Gemälde

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Nicolaes von Berchem, Ein Hirte mit seiner Herde

abendliche pastorale Landschaft, mit Hirten und seinen Ziegen und Schafen, vor felsiger Landschaft in der Dämmerung, fein lasierende Tiermalerei mit effektvollen Lichtern, hierzu bemerkt Thieme-Becker: "... aber schon bald wird die Darstellung von Hirtenszenen überwiegend, und hierin hat er eine große Meisterschaft erreicht, die schon von seinem Zeitgenossen Cornelis de Bie in Antwerpen 1661 gewürdigt wurde. ...", Öl auf Leinwand, unten ligiert signiert und datiert "NBerch mz 1679", rückseitig diverse alte, teils fragmentarische, unleserliche Etiketten und Annotationen, doubliert, Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 49 x 65,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Nicolaes Pietersz Berchem, niederländischer Maler, Zeichner und Grafiker (1620 Haarlem bis 1683 Amsterdam), Lehre bei seinem Vater, dem Stilllebenmaler Pieter Claesz, nachfolgend vermutlich Schüler bei Jan van Goyen, Pieter de Grebber und Jan Wils, 1642 Eintritt in die Sankt-Lukasgilde zu Haarlem, nach 1646 auch als Lehrer tätig, unternahm vermutlich einige Italienreisen, vor 1660 kurzzeitig in Amsterdam ansässig, ließ sich 1677 endgültig in Amsterdam nieder, Berchem zählt zu den bekanntesten Vertretern der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jh., Quelle: Thieme-Becker, AKL, Wikipedia und Internet.

Katalog-Nr.: 4002
Limit: 9600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Amalie zu Solms-Braunfels nach Anthonis van Dyck

Brustportrait einer herrschaftlich im schwarzen schillernden Seidenleid mit weißen Schleifen und Einsätzen gekleideten jungen Frau im Halbprofil, vor dunklem Grund, besonders auffallend sind die breiten Goldketten, die doppelreihige Perlenkette, der weit ausladende Spitzenkragen und die rote Tulpe im Haar, bei der Dargestellten handelt es sich um die Hofdame der Pfalzgräfin-Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz und ab 1625 Prinzessin von Oranien sowie Gräfin von Nassau Amalie zu Solms-Braunfels (1602 Braunfels bis 1675 den Haag), Anthonis van Dyck (1599–1641) fertigte mehrere Portraits der Gräfin in ähnlichen Posen, vorliegend leicht verkleinerte Kopie nach dem zwischen 1630 und 1632 entstandenen Original, welches heute im Kunsthistorischen Museum Wien verwahrt wird, Öl auf Leinwand, 19. Jh., unsigniert, Altersspuren, original im prächtigen, ca. 15 cm breiten Gründerzeitgoldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 80 x 64 cm.

Katalog-Nr.: 4004
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Joh. Hoffmann, Altmeisterliche Landschaft

Ansicht einer Burg auf einem Felsen, an dessen Fuß vorbei ein rauschender Fluss durch eine Steinbrücke fließt, im Vordergrund am Ufer Wäscherinnen und ein Junge mit Käscher neben einem anlandenden Boot, stimmungsvolle, zum Teil mit spitzem Pinsel ausgeführte altmeisterliche Landschaftsimpression, Öl auf Malkarton, wohl 18. Jh., rückseitig signiert oder bezeichnet "Joh. Hoffmann Hofmaler v. Ostheim", geringe Retuschen, Craquelure und etwas reinigungsbedürftig, in späterer, schöner Berliner Leiste, Kartonmaße ca. 22 x 33 cm.

Katalog-Nr.: 4007
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Anton Raphael Mengs, attr., Bildnis Ismael Mengs

