poesievolle sommerliche, ländliche Szene mit Wirt und Bierkutscher, beim Plausch vorm Wirtshaus sowie Reisigsammler mit Hund auf der Landstraße, vor Dorfkulisse mit Windmühle, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 19. Jh., links unten undeutlich signiert "Barker pinx.", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliches Etikett "Thomas Barcker England [sic.]", laut Vorbesitzerangabe wohl Thomas Barker of Bath, Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 46 x 61,5 cm. Künstlerinfo: genannt Thomas Barker of Bath, englischer Genremaler, Zeichner und Lithograph (1767 oder 1769 Trosant bei Pontypool/Monmouthshire bis 1847 Bath), Sohn und Schüler des Tiermalers Benjamin Barker (gestorben 1793), künstlerisch weitestgehend Autodidakt, Bruder des Landschaftsmalers Benjamin Barker (1776–1838), früh wurde sein Talent durch den Auktionator und Wagenbauer Charles Spackmann entdeckt, welcher Barker als Lehrling einstellte und ihn zum Kopieren holländischer Meister wie Meindert Hobbema und britischer Meister wie Thomas Gainsborough und Richard Wilson ermunterte, in der Folge schuf er Bildkompositionen in Rückgriff auf diese drei Künstler, mit Spackmanns Unterstützung 1790–93 Studienreise nach Italien, ab 1793 wieder als Genremaler in England, beschickte 1791–1829 die Ausstellungen der Royal Academy of Arts, vier seiner Söhne wurden ebenfalls Maler und ahmten seine Arbeiten nach, tätig in Bath, Quelle: AKL und Internet.
Katalog-Nr.: 4050
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €
junges Mädchen am sommerlichen Seeufer, dem davonfahrenden Kahn mit ihrem Liebsten weinend nachblickend und von ihrer Freundin getröstet, lasierende bzw. gering pastose, etwas freie Kopie nach dem 1842 entstandenen Original von Jakob Becker (1810 Dittelsheim bei Worms bis 1872 Frankfurt am Main), Öl auf Karton, um 1860, unsigniert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 36 x 29 cm.
Katalog-Nr.: 4051
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 170,00 €
Sennerin mit Reisig auf dem Kopf, auf dem Weg zur Alm, am Fuße mächtiger, teils schneebedeckter Berge, wohl Motiv aus dem Lauterbrunnental, stimmungsvoll-spätromantische, lasierende, partiell gering pastose Landschaftsmalerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1890, links unten signiert "I. Bernardi", geringe Craquelure, gerahmt, Falzmaße ca. 54 x 43 cm. Künstlerinfo: auch Josef Bernardi, dt. Landschaftsmaler (1826 Düsseldorf-Carlstadt bis 1907 Düsseldorf), studierte 1838–46 an der Düsseldorfer Akademie, hier 1843–46 Schüler von Johann Wilhelm Schirmer, anschließend Aufenthalt in München und ab 1850 Mitglied des Münchner Künstlervereins, später wieder in Düsseldorf ansässig, beschickte Ausstellungen in München, Düsseldorf, Hannover, Bremen und Magdeburg, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Düsseldorfer Akademie, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Schweers und Internet.
Katalog-Nr.: 4052
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 300,00 €
an schroffe Felskünste schlagende Wellen und im Hintergrund Feluke mit hochgezogenen Segeln, was die Szenerie nach Ägypten verorten lässt, sonnendurchflutete Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand und auf festem Karton kaschiert, unten rechts signiert und datiert "Berninger 25/6 (18)75", links unten die Zahl "80" in Rot, leichte Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 22,5 x 38 cm. Provenienz: Bassenge Berlin 11/2013. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Architekturmaler, Orientalist und Illustrator (1843 Arnstadt bis 1919 München?), zunächst als Pharmazeut tätig, studierte 1870–74 bei Theodor Hagen an der Kunstschule Weimar, seit 1874 in München ansässig, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach England, Holland, Italien, Frankreich, Algier, Ägypten, Palästina, Griechenland und Konstantinopel, 1903–04 Parisaufenthalt, anschließend wieder in München, beschickte unter anderem Ausstellungen in Wien, Dresden, Düsseldorf, Berlin, Magdeburg und den Münchner Glaspalast, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Walther Scheidig "Die Weimarer Malerschule", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Boetticher und Internet.
