Gemälde

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Louis Reinhardt, attr., Im Ziegenstall

Blick ins dämmrige Stallinterieur mit Ziegen und Hahn, lasierende, partiell pastose Tiermalerei in dezenter brauntoniger Farbigkeit und effektvollen Lichtern, Öl auf Leinwand, um 1870, links unten ligiert monogrammiert "LR", rückseitig auf der Leinwand Stempel der 1863 gegründeten Münchner Malutensilienfirma Richard Wurm "Malerleinwand von Richard Wurm München", auf dem Rahmen altes Rahmungsetikett Hamburg, auf dem Rahmen und Keilrahmen diverse Annotationen und zwei getilgte Etiketten, unter anderem auf dem Rahmen in Blei mit "L. Reinhardt" bezeichnet, Altersspuren, schön im alten Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 39 x 49 cm. Künstlerinfo: auch Ludwig Reinhardt, dt. Landschafts- und Tiermaler (1849 Plauen? bis 1870 im Traunsee), ab 1868 künstlerische Ausbildung in Dresden, ab 1869 tätig in München, beeinflusst von Friedrich Voltz, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Siegfried Wichmann "Münchner Landschaftsmaler im 19. Jahrhundert, Meister, Schüler, Themen" und Internet.

Katalog-Nr.: 4100
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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"Neapolitaner" nach Gustav Carl Ludwig Richter

Brustbildnis eines leger gekleideten, femininen Fischerjungen im Halbprofil vor blauem Grund, fein lasierende Kopie nach dem um 1850 entstandenen Original "Neapolitanischer Fischerjunge" von Gustav Carl Ludwig Richter (1823 Berlin bis 1884 Berlin), Öl auf Leinwand, um 1880, unsigniert, Altersspuren, original im ovalen Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 57 x 44 cm.

Katalog-Nr.: 4101
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Carl Gustav Rodde, Mühle am Gebirgsbach

Mühle unter knorrigen Kiefern, am felsigen Bach in sommerlicher Landschaft, unter effektvoll bewölktem Himmel, stimmungsvolle, gering pastose spätromantische Landschaftsmalerei mit schönem Licht, hierzu bemerkt Seubert (1879): "... Seit seiner Rückkehr (1861) in die Heimath malte er Landschaften von poetischer Auffassung, großer Leuchtkraft und gewissenhafter Behandlung, ...", Öl auf Leinwand, um 1880, links unten signiert und ortsbezeichnet "C. G. Rodde Düsldf. [sic. für Düsseldorf]", Altersspuren, original in ca. 17 cm breiter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 84 x 116 cm. Künstlerinfo: auch Karl Gustav Rodde, dt. Veduten- und Landschaftsmaler (1830 Danzig bis 1906 Groß-Lichterfelde bei Berlin), zunächst Schüler der Kunst- und Gewerkschule Danzig bei Johann Karl Schultz (1801–1873), studierte 1852–57 mit Stipendium der Friedensgesellschaft für Westpreußen an der Düsseldorfer Akademie bei Johann Wilhelm Schirmer und Hans Fredrik Gude, parallel Schüler von Carl Friedrich Lessing, 1856–58 Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereinigung "Malkasten", ab 1857 in München tätig, 1858–61 Studienreise nach Italien (Rom, Genua, Turin), ab 1861 in Weimar, später regelmäßige Aufenthalte in Italien und wechselnd in Danzig, Düsseldorf und Berlin tätig, beschickte Ausstellungen in München, Prag, Wien, Berlin, Magdeburg und Danzig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Friedrich Noack "Das Deutschtum in Rom", Schweers und Internet.

Katalog-Nr.: 4102
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 1100,00 €

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Karl Rumpel, Bauernhäuser

Blick über eine Weidelandschaft mit Kühen und Bauernhäusern vorm Waldesrand, Öl auf Leinwand, links unten in Rot signiert, fein mit spitzem Pinsel erfasste, gering pastose Landschaftsmalerei, geringe Farbfehlstellen, Keilrahmen leicht durchdrückend, in goldbronzierter floraler Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 50 x 64 cm. Künstlerinfo: Karl Rumpel (1867 Potsdam bis 1939 Demmin), auch Karl Ernst Friedrich Rumpel "KRpl", deutscher Illustrator und Maler sowie Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands, im Pommerschen Künstlerbund und im Ausstellungsverein Pommerscher Künstler in Stettin, studierte bei Max Koch Berlin, Friedrich Heyser in Dresden und in Weimar bei Max Tedy. Quelle: Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4103
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 120,00 €