Kopfbildnis eines älteren Mannes mit hoher Stirn, im weißen Hemd und dunkelrotem Samtrock mit Pelzbesatz vor graugrünlichem Grund, das Werksverzeichnis "Anton Raphael Mengs (1728–1779)" von Steffi Roettgen, Band 1, listet auf den Seiten 289–291 mehrere Gemälde auf, die unserem gleichen und das Motiv als Bildnis Ismael Mengs (1688–1765 [sic. – korrekt wäre 1764]) mit einer Entstehung um 1750 erwähnt, zugleich wird im Werksverzeichnis von mehreren bekannten, wohl eigenhändigen Kopien oder Kopien fremder Hand, teils aus dem Werkstatt- oder Familienkreis berichtet (Kopien beigegeben), fein lasierende, partiell etwas pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, doubliert, gerahmt, Falzmaße ca. 51,5 x 44,5 cm. Künstlerinfo: auch Antonio Rafael bzw. Raffaele Mengs, dt. Maler (1728 Aussig [Ústí nad Labem] in Böhmen bis 1779 Rom), Sohn und Schüler des sächsischen Hofmalers Ismael Mengs (1688–1764), 1741–44 mit seiner Schwester Theresa Concordia Maron und seinem Vater Studienaufenthalt in Rom, hier vor allem autodidaktisches Studium der Antiken und der alten Meister wie Raffael und Michelangelo Buonarroti, hier auch Schüler von Marco Benefial und Sebastiano Conca, 1744 Rückkehr nach Dresden, 1745 Ernennung zum sächsischen Hofmaler, 1746–49 erneut in Rom und Schüler der Akademie, hier Eheschließung mit der Römerin Margherita Guazzi, 1749 Rückkehr nach Dresden, 1751–61 Oberhofmaler des sächsischen Hofes unter Friedrich August II. und mit der Ausführung des Hauptaltargemäldes "Himmelfahrt Mariä" für die Katholische Hofkirche beauftragt, 1751 über Venedig und Florenz Rückkehr nach Rom, 1752 Mitglied und 1754 Direktor der Accademia di San Luca, 1755 Ernennung durch Papst Clemens XIII. zum "Cavaliere di speron d’oro [Ritter des Ordens vom Goldenen Sporn]", 1759 Reise nach Neapel, hier entstanden Portraits der Familie und des Königs beider Sizilien, gefördert vom spanischen Diplomaten und Kunstmäzen José Nicolás de Azara, 1761–77 Berufung als Hofmaler an den spanischen Königshof nach Madrid zur Ausmalung des königlichen Palastes, 1769 Beurlaubung wegen gesundheitlicher Probleme und bis 1771 in Florenz und dann bis 1774 in Rom, hier tätig für den Vatikan und Ausmalung der Camera dei Papiri, 1774–76 erneut in Madrid und Förderung des Malers Francisco de Goya, 1777 wieder in Rom, Mitglied der Akademien Venedig, Augsburg, Bologna, Florenz, Rom, Genua und Madrid, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Steffi Röttgen "Winckelmann, Mengs und die deutsche Kunst." und Internet.

Katalog-Nr.: 4009
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Mathys Schoevaerdts, Gesellschaft vor antiken Ruinen

buntes Treiben am Brunnen vor antikem, vegetativ überwuchertem Triumphbogen mit Reitern, Planwagen, Wanderern und Rastenden in sommerlicher mediterraner Landschaft mit weitem Blick auf nebelverhangene Berge, vielfigürliche, partiell dünn lasierende Genremalerei, Öl auf Holzplatte, rechts unten signiert "M. SCHOEVAERDTS F.", Altersspuren, im prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 33 x 46 cm. Künstlerinfo: bekannt auch unter den Namensvarianten: Mathies, Marten, Michael, Martin oder Mathijs Schoevaerdts, Mathijs Schoevaerts, Mathys Schoevaerts, Matthijs Schoevaerts, Mathias Schoevaert, Mathieu Schoevaerdts, Mathieu Schoewaerdts, flämischer Maler, Zeichner und Kupferstecher (1664 Brüssel bis zwischen 1702 und 1712), ab 1682 Lehre beim Landschaftsmaler Adriaen Frans Boudewijns in Brüssel, beeinflusst zunächst von der Malerei seines Lehrmeisters und Jan Brueghels des Älteren (1568–1625), später von den in Rom lebenden flämischen Malern den "Bamboccianti", 1690 Meister der Brüsseler Lukasgilde und 1692–96 deren Dekan, zeitweise Aufenthalt in der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande und in Paris, versah teilweise die Gemälde von Jaques d‘Arthois und Adriaen Frans Boudewijns mit Figuren, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Nagler, Christiaan Kramm & Johannes Immerzeel Jr. "De levens en werken der Hollandsche en Vlaamsche kunstschilders, beeldhouwers, graveurs en bouwmeesters, ...", Müller-Singer und Internet. Weiterführende Informationen zum Motiv: Die englische Wikipedia schreibt hierzu "... Schoevaerdts ist bekannt für seine Landschaftsmalerei und Genreszenen. Seine Landschaften sind reich an Anekdoten und zeigen fein gemalte Szenen von Bauern auf Reisen, auf See oder bei Jahrmärkten. ... Typisch für all diese Landschaftsdarstellungen ist das idyllische Gefühl von Glück und zeigt die kleinen Figuren in anekdotischen, detailreichen Posen vor dem Hintergrund einer ansprechenden Landschaft oder von Gebäuden. ... Später geriet Schoevaerdts unter den Einfluss der in Rom tätigen niederländischen und flämischen Künstler, bekannt als die Bamboccianti. Er begann daraufhin, Landschaften mit italienischen Häfen und Ruinen zu malen [ohne je in Italien gewesen zu sein]. Die fantasievoll gestalteten Ruinen und Gebäude dieser Landschaften waren oft mit Laubwerk verziert, was ihren Verfall betonte. Diese italienischen Landschaften offenbarten eine zunehmende Tiefe und Feinheit im Farbauftrag. Er malte mit einer hellen, klaren Palette und viele seiner Landschaften zeigen einen stimmungsvollen Sonnenuntergang oder nebelverhangene blaue Berge in der Ferne. ... Schoevaerdts' Landschaften stellten zumeist imaginäre Ansichten dar. ..."