Katalog-Nr.: 4053
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 390,00 €
geschäftiges Treiben mit Marktständen und Kamelreitern vor orientalischer Stadtkulisse, mit dem Minarett einer Moschee, im hellen Sonnenlicht, hierzu schreibt Thieme-Becker: „... Seine vielseitige artistische Ausbeute [seiner Orientreisen] verarbeitete er zu reich staffierten Landschafts- und Architekturbildern, welche alle im Zauber des vollen Sonnenlichtes, das farbenprächtige Leben des Orient abspiegeln. ...“, lasierende, teils gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, links unten ortsbezeichnet "Cairo" und rechts unten signiert "E. Berninger", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 48 x 63 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Architekturmaler, Orientalist und Illustrator (1843 Arnstadt bis 1919 München?), zunächst als Pharmazeut tätig, studierte 1870–74 bei Theodor Hagen an der Kunstschule Weimar, seit 1874 in München ansässig, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach England, Holland, Italien, Frankreich, Algier, Ägypten, Palästina, Griechenland und Konstantinopel, 1903–04 Parisaufenthalt, anschließend wieder in München, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Internet.
Katalog-Nr.: 4054
Limit: 4000,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Ganzfigurendarstellung einer nackten, rassigen Schönheit mit langem schwarzen Haar, goldenen Creolen und über dem Kopf verschränkten Armen, vor einer Mauer mit Rankwerk, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, rechts undeutlich signiert und wohl datiert "Binder 9T4 [1894?]", rückseitig auf dem Keilrahmen Etikettfragmente, Altersspuren, in einem orientalisch anmutenden Jugendstilrahmen gefasst, Falzmaße ca. 120 x 50 cm. Künstlerinfo: auch Anton oder Toni Binder, österreichischer Fotograf, Orientmaler, Graphiker und Illustrator (1868 Wien bis 1941 Nördlingen), als Maler weitestgehend autodidaktisch gebildet in Wien, München und Paris, in Paris künstlerisch gefördert von Jacques Alexandre Antoine Bernard, genannt Camille Boiry (1871-1952), beeinflusst von Ferenc Eisenhut und Charles Wilda, lebte bei seiner Mutter in Konstantinopel (Istanbul) und unternahm von hier aus bis 1901 Studienreisen nach Italien (Mailand, Neapel, Rom, Florenz, Venedig), 1890-92 erste Reise nach Kairo/Ägypten, wo er sich im Badeort Heluan bei Kairo niederließ und hier bis 1914 regelmäßig weilte, 1894 zeitweise in Istanbul, später wieder in Kairo, 1899 Eheschließung mit Maria Reiser, Tochter eines deutschen Fotografen, in Alexandria, führte mit dem Schwiegervater ab 1899 ein Fotoatelier "Reiser & Binder" in Alexandria, 1906 weitestgehende Hinwendung zur Malerei, 1905-06 und 1909 Aufenthalte in Griechenland, 1911 Reise über Frankreich (Marseille, Lyon, Paris) nach England (London), 1912 Reise nach Rhodos und Istanbul, ab ca. 1912 mäzenatisch gefördert durch den letzten Vizekönig des Khedivats Ägypten Abbas Hilmi Paschaab (1874-1944) und zu dessen Hoffotograf und Hofmaler ernannt, 1913 Reise nach Luxor, zwischenzeitlich Aufenthalte in Wien und München, bei Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 Aufenthalt auf der Isle of Wight und bis 1919 britische Internierung, nach dem 1. Weltkrieg führt er mit seiner Frau ein Fotoatelier "Reiser-Binder" in München, 1922 Übersiedlung nach Dachau, 1923 und 1925 erneut in Alexandria und 1932-33 und 1938 Aufenthalte in Suez und am Roten Meer, ab 1919 Mitglied der Deutschen Künstlergenossenschaft, im Münchner Aquarellistenverein und im Süddeutschen Illustratorenbund, Teilnahme an den Ausstellungen im Münchner Glaspalast und 1939 vertreten auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Dressler und Internet.