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Eduard Schleich d. J., attr., Bayerische Hirtenlandschaft

Rinder am See, vom Hirten am Lagerfeuer beobachtet, in weiter herbstlicher Landschaft unter dramatisch bewölktem Himmel, gekonnt studienhaft-flott erfasste miniaturhafte, pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Holzdeckel einer Zigarrenschachtel, 2. Hälfte 19. Jh., rückseitig alter Zigarrenschachtelaufdruck "Regalia 200" und mehrfach Annotation "Ed. Schleich" sowie "Ord.Nr. 835", restauriert, Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 8,5 x 19,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1853 München bis 1893 München), Sohn und wenige Monate Schüler des Eduard Schleich des Älteren (1812–1874), studierte ab 1875 an der Münchner Akademie bei Julius Zimmermann und Joseph Wenglein, beschickte Ausstellungen in Dresden, Nürnberg, München, Berlin und Wien, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Matrikel der Münchner Akademie, Boetticher, Müller-Singer, Bénézit, Saur Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon und Bruckmann "Münchner Maler des 19. Jh.".

Katalog-Nr.: 4104
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 280,00 €

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Orientalischer Reiter

Orientale mit Flinte auf weißem Pferd in gebirgiger Sommerlandschaft, pastose Kopie nach älterem Vorbild, wohl von Adolf Schreyer (1828–1899), Öl auf Leinwand und Sperrholz, 2. Hälfte 20. Jh., rechts unten undeutlich signiert, rückseitig undeutliche Annotationen, geringe Altersspuren, in alter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 61 x 51 cm.

Katalog-Nr.: 4105
Limit: 500,00 €, Zuschlag: 700,00 €

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Dominik Schuhfried, attr., Burg in Sommerlandschaft

Bauersfrau mit Kiepe, auf Weg unter hohen Laubbäumen, mit Fernblick zur Burg und zum Fluss, pastose romantische Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten bezeichnet "D. Schuhfried 1867", rückseitig auf dem Keilrahmen teils unleserlich betitelt "Burg ... a./Rhein", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 42 x 58 cm. Künstlerinfo: auch Dominic Schuhfried, österreichischer Landschafts- und Genremaler (1810 Wien bis 1877 Wien), Sohn des Wiener Porzellanmalers Jakob Schufried (1785–1857, auch Schuhfried, Schulfried oder Schurfried), studierte bis 1829 an der Wiener Akademie, 1838–57 und 1869–71 vertreten auf Ausstellungen, zuerst in der Jahres-Ausstellung bei St. Anna und ab 1852 in den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins, schuf vor allem Motive aus der Gegend um Gutenstein bei Wien, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach "Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich", Müller-Singer, Fuchs und Internet.

Katalog-Nr.: 4106
Limit: 1000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Paul Schultz-Liebisch, Winterspaziergang

abstrahierte Winterlandschaft mit einem auf dem Waldweg mit Reifenspuren entlangflanierenden Pärchen, im Hintergrund die rötliche Wintersonne, Öl auf Malplatte, rechts unten signiert und datiert 1966/1, in schlichter mattweiß lackierter Leiste gerahmt, geringe Altersspuren, Falzmaße ca. 30,5 x 24,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Grafiker (1905 Reinickendorf bis 1996 Berlin-Pankow), Vertreter des Nachimpressionismus der Ostberliner Schule, schuf Monotypien, Lithografien, Siebdrucke, Holz- und Linolschnitte mit Bezug zu den Brücke-Künstlern, später begann er Bilder in vereinfachter Weise im Stil der 1920er Jahre zu malen, Quelle: Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4107
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 450,00 €