Katalog-Nr.: 4014
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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"Abraham und die Engel"

das Bild schildert die biblische Begebenheit aus der Genesis [18,1–15] und berichtet von Abraham, einem der mythischen Erzväter des Volkes Israel der, hier kniend in königlicher Robe und abweichend vom Bibeltext, vor einem festen Haus mit Säulen dargestellt ist – „Abraham saß an seinem Zelt, als drei Engel zu ihm kamen. Er begrüßte sie herzlich und bot ihnen Gastfreundschaft an, bereitete ihnen Speise und Wasser. Während des Mahls verkündeten die Engel, dass Sarah, Abrahams Frau, trotz ihres hohen Alters einen Sohn gebären werde. Sarah, die in der Nähe lauschte, lachte ungläubig über die Nachricht. Die Engel versicherten Abraham, dass nichts für Gott unmöglich sei, und bestätigten, dass seine Nachkommenschaft zahlreich wie die Sterne des Himmels sein werde. ...", im Hintergrund ist die ungläubig lächelnde Sarah zu sehen, im Vordergrund liegt eine Messingschüssel nebst Handtuch für die von Abraham angebotene Fußwaschung der Gäste und im Mittelgrund haben sich die drei Engel zum Mahl an einen gedeckten Tisch in weiter sommerlicher Landschaft niedergelassen, lasierende, partiell gering pastose religiöse Genremalerei des Barock, Öl auf Holzplatte, wohl 1. Hälfte 17. Jh., unsigniert, rückseitig undeutbare alte Annotationen und Spuren einer ehemaligen Parkettierung, die nun einer Rissarmierung mittels Holzstücken gewichen ist, ein nahezu identisches Gemälde "Abraham und die Engel" wird dem flämischen Barockmaler Antoon [Anthonis] Sallaert (1594–1650) zugeschrieben, rückseitig Katalogauszug und Etikett des Auktionshauses Lempertz, welches das Gemälde in seiner Auktion am 15.05.2010 an Thomas Willeboirts, genannt Bosschaert (1613 oder 1614 Bergen op Zoom bis 1654 Antwerpen) zuschrieb, rückseitig (etwas links und unterhalb der Mitte in einem etwas helleren Bereich) will der Vorbesitzer Reste eines alten Brandzeichens der Antwerpener Maltafelmacher erkannt haben (vergleiche beigefügte Kopien), Altersspuren, im alten handgeschnitzten Barockrahmen gefasst, Falzmaße ca. 75 x 106 cm.

Katalog-Nr.: 4019
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Religiöse Szene

Maria mit dem Jesuskind sowie zwei Frauen mit Stoffbinde und Krug, vermutlich Szene nach der Beschneidung, Öl auf Leinwand und doubliert, 17.–18. Jh., leichte Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 44,5 x 57,5 cm.

Katalog-Nr.: 4021
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Ecce Homo

Bildnis des nach oben blickenden Jesus mit Dornenkrone, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Malerei mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Holztafel (in Zweitverwendung), wohl 19. Jh., geringe Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 22 x 18 cm.