Katalog-Nr.: 4055
Limit: 700,00 €, Zuschlag: 700,00 €
Blick über einen Teich und Heidelandschaft auf das Crockern Tor, auch Parliament Rock genannt, welcher im Mittelalter als Tagungsort diente, darunter liegt der märchenhafte und sagenumwobene Wald Wistman's Wood, trefflich erfasst de Breanski in diesem als Postkartenmotiv verbreiteten Werk die Mystik des Ortes, welchen er passend dazu in dunstiges Abendlicht taucht, stilistisch zeigt sich der malerische Einfluss von de Breanskis Pariser Zeit, hierzu bemerkt die Kunsthistorikerin Janet Whitmore, der Maler habe unter dem Einfluss der französischen Belle Époque eine zunehmend symbolistische Behandlung seiner Landschaften verfolgt, wodurch er seinen zuvor verfolgten Naturalismus zu einer abstrakteren Komposition entwickelt habe, im Pinselstrich nahm er gleichzeitig impressionistische Einflüsse durch reduzierte Pinselführung auf, so kann das vorliegende, die mystische Landschaft des südenglischen Dartmoor präsentierende Werk auch als Weiterentwicklung des Malers weg von der primären Wiederholung nach den Motiven des gleichnamigen Vaters gedeutet werden, Öl auf Leinwand, Anfang 20. Jh., rechts unten signiert "A de Bréanski Jun.[ior]", rückseitig von Künstlerhand bezeichnet "Witman's Wood and Crockern Tor. Dartmoor" sowie nochmals signiert "A de Bréanski Jun.", Stempel des Malmittelherstellers "WINSOR & NEWTONS" aus London, auf dem Keilrahmen Etikett des Postkartenherstellers "RAPHAEL TUCK & SONS Ltd.", darauf in Tusche gleichlautend betitelt und künstlerbezeichnet, darauf auch verbürgte Copyrightrechte, Craquelure, Frühschwund und reinigungsbedürftig, Stuckrahmen mit Bestoßungen, Falzmaße ca. 41 x 61 cm. vgl. "DARTMOOR", Raphael Tuck & Sons Postcard No. 4018, Text: "Wistman's Wood and Crockern Tor. On the lovely Dart, I 3/4 miles N. of Two Bridges is Wistman's Wood, one of the few old groves of oaks that still linger on the Moor. Crockern Tor in the vicinity is where the "Tinners Parliament" was formerly attended by those who met by Royal Charter for the weighing and stamping of tin and the hoiding of monthly mining courts." Künstlerinfo: auch Breanski II., britischer Landschaftsmaler (1877 London bis 1957 Tonbridge), Sohn der Maler Alfred de Breanski (1852-1928) und Annie Roberts, malerische Ausbildung bei seinen Eltern und an der St. Martin’s School of Art, schloss während eines Frankreichaufenthalts in den 1890er Jahren Freundschaft zum amerikanischen Maler James McNeill Whistler, Breanski malte stilistisch oft ähnlich wie sein Vater, sein späteres Werk zeigt stilistische Einflüsse des Impressionismus, Ausstellungen an der Royal Academy und der Royal Society of British, Quelle: Janet Whitmore, Biographischer Abriss auf der Website von Rehs Galleries, Benezit und Handbook of Modern British Painting and Printmaking.
Katalog-Nr.: 4056
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 420,00 €
zwei Edelleute mit Pferden und Hunden in herbstlicher Landschaft, einen erlegten Hirsch betrachtend, gering pastose Genremalerei, Öl auf Holzplatte, um 1890, links unten signiert "H. Breling", rückseitig alte Nummer "2906", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 27 x 21 cm. Künstlerinfo: eigentlich Heinrich Christoph Gottlieb Breling, dt. Genre- und Historienmaler sowie Radierer (1849 Burgdorf/Kreis Hannover bis 1914 Fischerhude), ab 1854 Kindheit in Fischerhude, 1863–69 mit königlich-hannoveranischem Stipendium Kunststudium am Technikum Hannover bei Carl Oesterley, 1869 Eintritt in die preußische Armee und 1870/71 Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg, studierte ab 1872 an der Münchner Akademie bei Wilhelm von Diez, anschließend tätig in München, unternahm Studienreisen nach Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden, ab 1878 tätig für König Ludwig II., 1883 Ernennung zum königlichen Professor durch Ludwig II. und ab 1884 Hofmaler König Ludwigs II. von Bayern, schuf im Auftrag Ludwigs II. Wiedergaben der Schlösser Herrenchiemsee und Linderhof, ab 1885 tätig in München-Schleißheim, 1892 Übersiedlung nach Hannover und regelmäßige Aufenthalte in Fischerhude bei Bremen, Mitbegründer der Künstlerkolonie Fischerhude, unterhielt ab 1908 ein Atelier in der Bredenau (Ottersberg) bei Fischerhude, durch Eheschließung seiner Tochter Louise Schwiegervater von Otto Modersohn, beschickte unter anderem den Münchner Kunstverein, den Münchner Glaspalast, Berliner, Wiener und Düsseldorfer Kunstausstellungen, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", AKL, Müller-Singer, Boetticher, Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Schweers und Internet.
Katalog-Nr.: 4057
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 280,00 €
Rückenansicht dieser inzwischen ausgestorbenen Antilopenart, Öl auf Leinwand und auf Holztafel kaschiert, rechts oben datiert "6.9. (18)93", links unten monogrammiert "AB", gerahmt, geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 25 x 16 cm. Künstlerinfo: eigentlich Albert Heinrich Brendel, dt. Tiermaler und Graphiker (1827 Berlin bis 1895 Weimar), zunächst Schüler des Landschaftsmalers Wilhelm Schirmer, studierte an der Akademie Berlin, weitergebildet bei dem Marinemaler Wilhelm Krause, parallel Studium der Tiermalerei an der Tierarzneischule zu Berlin, 1851 Studienreise über Holland, die Normandie nach Paris, hier Schüler von Thomas Couture und des Landschafts- und Tiermalers Guiseppe Palizzi, 1852 Studienreise durch Italien und Sizilien, 1854–64 tätig in Paris, mit Sommeraufenthalten in Barbizon und Anschluss an die Malergruppe von Théodore Rousseau, Jean-François Millet und Constant Troyon im Wald von Fontainebleau, 1869–75 in Berlin ansässig, 1875 Übersiedlung nach Weimar und Berufung zum Professor an die Weimarer Kunstschule, 1882–85 deren Direktor, Ehrenmitglied der Berliner Akademie, tätig in Berlin, Barbizon und Weimar, Quelle: Thieme-Becker, Meyers Konversationslexikon und Internet.