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Edouard Schulz-Briesen, "Zur Untersuchung"

anrührende Szene eines in Ketten gelegten Mannes, der sich am Fuß einer Treppe zum Gefängnisportal von Frau, Kind und Hund verabschiedet, um eine Untersuchungshaft anzutreten, im Portal winkt ein Polizist mit Gewehr den Häftling heran und auch ein älterer Gefängniswärter mahnt zur Eile, aus gewissem Abstand verfolgt eine Gruppe Kinder und klatschender Frauen das Geschehen, während sich zwei Vagabunden scheuen Blicks hinter den Zuschauern verbergen, als pittoreske Kulisse für seine erzählerische Darstellung wählte der Künstler die Durchfahrt mit einem Lichthof des historischen Rathauses von Rothenburg ob der Tauber mit seinem weltbekannten Rathausportal, Rothenburg als Heimatort seiner Ehefrau war ein beliebter Hintergrund seiner novellistischen Genrebilder, fein und detailreich mit spitzem Pinsel lasierend festgehaltene Genremalerei mit schönem Licht und trefflich erfasster Stofflichkeit, so sind die Figuren liebevoll, nahezu fotorealistisch in sublimer Farbigkeit erfasst und auch der morbide Charme des betagten Gemäuers mit bemoostem und abbröckelndem Putz und diversen Spinnweben sind gekonnt eingefangen, Öl auf Leinwand, vor 1879, links unten signiert und ortsbezeichnet "Ed. Schulz Briesen Düsseldorf", rückseitig fragmentarische Etiketten mit Infos zum Künstler, doubliert, minimale Altersspuren, sehr schön gerahmt, Falzmaße ca. 81 x 109 cm. Künstlerinfo: eigentlich Eduard Schulz, irrtümlich auch Schultz, nannte sich als Künstler Edouard Schulz-Briesen, dt. Portrait- und Genremaler sowie Illustrator und Fotograf (1831 auf Haus Anstell in Frixheim-Anstel bei Neuss bis 1891 Düsseldorf), von seinem Vater zum Militär bestimmt, besuchte er früh die Kadettenanstalt Bensberg, studierte nach Abbruch der militärischen Laufbahn 1847–51 an der Düsseldorfer Akademie bei Theodor Hildebrandt, Rudolf Wiegmann und Josef Wintergerst, beeinflusst von Wilhelm von Schadow, Karl Ferdinand Sohn und später von Benjamin Vautier dem Älteren und Ludwig Knaus, ab 1851 weitergebildet an der Königlichen Akademie der Künste in Antwerpen bei Gustave Wappers und Josephus Laurentius Dyckmans, unternahm Studienreisen nach der Schweiz und Frankreich [Paris], 1854–55 Militärdienst in Köln, anschließend als Portraitmaler in Berlin, Westfalen und Barmen, leitete in Barmen ein Fotografisches Atelier und schuf Illustrationen, ab 1871 in Düsseldorf ansässig, 1880 Reise nach Holland, 1850–52 und 1873–91 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", beschickte die Ausstellungen des Kunstvereines für die Rheinlande sowie Ausstellungen in Berlin, Düsseldorf, Wien, Barmen, Bremen und den Münchner Glaspalast, tätig in Düsseldorf-Pempelfort, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule" und Internet. Weiterführende Info zum Gemälde: das vorliegende Gemälde fand breiteste Aufnahme durch eine großformatige, doppelseitige Holzstichabbildung in der Zeitschrift "Die Gartenlaube" von 1881 [Seite 84] und ist hier mit "Zur Untersuchung" betitelt, weiterhin ist das Gemälde bei Boetticher wie folgt erwähnt "... 11. »Zur Untersuchung (Die Verhaftung)« An den Stufen des Gerichtsgebäudes nimmt ein an Händen und Füßen gefesselter Mann von Weib u. Kind Abschied. Mehrere Leute sehen dem Vorgange zu. ...", laut dem Eintrag wurde das Gemälde 1879 auf der Ausstellung im Münchner Glaspalast gezeigt (im Katalog der Ausstellung auf Seite 32 unter Nr. 948 "Zur Untersuchung" aufgeführt), wurde schließlich 1880 auf der Allgemeinen Düsseldorfer Kunstausstellung gezeigt und wurde vom Kunstverein 1880 der Städtischen Gemäldesammlung Düsseldorf geschenkt, auch Max Georg Zimmermann beschreibt das Gemälde in "Allgemeine Deutsche Biographie" 1891 „... Der Gang zur Untersuchung“ befindet sich in der städtischen Galerie zu Düsseldorf. Es ist eine ergreifende Scene, wie im Hofe des alterthümlichen Gerichtsgebäudes der rothhaarige in Ketten geschlossene Angeklagte von seiner Frau und seinem Kinde Abschied nimmt. ...".