Katalog-Nr.: 4023
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Memento Mori – Die Vergänglichkeit des Reichtums

Kaufmannskontor mit einem armen Mann und einem reichen Bankier, mit Geldsäcken auf einem Tresen, entsetzt blicken die beiden Männer auf den Tod in Gestalt eines Gerippes, welches einen Sack mit Goldstücken und mit ihm die Insignien der weltlichen Macht (Königskrone, Zepter, Reichsschwert und Reichsapfel), der kirchlichen Macht (Bischofs-Mitra, Krummstab und Papst-Tiara), aber auch der weltlichen Eitelkeiten in Gestalt einer Laute zu Boden fallen lässt, in der Darstellung als Überschrift bezeichnet "Las dich das Zeitlich nicht verführen damit du das Ewig nicht Must verlieren", über dem armen Mann "Du bist zwar arm an Gut und Gelt – Gedult – Gott wird dich belohnen in Jener Welt" und über dem Reichen "Du geizig Reicher und hochmüttiger Nar dein Buß nicht in das alter Sparr", etwas naive pastose Totentanz-Malerei, Öl auf gesperrter Weichholztafel, wohl 16. Jh., unsigniert, das Gemälde war 2022 Bestandteil der Sonderausstellung „Pest – Eine Seuche verändert die Welt“ in Wittenberg, Altersspuren, original auf der Holzplatte applizierte schwarze Rahmungsleisten, Maße ca. 68,5 x 77 cm.

Katalog-Nr.: 4028
Limit: 6000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Dame mit zwei Herren beim Tric-Trac-Spiel

dämmrige Interieurszene mit Frau und Mann in der Mode des Barock, mit Würfelbechern und Tric-Trac-Spiel (Backgammon) am Tisch sitzend, einen herbeitretenden Jäger mit Flinte und Pulvertasche, die Aufmerksamkeit schenkend, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, wohl 2. Hälfte 18. Jh., unsigniert, doubliert, rückseitig auf der Leinwand und dem Keilrahmen undeutlich gestempelt und teils getilgte alte fragmentarische Etiketten auf dem Keilrahmen, hier unter anderem undeutlich lesbar "Das Bild könnte eine ... Arbeit von Martin Ferdinand Quadal sein, wenn es nicht ... französisch ist.", Erhaltungsmängel, im schönen Goldstuckrahmen in Zweitverwendung mit geweitetem Falz gefasst, Falzmaße ca. 91 x 105 cm.

Katalog-Nr.: 4031
Limit: 1500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Segelschiffe an der Küste

gebirgige Küstenszene mit anlandendem Segelschiff, vor festungsartiger Stadt am Meer vor steil aufragender Bergkulisse, unter effektvoll bewölktem Himmel, im Vordergrund bergen Fischer ihren Fang, fein lasierende Malerei, Öl auf Holzplatte, wohl 18. Jh. unsigniert, rückseitig kleines, unbestimmbares rotes Wachssiegel und nummeriert "... 33", Altersspuren, im Ochsenaugenrahmen gefasst, Falzmaße ca. 38,5 x 60,5 cm.

Katalog-Nr.: 4035
Limit: 1500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bildnis des Grafen zu Löwenstein

Kopie nach dem Original von Hans Baldung Grien, welches sich heute in den Uffizien in Florenz befindet, dieses gemalt um 1513, Öl auf Kupferplatte mit starkem künstlichen Craquelé, um 1900, nach dem Original signiert, in schlichter gebeizter Holzleiste, normale Altersspuren, Falzmaße ca. 15 x 11 cm.

Katalog-Nr.: 4037
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Adliger in Rüstung

Brustbildnis eines Mannes in mittleren Jahren im aufwendigen, partiell gravierten und vergoldeten Plattenharnisch im Halbprofil, vor dunklem Grund, gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand und schmalen Spannrahmen, um 1600, unsigniert, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 61,5 x 51 cm.

Katalog-Nr.: 4040
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Barocke Heilgenszene

Halbfigurenbildnis des Heiligen Christopherus mit freiem Oberkörper, vom Jesusknaben flankiert, gering pastose, dunkeltonige Malerei über rotem Bolus, Öl auf Leinwand und neuerem Keilrahmen, wohl 17. Jh., unsigniert, doubliert, Altersspuren, Maße ca. 74,5 x 57,5 cm.