Katalog-Nr.: 4058
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 550,00 €
weite sommerliche Landschaft des Böhmischen Mittelgebirges mit Blick von einer Anhöhe, vorbei an Laubbäumen und Bauernhäusern, in weite, von den Bergen des Erzgebirges begrenzte Landschaft mit dem Ort Teplice [dt.: Teplitz-Schönau] und seinem Schloss sowie rechts dem charakteristischen Doubravská hora [dt.: Daubersberg, auch Teplitzer Schlossberg], lasierende Landschaftsmalerei mit wenigen pastosen Partien, um 1850, unsigniert, laut Vorbesitzerangabe Gemälde von Johann Anton Castell, doubliert, Altersspuren, sehr schön im handversilberten Rahmen gefasst, Falzmaße ca. 58 x 84,5 cm. Künstlerinfo: Johann Anton Castelli, dt. Landschaftsmaler und Kopist (1810 Dresden bis 1867 Dresden), studierte 1827–28 an der Akademie Dresden, ab 1829 Weiterbildung bei Johan Christian Clausen Dahl in Dresden, unternahm Studienreisen durch Böhmen, das Salzkammergut (1831) und Tirol sowie nach Wien, beeinflusst von Caspar David Friedrich, beschickte die Dresdner Akademieausstellungen, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Schülerlisten der Dresdner Akademie, Boetticher, Bénézit und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4059
Limit: 1600,00 €, Zuschlag: 3800,00 €
um 1866 weilte Courbet, aus Frankfurt kommend, zunächst in Trouville-sur-Mer, wo er James McNeill Whistler begegnete und reiste nach Étretat an die Ärmelkanal-Küste der Normandie, hier traf er den jungen Claude Monet und schuf das Gemälde "Die Klippen von Étretat nach dem Sturm", auf dem er die berühmten Kreideklippen mit der markanten Felsformation "Porte d’Aval" verewigte und die er, wie Monet und andere Künstler, in der Folge immer wieder im Bild fest hielt, mehrere Varianten des Motivs von der Hand Courbets sind aus den Jahren 1866 bis 1870 bekannt, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe verwahrt das Gemälde von Gustave Courbet "Strand von Etretat", welches mit 1869 datiert ist und dem hier vorliegenden Gemälde sehr nahe kommt, unser Bild zeigt den Kreidefelsen bei stürmischer See mit an den Strand brechenden Wellen und zwei kleinen Segelbooten auf dem Meer, unter effektvoll bewölktem Abendhimmel, stimmungsvolle, gering pastose Malerei teils in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand, um 1869, links unten signiert "G. Courbet", rückseitig unscheinbare Annotation "Kuball", laut Hamburger Vorbesitzer stammt das Gemälde aus der Hamburger Familie Kuball, von der vier alte Dokumente dem Bild beigegeben sind, sekundär auf Pressspantafel aufgezogen, Altersspuren, im sehr schön passenden Impressionisten-Rahmen gefasst, Falzmaße ca 40 x 56 cm. Provenienz: Sammlung Hans Kuball Schloß Tralau Schleswig Holstein. Künstlerinfo: eigentlich Jean Désiré Gustave Courbet, frz. Maler und Lithograph (1819 Ornans bis 1877 La Tour de Peilz), ab 1837 Gymnasium in Besançon, hier künstlerische Förderung durch Pére Baud aus Ornans und Schüler der privaten Zeichenschule von Charles-Antoine Flajoulot, ab 1840 Studium der Rechtswissenschaften in Paris, parallel autodidaktische künstlerische Ausbildung im Louvre und gefördert von Carl von Steuben und Nicolas-Auguste Hesse, in den 1840ern erste Ausstellungen im Pariser Salon, 1844 gänzliche Hinwendung zur Malerei, hielt Kontakt zu Charles Baudelaire, Pierre-Joseph Proudhon und Max Buchon, Anfang der 1850er Jahre, gefördert von Alfred Bruyas, Errichtung des Pavillons du Réalisme, neben seiner provokanten Malerei war Courbet politisch aktiv und vertrat demokratische bzw. anarchistische Positionen, unternahm Studienreisen durch Deutschland, mit längeren Aufenthalten in Frankfurt am Main und München und nach Österreich (Wien), zeitweise in Trouville-sur-Mer, hier Freundschaft