1950 Abitur in Neapel, anschließend zwei Jahre Ingenieurstudium in Bologna, 1953 Rückkehr nach Neapel und kurzzeitig Architekturstudium, ab 1959 in Rom als technischer Zeichner und Journalist tätig, parallel intensive Hinwendung zur Malerei, 1973 Umzug nach Trezzano sul Naviglio bei Mailand und dann nach Abbiategrasso, künstlerisch weitergebildet in Mailand und Florenz, 1981 Übersiedlung nach Cervignano del Friuli/Region Friaul-Julisch Venetien, beschickte 1965 bis 1998 zahlreiche Ausstellungen in Pesaro, Riccione, Turin, Pavia, Rapallo, Vicenza, Florenz, Vigevano, Udine, Prato, Sydney, Genf, Traunstein, Straßburg, Köln und New York, 1982 Ehrung mit dem „New York Prize“, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Comanducci und Internet.
Katalog-Nr.: 4293
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
älterer Mann mit Bart und kahlem Haupt, selbstsicher den Betrachter anschauend, teils lasierende Portraitmalerei, Öl auf mit Leinen kaschiertem Karton, im rechten Bereich Ritzsignatur und schlecht lesbar datiert "H. Plühr 1924", rückseitig Infos zum Künstler, Retuschen, gerahmt, Sichtmaße ca. 35 x 26,5 cm. Künstlerinfo: dt. Portrait- und Genremaler, Lithograph und Fotokünstler (1859 Bekum bei Hohenhameln bis 1953 Weimar), Kindheit in Höver/Sehnde, zunächst Lehre zum Lithograph, anschließend Tätigkeit als Fotograf und Fotoretuscheur in Hamburg, studierte ab 1883 er an der Weimarer Malerschule bei Max Thedy und Woldemar Friedrich, unternahm mit Stipendium der Weimarer Kunstschule eine Romreise, beschickte Ausstellungen in Paris, erhielt 1900 eine Bronzemedaille auf der Pariser Weltausstellung, tätig in Weimar, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Benezit, Dressler, Walther Scheidig "Die Weimarer Malerschule" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4294
Limit: 130,00 €, Zuschlag: 0,00 €
sommerlicher Blick vom Ufer des Chiemsees auf den charakteristischen Glockenturm und das Kloster Frauenchiemsee auf der Fraueninsel, pastose Malerei, Öl auf Holzplatte, um 1920, rechts unten signiert "Alfred Pöll", Altersspuren, im Vergolderrahmen, Falzmaße ca. 16,5 x 22,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Alfred Poell, österreichischer Frauenarzt und Maler (1867 Oberndorf bei Salzburg bis 1929 Gmunden), studierte zunächst an der Universität Innsbruck Medizin, hier ab 1886 Mitglied des Corps Gothia Innsbruck, 1888–89 künstlerische Ausbildung bei Wilhelm Velten in München, 1893 Promotion zum Dr. med. und Anstellung am Krankenhaus Klagenfurt, Weiterbildung zum Frauenarzt, ab 1899 als Gynäkologe in Linz tätig und regelmäßige Sommeraufenthalte am Attersee, Mitglied im Oberösterreichischen Kunstverein, 1913 Mitbegründer und Vorsitzender der Künstlervereinigung "Der Ring", ab 1913 Mitglied der Wiener Sezession und ab 1921 Mitglied der Linzer Künstlervereinigung "MAERZ", Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Österreichisches Biographisches Lexikon, Fuchs, Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4295
Limit: 650,00 €, Zuschlag: 0,00 €
in einem verschlissenen Sessel sitzende Dame im rosa Kleid, passendem Hut und einer Ratte auf der Schulter, teils lasierende Malerei in abgestimmter Farbigkeit, rechts unten datiert und signiert "(19)74 H. Popp", unter Passepartout, aber ohne Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 24 x 20,5 cm.
Katalog-Nr.: 4296
Limit: 130,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Ganzfigurendarstellung einer Frau in mittleren Jahren, sich im diffusen Licht mit einem Handtuch abtrocknend, gering pastose, miniaturhafte Aktmalerei, Öl auf Platte, 1. Hälfte 20. Jh., links unten signiert "W. Pose", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 20 x 17 cm.
Katalog-Nr.: 4297
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 20,00 €
sich an den Häusern einer Stadt (wohl holländisch) vorbeischlängelnder Fluss, darauf roter Segler, im Hintergrund angedeuteter Hafen mit weiteren Booten, expressive Malerei mit für Prescher charakteristischem, stark pastosem Farbauftrag und kräftigem, durch energisch gesetzte schwarze Konturen ergänztem Colorit, im Bereich des Himmels mit großflächigen Verstreichungen, Öl auf Leinwand, Mitte 20. Jh., links unten schwer leserlich signiert "VAN ED", frühschwundrissig, gerahmt, Falzmaße ca. 40 x 80 cm. Künstlerinfo: eigentlich Walter Prescher, Künstlerzusatz “van Ed”, signierte auch “Professor W. P. VANED”, dt. Maler (1916 Dresden bis 1988 Wiesbaden), studierte zunächst Tiermedizin, später an der Kunstgewerbeschule Dresden bei Ewald Karl Max Enderlein und Paul Rößler, Meisterschüler von Oskar Kokoschka in Prag, in Paris beeinflusst von Fernand Leger, Jacques Villon, Maurice Utrillo, Jean Cocteau und Karel Appel, Kosmopolit, 1948 Verleihung des Professorentitels durch die Berliner Akademie der Künste, anschließend ordentlicher Professor an der Akademie Dresden, Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, seit 1956 in Bleidenstadt ansässig, 1959 als DDR-flüchtig registriert, 1961 Gastprofessur an der Akademie Nancy, beschickte zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, Wahlheimat Paris und Ehrenbürger von Montmartre, tätig in Ottendorf-Okrilla, später in Paris und nach seiner Aussiedlung in Taunusstein-Bleidenstadt und letztendlich in Heidenrod-Dickschied, Quelle: Vollmer, Eisold “Künstler in der DDR”, Offner-Schroeder “Eingegrenzt - Ausgegrenzt”, Info Galerie Menzing/Rhynern, Wiesbadener Kurier und Internet.
Katalog-Nr.: 4298
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 150,00 €
romantische Abendstimmung am Canal Grande in Venedig, wenige Gondeln ziehen im letzten Tageslicht vorm herrschaftlichen Palazzo Cavalli-Franchetti und dem Palazzo Barbaro-Curtis ihre Bahn, während im warmen Licht erstrahlende Laternen sternengleich an den Hauseingängen zum Wasser die herannahende Nacht ankündigen, stimmungsvoll-kontemplative lasierende Malerei mit wenigen pastosen Effekten in fein abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Jindrich Prochazka 1931", rückseitig auf dem breiten Spannrahmen Messingetikett mit tschechischer Widmung, geringe Altersspuren, im sehr schön passenden Vergolderrahmen gefasst, Falzmaße ca. 72 x 100 cm. Künstlerinfo: auch Jindřich Procházka, dt. Heinrich Prochazka, tschechischer Maler, Buchgestalter, Illustrator, Aquarellist und Graphiker (1888 Nové Město nad Metují bis 1969 Prag), zunächst Malschüler von Ludwig Vacátko (1873–1956), 1908–15 weitergebildet an der Prager Akademie der Bildenden Künste, anschließend in Jičín und Nový Bydžov bei Hradec Králové tätig, unternahm Studienreisen nach Italien [Venedig] und Dalmatien, zeitweise in Kolín und später in Prag ansässig, Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Toman und Internet.
Katalog-Nr.: 4299
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 950,00 €