Katalog-Nr.: 4044
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Italienische Landschaft

idealisierte mediterrane Landschaftsimpression im altmeisterlichen Stil, das Motiv zeigt eingängig die Abhängigkeit der Menschen vom Fluss als Lebensader, ihr Leben wird durch diesen bestimmt, er dient als Nahrungsquelle, man wäscht an ihm die Wäsche, Bauwerke sind nach dem Uferverlauf angeordnet, breiter, pastoser Pinselduktus, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, restauriert, Craquelure, doubliert und auf neueren Keilrahmen gespannt, Rahmen neuzeitlich, Falzmaße ca. 63,5 x 73,5 cm.

Katalog-Nr.: 4046
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Mondnacht am Meer

aus einer Wolkenlücke und zwischen zwei Segelbooten scheinender Mond mit lebhaftem Lichtspiel auf dem Wasser, im Hintergrund die Umrisse einer Windmühle, mit sicherem Strich angelegtes Nachtstück, Öl auf Holztafel, wohl 17. Jh. auf der Rückseite, verschiedene Klebezettel mit einer Zuschreibung an "Art v. d. Neer", gerahmt, Falzmaße ca. 16,5 x 19 cm.

Katalog-Nr.: 4047
Limit: 650,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Barockes Blumenstillleben

üppiges Blumenarrangement aus Tulpen, Rosen, Mohn und anderen Blüten in kelchförmiger Vase auf Tischplatte, vor dämmriger Sommerlandschaft, neben irdener Schale und chinesischen Teeschalen, qualitätvolle, gering pastose barocke Stilllebenmalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, alt doubliert, Altersspuren, im späteren prächtigen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 100 x 81 cm.

Katalog-Nr.: 4048
Limit: 3600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Thomas Barker of Bath, attr., Auf der Dorfstraße

poesievolle sommerliche, ländliche Szene mit Wirt und Bierkutscher, beim Plausch vorm Wirtshaus sowie Reisigsammler mit Hund auf der Landstraße, vor Dorfkulisse mit Windmühle, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, 1. Hälfte 19. Jh., links unten undeutlich signiert "Barker pinx.", rückseitig auf dem Keilrahmen neuzeitliches Etikett "Thomas Barcker England [sic.]", laut Vorbesitzerangabe wohl Thomas Barker of Bath, Erhaltungsmängel, gerahmt, Falzmaße ca. 46 x 61,5 cm. Künstlerinfo: genannt Thomas Barker of Bath, englischer Genremaler, Zeichner und Lithograph (1767 oder 1769 Trosant bei Pontypool/Monmouthshire bis 1847 Bath), Sohn und Schüler des Tiermalers Benjamin Barker (gestorben 1793), künstlerisch weitestgehend Autodidakt, Bruder des Landschaftsmalers Benjamin Barker (1776–1838), früh wurde sein Talent durch den Auktionator und Wagenbauer Charles Spackmann entdeckt, welcher Barker als Lehrling einstellte und ihn zum Kopieren holländischer Meister wie Meindert Hobbema und britischer Meister wie Thomas Gainsborough und Richard Wilson ermunterte, in der Folge schuf er Bildkompositionen in Rückgriff auf diese drei Künstler, mit Spackmanns Unterstützung 1790–93 Studienreise nach Italien, ab 1793 wieder als Genremaler in England, beschickte 1791–1829 die Ausstellungen der Royal Academy of Arts, vier seiner Söhne wurden ebenfalls Maler und ahmten seine Arbeiten nach, tätig in Bath, Quelle: AKL und Internet.

Katalog-Nr.: 4050
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Edmund Berninger, Straßenszene in Kairo

geschäftiges Treiben mit Marktständen und Kamelreitern vor orientalischer Stadtkulisse, mit dem Minarett einer Moschee, im hellen Sonnenlicht, hierzu schreibt Thieme-Becker: „... Seine vielseitige artistische Ausbeute [seiner Orientreisen] verarbeitete er zu reich staffierten Landschafts- und Architekturbildern, welche alle im Zauber des vollen Sonnenlichtes, das farbenprächtige Leben des Orient abspiegeln. ...“, lasierende, teils gering pastose Malerei, Öl auf Leinwand, um 1890, links unten ortsbezeichnet "Cairo" und rechts unten signiert "E. Berninger", Altersspuren, im Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 48 x 63 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Architekturmaler, Orientalist und Illustrator (1843 Arnstadt bis 1919 München?), zunächst als Pharmazeut tätig, studierte 1870–74 bei Theodor Hagen an der Kunstschule Weimar, seit 1874 in München ansässig, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach England, Holland, Italien, Frankreich, Algier, Ägypten, Palästina, Griechenland und Konstantinopel, 1903–04 Parisaufenthalt, anschließend wieder in München, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon" und Internet.