mit James Mc Neill Whistler, später in Étretat Bekanntschaft mit Claude Monet, befreundet mit Jean-Jacques Henner und Puvis de Chavannes, 1871 Mitglied des Stadtrats der Pariser Commune, verantwortete die Zerstörung der Colonne Vendôme, weshalb er nach der Zerschlagung der Commune 1872 zu sechs Monaten Gefängnis und 500 Francs Geldstrafe sowie 1875 zum Wiederaufbau der Säule für 335.000 Francs verurteilt wurde, floh nach Klinikaufenthalt in Neuilly-sur-Seine 1875 vor seinen Gläubigern in die Schweiz nach La Tour-de-Peilz am Genfersee und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre verschuldet im Exil, gilt als einer der Hauptvertreter der realistischen Malerei in Frankreich, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4060
Limit: 2000,00 €, Zuschlag: 4800,00 €
weiße und rosa Chrysanthemen vor dunklem Grund, war der Künstler vor allem durch seine Landschaften des Waldes von Fontainebleau und Genredarstellungen bekannt, malte er doch auch immer wieder bezaubernde Blumenstillleben, in denen es ihm weniger um genaue Darstellung der Natur, als vielmehr um den Wesensgehalt der Dinge ging, stimmungsvolle, pastose, impressionistische Stilllebenmalerei mit lockerem breiten Pinselduktus und effektvollem Licht, hierzu bemerkt Thieme-Becker begeistert "... Allein auf malerische Gegensätze und poetische Stimmungswerte ausgehend, kümmerte Diaz sich wenig um ein exaktes Naturstudium, so dass er jenes Witzwort eines zeitgenössischen Kritikers wohl rechtfertigte: „Il fait porter des oranges à ses pommiers [dt.: Er lässt seine Apfelbäume Orangen tragen.]“. ... [der Künstler weiß] durch rein malerische Mittel, Tonfeinheiten ... immer wieder aufs neue zu fesseln. ...", Öl auf Sperrholzplatte, 2. Hälfte 19. Jh., links unten undeutlich signiert "N. Diaz", gerahmt, Falzmaße ca. 53,5 x 51 cm. Künstlerinfo: auch Narcisse Díaz de la Peña oder Diaz de la Pena, spanischstämmiger frz. Maler, Porzellanmaler, Lithograph und Radierer (1807 Bordeaux bis 1876 Menton), einer der ersten Vertreter des Impressionismus, Kind spanischer Flüchtlinge, zunächst Kindheit in England, 1811 Tod des Vaters, anschließend Rückkehr der Mutter nach Bordeaux, später nach Montpellier, Lyon und schließlich nach Paris, 1817 Tod der Mutter, aufgewachsen bei einem protestantischen Pastor in Bellevue bei Paris, 1822 Lehrling zum Porzellanmaler in der Porzellanmanufaktur von Jules Claretie, hier Bekanntschaft mit Jules Dupré, Louis-Nicolas Cabat und Denis-August-Marie Raffet, 1830 Bekanntschaft mit Xavier Sigalon, in der Folge autodidaktische Weiterbildung im Pariser Louvre, hier vor allem beeinflusst durch die Malerei von Claude Lorrain, Antonio da Correggio, Jacob van Ruisdael und Aelbert Jacobszoon Cuyp, die er kopierte, beschickte ab 1831 den Pariser Salon, 1837 Anschluss an die Gruppe der Landschaftsmaler der "Schule von Barbizon", zunächst in großer Not lebend, bescherte ihm der Pariser Salon 1848 großen Erfolg, er konnte ab 1849 sogar unfertige Skizzen an begeisterte Sammler verkaufen, in der Folge stellte er wegen der großen Nachfrage und sich einstellenden Wohlstands kaum noch aus, er verkehrte mit Théodore Rousseau und Jean-François Millet, die er moralisch und finanziell unterstützte, unterhielt regelmäßigen Kontakt zu Eugène Delacroix, 1851 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, ab 1854 regelmäßige Aufenthalte an der Küste der Normandie, vor allem in Étretat, hier Freundschaft zu Gustave Courbet, beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung, anschließend Orientreise, um 1863 Bekanntschaft mit Pierre-Auguste Renoir im Wald von Fontainebleau, dem er in schwierigen Situationen beistand, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Bénézit und Internet.