Katalog-Nr.: 4108
Limit: 12000,00 €, Zuschlag: 19000,00 €

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Louis Schünzel, nach Franz von Defregger

Defregger befasste sich neben Genrethemen auch mit Historienbildern, welche vor allem die Unabhängigkeitsbewegung der Tiroler 1809 mit ihrem Anführer Andreas Hofer (1767–1810) thematisieren, vorliegend das 1883 geschaffene Motiv "Vor dem Aufstand in Tirol 1809", das Originalgemälde wurde 1883 im Münchner Glaspalast ausgestellt und das Motiv fand weite Verbreitung und Popularität durch einen 1884 in der "Gartenlaube" abgebildeten Holzstich des Gemäldes, fein lasierende Kopie, Öl auf Leinwand, um 1910, links unten bezeichnet und signiert "Franz Defregger 1883 – Kop. von L. Schünzel – Dresden", im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 75,5 x 106 cm. Künstlerinfo: Kopist (tätig erwähnt 1911–27), schuf Altmeisterkopien an der Königlichen Gemäldegalerie "Alte Meister" Dresden, lebte in Dresden, Quelle: Visitenkarte und Internet.

Katalog-Nr.: 4109
Limit: 1300,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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A. Simon, Blick vom Palatin zum Petersdom

sommerliche Vedute der ewigen Stadt, mit Blick über die antiken Ruinen des flavischen Kaiserpalastes Domus Augustana mit Ziegenhirten, zur Silhouette Roms mit dem Petersdom, lasierende Malerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "A. Simon 1874", rückseitig auf dem Keilrahmen bezeichnet "Blick vom Palatin auf Petersdom", doubliert, Altersspuren, im alten Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 51,5 x 66 cm.

Katalog-Nr.: 4110
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Max Stahlschmidt, Wild auf der Waldlichtung

stattlicher Hirsch mit Hirschkuh und zwei Jungtieren auf einer Waldwiese am See, leicht pastose Tiermalerei, Öl auf Leinwand, um 1900, links unten signiert "Mx. Stahlschmidt", auf Keilrahmenrückseite handschriftliches Etikett, geringe Erhaltungsmängel, in goldbronzierten Stuckrahmen, Falzmaße ca. 74 x 111 cm. Künstlerinfo: eigentlich Max Ferdinand Alfred Stahlschmidt, dt. Landschafts- und Tiermaler sowie Radierer (1854 Berlin bis nach 1930 Berlin?), studierte 1885–86 an der Akademie Berlin bei Paul Friedrich Meyerheim und Eugen Bracht, 1886–92 Studium an der Kunstschule Weimar bei Alexander Struys, Albert Brendel und Max Thedy, Mitglied des Weimarer Radiervereins, zunächst freischaffend in Weimar und ab 1899 Dozent an der Weimarer Kunstschule, ab ca. 1914 in Berlin-Charlottenburg, wo er bis 1927 ein Atelier unterhielt, Mitglied des Weimarer Radiervereins, der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands und des Thüringer Ausstellerverbandes Bildender Künstler, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Boetticher und Scheidig "Die Weimarer Malerschule" und Internet.

Katalog-Nr.: 4111
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 390,00 €

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François Vandeverdonck, Zwei Tierstücke

zwei Gegenstücke, einmal Federvieh vorm Bauernhof in sommerlicher Landschaft, das andere Ziege und Schafe in weiter Sommerlandschaft, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Holzplatte, je unten signiert und datiert "F. Vandeverdonck ft. [fecit = hat es angefertigt] 1870", rückseitig je weiße Farbpartie mit französischer Ritzannotation und Signatur "F. Vandeverdonck", Altersspuren, als Pendants in Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße je ca. 18 x 24 cm. Künstlerinfo: auch Francois Vandeverdonck, belgischer Tiermaler und Plsastiker (1848 bis nach 1890), Quelle: Bénézit und Internet.