Katalog-Nr.: 4061
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 900,00 €
in die Ferne blickender älterer Herr vor dunklem Grund, oben links betitelt "Wilh. Döring AE T. S. LXXX", Öl auf Leinwand, oben rechts signiert "Willi Döring MDCCCLXXX", geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 61 x 53 cm. Künstlerinfo: auch Doering oder Doring, dt. Portrait- und Historienmaler (1850 Berlin bis 1915 Berlin?), studierte 1879–81 an der Akademie Karlsruhe und 1881–89 Meisterschüler bei Ferdinand Keller, anschließend freischaffend in Karlsruhe, 1885 Mitinitiator und bis 1888 Lehrer an der Großherzoglichen Malerinnenschule Karlsruhe, 1889 Übersiedlung nach Berlin, beschickte 1884–92 die Berliner Akademieausstellungen, später die Große Berliner Kunstausstellung, Mitglied im Verein Berliner Künstler und der Berliner Sezession, tätig in Berlin-Grunewald, Quelle: Thieme-Becker, Dressler, Saur Bio-Bibliographisches Lexikon, Bénézit, Müller-Singer, Boetticher, Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie und Internet.
Katalog-Nr.: 4062
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 100,00 €
Darstellung Margaretes (Gretchens), auf einem Betstuhl kniend, neben zu Boden gefallenem Gebetsbuch in Klosterkirche, neben lesendem Mönch, gering pastose Historienmalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, unten auf dem Betstuhl signiert und datiert "François Du Mont 1879", rückseitig frz. betitelt, signiert und datiert "»Le Repentir de la Marguerite de Faust dans L´Eglise [dt.: Die Buße Margaretes aus Faust in der Kirche]« François Du Mont 1879", dazu weitere Etiketten und Annotationen auf dem Keilrahmen, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 56 x 80 cm. Künstlerinfo: auch Francois Dumont, belgisch-frz. Historien- und Genremaler (ca. 1850 bis ca. 1920), in den 1870er Jahren vertreten auf Kunstausstellungen in Gent und Antwerpen, beschickte 1884-85 den Pariser Salon, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Internet.
Katalog-Nr.: 4063
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 360,00 €
mit Kornhocken beladenes Pferdefuhrwerk auf abgeerntetem Feld am spätsommerlichen Dorfrand, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1900, rechts unten signiert "H. Earp Sen.", Altersspuren, sehr schön im Goldstuckrahmen mit breitem Goldinlay gerahmt, auf dem Inlay bezeichnet "H. Earp Senr.", Falzmaße ca. 25,5 x 36 cm. Künstlerinfo: eigentlich William Henry Earp genannt "Senior" bzw. "der Ältere", britischer Landschafts- und Genremaler (1831 bis 1914), Mitglied der alteingesessenen Malerfamilie Earp, tätig in Brighton, beschickte unter anderem das Royal Institute for Painters in Watercolour, die Royal Society of British Artists, die Walker Gallery Liverpool und die Manchester City Art Gallery, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Bénézit. "The dictionary of British Artists 1880–1940", Johnson I. und Internet.
Katalog-Nr.: 4064
Limit: 260,00 €, Zuschlag: 420,00 €
spätsommerlicher Waldweg mit Bauersfrau, eine Kuh führend, in gebirgiger Landschaft, hierzu schreibt Wikipedia "... Fritz Ebel hat vor allem Waldlandschaften der deutschen Mittelgebirge (Vogelsberg, Rhön, Spessart, Eifel, Harz) gemalt und wird deshalb als der "Maler des deutschen Waldes" bezeichnet. ..." pastose Malerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Fr. Ebel 8. Octb. 63 [Oktober 1863]", rückseitig auf dem Rahmen altes Rahmungsetikett Rotterdam, Altersspuren, im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 68 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich Carl Werner Ebel, dt. Landschaftsmaler (1835 Lauterbach/Hessen bis 1895 Düsseldorf), genannt "Maler des deutschen Waldes", zunächst Apothekerlehre und Tätigkeit als Apothekengehilfe in Osterode am Harz, 1855 Privatschüler des Malers August Lucas in Darmstadt, 1857-61 Studium an der Akademie Karlsruhe bei Johann Wilhelm Schirmer, ab 1862 freischaffend in Düsseldorf, hier Wohn- und Ateliergemeinschaft mit Eugen Bracht, Carl Harveng und August Kessler, unternahm Studienreisen ins bayerische Hochland, nach Tirol, Südfrankreich und Italien, beschickte ab 1864 die Berliner Akademieausstellungen sowie Kunstausstellungen in Düsseldorf, Karlsruhe, Wien und den Kunstverein Barmen, 1884 Beteiligung und Medaille zur Kristallpalastausstellung in London, 1862-95 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Mülfarth, Saur Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Kataloge der Berliner Akademieausstellungen und Internet.