Katalog-Nr.: 4112
Limit: 600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Wilhelm Velten, Landsknechtsszene

in idyllischer, sonniger Sommerlandschaft, unter einem mächtigen Laubbaum lagernde Soldaten in der Tracht des 17. Jh., lasierende Historienmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert, ortsbezeichnet und datiert "W. Velten München 1875", rückseitig diverse Annotationen und Etikettfragmente sowie Rahmungsetikett "Bilder-Geyer Plauen ...", doubliert, Altersspuren, im prächtigen Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 55 x 70,5 cm. Künstlerinfo: dt.-russ. Genremaler (1847 St. Petersburg bis 1929 München), studierte 1867-69 an der Akademie St. Petersburg, ab 1869 Studium an der Akademie München, hier ab 1870 Schüler von Wilhelm von Diez, später Professor an der Münchner Akademie, ab 1890 Mitglied der Dachauer Künstlerkolonie, vertreten unter anderem in der Fine Arts Acad. Buffalo, der Neuen Pinakothek und der Städtischen Galerie München sowie der Staatsgalerie Prag, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und der Münchner Sezession, tätig in München, ab 1890 regelmäßige Aufenthalte in Dachau und Etzenhausen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Benezit, Dressler und Matrikel der Akademie München, "Dachauer Maler - Die Kunstlandschaft von 1801-1946", Boetticher, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4113
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 750,00 €

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nach Élisabeth Vigée-Lebrun, Selbst im Atelier

Kopie nach dem in den Uffizien befindlichen Werk aus dem Jahr 1790, altmeisterliche Malerei mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 20. Jh., leichte Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 73 x 58,5 cm.

Katalog-Nr.: 4114
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 1000,00 €

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Alexander von Wagner, Münchner Original mit Pfeife

um 1900, fein mit spitzem Pinsel erfasste Portraitmalerei eines bayerischen Originals in Tracht mit Hut und Pfeife, Öl auf Malplatte, rechts oben signiert und bezeichnet Mchn., Rahmen mit Messingschild, dieser durchbrochen gestaltet, Alterscraquelé, Rahmen etwas reparaturbedürftig, insgesamt guter altersgemäßer Zustand, Falzmaße ca. 24 x 18 cm. Künstlerinfo: auch Sándor Wagner, ungarisch.-österr. Maler und Illustrator (1838 Pest bis 1919 München), Schüler von Henrik Weber, ab 1854 Studium an der Wiener Akademie und Anschluss an den Künstlerkreis um Franz von Lenbach, 1862–63 Fresken für das Bayerische Nationalmuseum, 1864/66 Studienreisen nach Italien und Spanien, ab 1866 an der Münchner Kunstakademie tätig, 1869 Ernennung zum Professor, 1896 Verleihung des Ritterkreuzes des Ordens der Bayerischen Krone und Erhebung in den Adelsstand, 1910 Verleihung des Komturkreuzes durch Prinzregent Luitpold, Quelle: Thieme-Becker, Wurzbach und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4115
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 240,00 €

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Albert August Zimmermann, An der Ramsauer Ache

sommerlich-urwüchsige Ansicht eines zwischen Felsen hindurch zu Tale stürzenden Gebirgsbachs vor der Hochgebirgskulisse der Berchtesgadener Alpen, lasierende, partiell gering pastose, fein mit spitzem Pinsel festgehaltene Landschaftsmalerei, Öl auf parkettierter Holzplatte, links unten signiert und datiert "Albert Zimmermann *** 1881", rückseitig fragmentarisch erhaltenes originales, handschriftliches Künstleretikett "»Partie vom Ramsauer bach [sic.]« A. Zimmermann, Preis 600 Mark", Altersspuren, original im prächtigen Goldstuckrahmen gefasst (Altersspuren), Falzmaße ca. 39,5 x 37,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Albert August Zimmermann, dt. Landschaftsmaler (1808 Zittau bis 1888 München), Sohn des Zittauer Stadtmusikus Karl Friedrich August Zimmermann, zunächst selbst Musikerlaufbahn, um 1825 autodidaktische Hinwendung zur Malerei, 1830–31 kurzzeitig an der Dresdner Akademie, betrieb autodidaktische Studien in Dresden und unternahm Studienreisen ins Erzgebirge und die Sächsische Schweiz, ab 1833 Weiterbildung in München, hier Gründung einer privaten Malschule, 1854–59 Berufung als Professor an die Akademie Mailand, 1860–73 Professor an der Akademie Wien, 1869 Ehrung mit dem Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens, tätig in Hacking bei Wien, ab 1876 in Hellbrunn bei Salzburg und ab 1885 in München ansässig, Quelle: Thieme-Becker, Nagler, Wikipedia und Internet.

Katalog-Nr.: 4116
Limit: 480,00 €, Zuschlag: 650,00 €

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Franz Joseph Zoll, Herrenbildnis

Brustbildnis eines älteren grauhaarigen, sinnenden Mannes im hoch geschlossenen dunklen Mantel mit goldenem Orden (mit Darstellung einer Heiligen) über der Knopfleiste im Halbprofil nach rechts, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Zoll p. 1805", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliche Annotationen "Franz Joseph Zoll 1770-1833 - signiert unten links, datiert 1805", geringe Craquelure, doubliert, alt restauriert, in alter Goldleiste in Zweitverwendung gerahmt (Erhaltungsmängel), Falzmaße ca. 68,5 x 53,5 cm. Künstlerinfo: ursprünglich Franz Joseph Soll, Portrait-, Historien- und Kirchenmaler (1770 Möhringen an der Donau bis 1833 München), entstammt der badischen Künstlerfamilie Soll, Sohn und Schüler des Bildhauers und Fürstlich Fürstenbergischen Hof- und Theatermalers Conrad Soll (später: Zoll), 1784-86 Weiterbildung und Mitarbeit bei seinem Onkel Franz Joseph Soll in Trostberg bei Traunstein, anschließend Weiterbildung bei Johann Jakob Dorner dem Älteren (1741-1813) und Joseph Hauber (1766-1834) in München, dann freischaffend als Portraitmaler, zeitweise tätig für den Hohenzollerschen Hof in Sigmaringen, ab 1802 Hofmaler der Fürsten zu Fürstenberg, ansässig in Freiburg im Breisgau, hier Unterricht in Ästhetik durch den Philosophen und Dichter Johann Georg Jacobi, hier auch Bekanntschaft mit Anton Karl Freiherr von Baden und mit dessen Unterstützung 1802 Studienreise nach Paris und danach zwei Jahre nach Wien, betrieb hier anatomische Studien, über München Rückreise nach Karlsruhe, wo er Bildnisse des Kurfürsten Karl Friedrich von Baden malte, dessen Enkel und Nachfolger ihn 1812-13 einen Aufenthalt in Rom ermöglichte, anschließend freischaffend in Möhringen und Karlsruhe, 1821-25 Berufung durch Großherzog Ludwig als Zeichenlehrer und Professor an die Universität Freiburg, ab 1825 Lehrer an der Bauschule von Friedrich Weinbrenner, 1830 Inspektor und 1831 Direktor der Gemäldesammlung Mannheim, starb auf einer Reise in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Mülfarth, Füßli, Nagler, Boetticher, Noack "Das Deutschtum in Rom" und Internet.

Katalog-Nr.: 4117
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Emil Zschimmer, "Im Sonnenschein"

mächtiger Buchenwald mit hellgrün gefärbtem Laub bei Sonnenschein und junger Frau mit Brotkorb, leicht pastose Malerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert "E. Zschirmer 1900", auf der Rückseite bezeichnet ""Im Sonnenschein"/E.Zschirmer/Schmiedeberg/Halle/S. 1900", leichte Erhaltungsmängel, im prächtigen gestuckten und goldbronzierten Prunkrahmen, Falzmaße ca. 108 x 88 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Pädagoge (1842 Großwig bis 1917 Bad Schmiedeberg), 1853–59 Schüler der Waisenhaus-Realschule in Halle, zunächst Lehre zum Musterzeichner in einer Kattunfabrik in Eilenburg, studierte 1863–70 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar bei Arthur von Ramberg, Bernhard Plockhorst, Ferdinand Pauwels, Max Schmidt, Theodor Hagen und Alexander Michaelis, unterhielt ab 1868 ein Schüleratelier, 1870 auf Einladung des Fürsten Reuß jüngere Linie Aufenthalt in Ebersdorf, 1870 Studienunterbrechung durch Militärdienst und Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg, 1873–81 Lehrer an der Weimarer Zeichen- und Gewerbeschule, ab 1882 Lehrer für Freihandzeichnen an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar, 1882–91 Gymnasiallehrer in Erfurt, 1890 Ernennung zum Professor durch Großherzog Karl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, um 1897 Aufgabe der Lehrämter und Übersiedlung nach Bad Schmiedeberg, hier fortan freischaffender Landschaftsmaler der Dübener Heide, beschickte die Berliner Akademieausstellungen, den Münchner Glaspalast und die Dresdner Akademieausstellungen, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Scheidig, Dressler, Müller-Singer, Saur und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4118
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 300,00 €