Katalog-Nr.: 4065
Limit: 360,00 €, Zuschlag: 650,00 €
idyllische verschneite Winterlandschaft mit rodelnden Kindern und Bach mit Brücke, vor Häusern und Holländerwindmühle am Wasser, wohl Motiv aus Dordrecht mit der Maas, lasierende Malerei mit wenigen pastosen Effekten, Öl auf Leinwand, links unten undeutlich signiert wohl "G. v. Emmerik" und datiert "1853", das ist eventuell Govert van Emmerik (1808–1882), rückseitig auf dem Keilrahmen unleserliche verblichene Annotationen, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 41 x 52,5 cm. Künstlerinfo: niederländischer Marine- und Vedutenmaler (1808 Dordrecht bis 1882 Hamburg), Schüler von Petrus Johannes Schotel und Pieter Hofman in Dordrecht, 1846–52 in Leidschendam tätig, beschickte ab 1847 Ausstellungen in Den Haag und Amsterdam, 1861 Übersiedlung nach Hamburg, stellte hier ab 1862 aus, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Scheen, "Der neue Rump" und Internet.
Katalog-Nr.: 4066
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 300,00 €
romantischer Blick durch eine Felsenschlucht, auf eine majestätische Burg auf einem Hügel mit Kirche und Häusern, bei sommerlich bewölktem Himmel, im Vordergrund eine Bäuerin mit Kind, Öl auf Malkarton, seitlich Adelswappen, rückseitig aufgeklebt die Signatur (das Gemälde wurde eingekürzt), beigegeben Kopie der Rechnung 1959, Alterscraquelé, im Impressionistenrahmen mit durchbrochen gestalteten Eck- und Mittelkartuschen sowie durchscheinendem Bolus und Vergoldung, Stuck etwas rissig, Falzmaße ca. 42 x 31 cm.
Katalog-Nr.: 4067
Limit: 500,00 €, Zuschlag: 0,00 €
am Bach mit ihrem Nachwuchs liegende Ricke, in idyllischer felsiger Umgebung mit allerlei Wildwuchs, im Hintergrund, im Dunst und Wolken verschwindende Bergkette, zu der Bildauffassung schreibt Thieme-Becker: (nach Studienwanderungen wollte Gauermann als einer der Ersten) "...nicht mehr nur die durch „Staffage“ belebte Vedute malen, die noch seinem Vater als höchstes Kunstideal galt, sondern den lebendigen Naturausschnitt, in dem Landschaft, Mensch u. Tier zum einheitlichen, Kunstganzen verschmelzen sollten.", mit spitzem Pinsel detailreich ausgeführtes Gemälde mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Leinwand und alt doubliert, um 1830–40, links unten signiert "F. Gauermann", dezentes Craquelure und alt retuschiert, in breiter, tief gekehlter vergoldeter Leiste der Zeit gerahmt (mit leichten Erhaltungsmängeln), Falzmaße ca. 53 x 43 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich August Matthäus Gauermann, bedeutender österreichischer Maler, Zeichner und Graphiker (1807 Scheuchenstein/Miesenbach bis 1862 Wien), Sohn des Malers, Zeichners und Kupferstechers Jakob Gauermann (1772–1843), zunächst zum Kaufmann bestimmt, ab 1821 Schüler seines Vaters und seines Bruders Carl Gauermann (1804–1829), 1824–27 Schüler der Wiener Akademie bei Joseph Mössmer und Joseph Rebell, weitestgehend jedoch autodidaktische Ausbildung auf Wanderungen durch die Steiermark, Salzburg und Tirol, beeinflusst durch seine Künstlerfreunde Joseph Höger, Johann Fischbach, Joseph Feid und Anton Hansch, unternahm Studienreisen ins Salzkammergut, nach Dresden und München, ab 1836 Mitglied der Wiener Akademie, 1838 Reise nach Venedig, ab 1840 Mitglied des Münchner Kunstvereins, 1845 Ehrung mit dem Luxemburgischen Orden der Eichenkrone durch König Wilhelm II. der Niederlande, 1848 Ehrenbürger der Stadt Wien und ausgedehnte Studienreise nach Venedig, Padua, Verona, Mailand und Tirol, beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung, 1861 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, tätig in Wien und Miesenbach, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Andresen "Die deutschen Maler-Radirer ...", Wikipedia, Allgemeine Deutsche Biographie, Wurzbach, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4068
Limit: 15000,00 €, Zuschlag: 0,00 €
anlandende Segelbote am Steg vor Windmühle und altstädtischer Kulisse, ähnliche Motive werden vielfach als "alter Hafen in Rotterdam" bezeichnet, möglicherweise historische Ansicht des Delfshaven, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., links unten signiert "J. C. Gessnitzer", Craquelure, Leinwand rückseitig gewachst, alte Retuschen, restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 73 x 101 cm.