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Willem de Zwart, attr., Bäuerin mit Kühen

Bauersfrau mit Knaben und weißen Kühen am Waldrand im hellen Sonnenlicht, pastose studienhafte Malerei in grüntoniger Farbigkeit und breitem Pinselduktus, Öl auf älterer Holzplatte, links unten undeutlich signiert "W. d. Zwart [18]98", rückseitig neueres Etikett "Wilh. de Zwart Den Haag 1862-1931", schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 20 x 26,5 cm. Künstlerinfo: niederländischer Maler, Radierer, Aquarellist und Zeichner (1862 Den Haag bis 1931 Den Haag), studierte 1876-80 an der Akademie Den Haag, parallel ein Jahr Atelierschüler voni Jacob Maris in Den Haag, zeitweise Mitarbeiter der Fayencefabrik „Rozenburg“ in Den Haag, 1880-94 in Den Haag ansässig, 1894 in Soest, später in Velsen-Santpoort, 1898 in Hilversum, 1898-1900 in Laren, 1900-05 in Amsterdam, 1905 in Bloemendaal und Scheveningen, anschließend in Veur bei Leiden, Voorburg und zuletzt in Den Haag tätig, um 1890 beeinflusst von George Hendrik Breitner, 1891 und 1908 Studienaufenthalte in Paris, beschickte Ausstellungen in Antwerpen sowie die Weltausstellungen Chicago 1893, Antwerpen 1894 und Paris 1900, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Scheen, Bénézit, Müller-Singer und Waller.

Katalog-Nr.: 4119
Limit: 70,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Offiziersportrait

Brustbildnis eines britischen Offiziers in mittleren Jahren, in Uniform mit ordensgeschmückter Brust, im Halbprofil vor dunklem Grund, lasierende Bildnismalerei mit wenigen pastosen Partien, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, laut Vorbesitzerangaben: Portrait des Sohnes der Margaretha Brenning, Altersspuren, schön in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 59 x 46,5 cm.

Katalog-Nr.: 4120
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 140,00 €

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Heilige Familie mit Johannesknaben

Darstellung Mariens in sommerlicher Landschaft, ihre rechte Hand weist auf das nahezu nackte, auf einer Mauer stehende Jesuskind, das im Arm seines Vaters Josef gehalten wird, links im Hintergrund erscheinen dezent der kindliche Johannes der Täufer mit seiner Mutter Elisabeth, andere Interpretationen sehen in der unscheinbaren Frau im Hintergrund die Heilige Anna, die Mutter Mariens, somit könnte in der Figur des alten Mannes mangels eindeutiger Attribute auch Mariens Vater, der Heilige Joachim dargestellt sein, lasierende religiöse Genremalerei, Kopie nach einem um 1850 entstandenen Gemälde von Erich Correns (1821–1877), Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1890, unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen undeutliche Annotation und Reste eines Etiketts, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 80,5 x 98 cm.

Katalog-Nr.: 4121
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 550,00 €

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Jesus, das Kreuz empfangend

Kreuzwegszene, Jesus im Büßerhemd, mit erhobenen Händen das Kreuz erwartend, lasierende, teils gering pastose religiöse Malerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, 2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 86 x 59 cm.

Katalog-Nr.: 4122
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 190,00 €

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Heilige Walburga

Darstellung der Benediktinerin und Äbtissin des Kloster Heidenheim um 780, abgebildet mit den typischen Attributen und mit Heiligenschein im Interieur, im Hintergrund die Türme des Klosters, Öl auf Leinwand, unsigniert, gerahmt, Altersspuren, restaurierungsbedürftig, Falzmaße ca. 64 x 40 cm.

Katalog-Nr.: 4123
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 220,00 €

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König Maximilian II. von Bayern im Krönungsornat

Halbfigurenbildnis des Monarchen aus dem Hause Wittelsbach (1811 München bis 1864 München) von 1848-64 König von Bayern, lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 65,5 x 53,5 cm.

Katalog-Nr.: 4124
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Wie funktioniert eine Auktion