Katalog-Nr.: 4069
Limit: 420,00 €, Zuschlag: 420,00 €
breiter, zwischen Felsen zu Tal stürzender Fluss in herbstlicher Gebirgslandschaft, vor imposanter schneebedeckter Bergsilhouette, lasierende, partiell gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten undeutlich signiert "L. Haag", Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 42 x 58 cm.
Katalog-Nr.: 4070
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
beschauliches Dorf mit Kirche in flacher Landschaft und am Horizont die Berge der Alpen, idyllische Szenerie unter locker bewölktem Himmel, leicht pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Malkarton, Ende 19. Jh., rechts unten Ritzsignatur "Jos. Hahn", auf der Rückseite Etikett "Carl Anwander München", reinigungsbedürftig, gerahmt, Falzmaße ca. 13,5 x 26 cm. Künstlerinfo: auch Josef Hahn, dt. Landschaftsmaler (1839 München bis 1906 München), Jugend in Scheyern, studierte 1862-65 an der Akademie München bei Julius Taeter und Adolf Stademann, später tätig als Lehrer an der Kunstgewerblichen Fortbildungsschule München, beschickte ab 1871 den Münchner Glaspalast, die Berliner Akademieausstellung sowie die Großen Kunstausstellungen in Berlin und Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4071
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 80,00 €
frühlingshafter Blick durch einen Klostergang, auf ein kleines Dorf in den Alpen, Öl auf Leinwand, links unten signiert, rückseitig Besitzername Simmerlein, etwas Alterscraquelé, sonst guter altersgemäßer Zustand, in aufwendig gestaltetem Historismus-Goldstuckrahmen mit durchbrochen gestalteten Mittel- und Eckkartuschen, Falzmaße 31,5 x 24 cm. Künstlerinfo: dt.-amerikanischer Maler (1853 New York bis 1926 München), lernte zunächst bei seinem Vater Hermann Hartwich, der ebenfalls als Landschaftsmaler tätig war, 1877 ging er an die Münchner Akademie und lernte hier bei Wilhelm von Diez und Ludwig von Löfftz, ab 1880 arbeitete er allein, holte sich motivische Inspiration vor allem in der Natur, erlangte unter anderem durch seine bäuerlichen Szenen aus Südtirol und Oberitalien Bekanntheit, stellte unter anderem im Münchner Glaspalast, in Dresden, im Pariser Salon sowie auf der Großen Berliner Kunstausstellung und bei der Münchner Sezession aus, im Zuge dessen diverse Ehrungen und Medaillen, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Benezit und Matrikel der Akademie der Bildenden Künste München.
Katalog-Nr.: 4072
Limit: 360,00 €, Zuschlag: 600,00 €
weite Moorlandschaft mit Baumgruppe, im schwachen Licht des zu Ende gegangenen Tages, am Himmel der durch die Wolkendecke schimmernde Mond, Landschaftsmalerei mit wenigen gekonnten Lichtern und leicht pastosem Farbauftrag, Öl auf Leinwand und auf Karton kaschiert, am rechten Bildrand signiert und datiert "K. Heffner 1900", vorwiegend im Bereich der Bäume farbschwundrissig, Retuschen, hinter Glas in breiter Leiste gerahmt (geringe Altersspuren), Falzmaße ca. 28 x 75 cm. Künstlerinfo: auch Carl Heffner, dt. Landschaftsmaler (1849 Würzburg bis 1925 Berlin), studierte zunächst Musik in München und Anhänger Richard Wagners, parallel autodidaktische Hinwendung zur Malerei, Schüler von Johann Nepomuk Otto und Adolf Stademann, beeinflusst von Adolf Heinrich Lier und der Schule von Barbizon, unternahm ab Anfang der 1870er Jahre Studienreisen, unter anderem nach England und Italien, 1883 bis 1888 regelmäßige Winteraufenthalte in Rom, ab 1886 Ehrenmitglied der Münchner Akademie, 1887 Verleihung des Professorentitels durch den Prinzregent Luitpold von Bayern, 1889 in Florenz, ab 1894 in Dresden tätig, später in Freiburg im Breisgau und letztendlich in Berlin ansässig, Mitglied im Verein Berliner Künstler, fand seine Motive in Bayern, den Alpen, England, Holland, der römischen Campagna (Rom und Ostia), Florenz, der Eifel, später an der Ostsee bei Prerow und auf der Insel Rügen, beschickte Ausstellungen, unter anderem in Paris, Wien, München, Berlin und London, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Boetticher, Müller-Singer, Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Bosl "Bayerische Biographie" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 4073
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 420,00 €
südliche Sommerlandschaft mit Händlern und Passanten mit Vieh, auf der Landstraße am See vor imposanter Bergkulisse, lasierende, partiell gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1890, rechts unten signiert "F. Heine", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 42 x 68 cm.
Katalog-Nr.: 4074
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 100,00 €