Katalog-Nr.: 4054
Limit: 4000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Ferdinand Feldhütter, attr., Burg im Gebirge

romantischer Blick durch eine Felsenschlucht, auf eine majestätische Burg auf einem Hügel mit Kirche und Häusern, bei sommerlich bewölktem Himmel, im Vordergrund eine Bäuerin mit Kind, Öl auf Malkarton, seitlich Adelswappen, rückseitig aufgeklebt die Signatur (das Gemälde wurde eingekürzt), beigegeben Kopie der Rechnung 1959, Alterscraquelé, im Impressionistenrahmen mit durchbrochen gestalteten Eck- und Mittelkartuschen sowie durchscheinendem Bolus und Vergoldung, Stuck etwas rissig, Falzmaße ca. 42 x 31 cm.

Katalog-Nr.: 4067
Limit: 500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Friedrich Gauermann "Ricke und Rehkitz"

am Bach mit ihrem Nachwuchs liegende Ricke, in idyllischer felsiger Umgebung mit allerlei Wildwuchs, im Hintergrund, im Dunst und Wolken verschwindende Bergkette, zu der Bildauffassung schreibt Thieme-Becker: (nach Studienwanderungen wollte Gauermann als einer der Ersten) "...nicht mehr nur die durch „Staffage“ belebte Vedute malen, die noch seinem Vater als höchstes Kunstideal galt, sondern den lebendigen Naturausschnitt, in dem Landschaft, Mensch u. Tier zum einheitlichen, Kunstganzen verschmelzen sollten.", mit spitzem Pinsel detailreich ausgeführtes Gemälde mit gekonnter Behandlung des Lichts, Öl auf Leinwand und alt doubliert, um 1830–40, links unten signiert "F. Gauermann", dezentes Craquelure und alt retuschiert, in breiter, tief gekehlter vergoldeter Leiste der Zeit gerahmt (mit leichten Erhaltungsmängeln), Falzmaße ca. 53 x 43 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich August Matthäus Gauermann, bedeutender österreichischer Maler, Zeichner und Graphiker (1807 Scheuchenstein/Miesenbach bis 1862 Wien), Sohn des Malers, Zeichners und Kupferstechers Jakob Gauermann (1772–1843), zunächst zum Kaufmann bestimmt, ab 1821 Schüler seines Vaters und seines Bruders Carl Gauermann (1804–1829), 1824–27 Schüler der Wiener Akademie bei Joseph Mössmer und Joseph Rebell, weitestgehend jedoch autodidaktische Ausbildung auf Wanderungen durch die Steiermark, Salzburg und Tirol, beeinflusst durch seine Künstlerfreunde Joseph Höger, Johann Fischbach, Joseph Feid und Anton Hansch, unternahm Studienreisen ins Salzkammergut, nach Dresden und München, ab 1836 Mitglied der Wiener Akademie, 1838 Reise nach Venedig, ab 1840 Mitglied des Münchner Kunstvereins, 1845 Ehrung mit dem Luxemburgischen Orden der Eichenkrone durch König Wilhelm II. der Niederlande, 1848 Ehrenbürger der Stadt Wien und ausgedehnte Studienreise nach Venedig, Padua, Verona, Mailand und Tirol, beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung, 1861 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, tätig in Wien und Miesenbach, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Andresen "Die deutschen Maler-Radirer ...", Wikipedia, Allgemeine Deutsche Biographie, Wurzbach, Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4068
Limit: 15000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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L. Haag, Hochgebirgslandschaft

breiter, zwischen Felsen zu Tal stürzender Fluss in herbstlicher Gebirgslandschaft, vor imposanter schneebedeckter Bergsilhouette, lasierende, partiell gering pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., rechts unten undeutlich signiert "L. Haag", Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 42 x 58 cm.

Katalog-Nr.: 4070
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Johann Julius Heinsius, attr., Damenportrait

klassizistisches Brustbildnis einer auf einem Fauteuil sitzenden Frau mittleren Alters, im mit Spitzen und Perlen besetzten freizügigen Kleid im Halbprofil, mit Diadem im Haar und einen Brief in der Hand haltend, lasierende Portraitmalerei mit wenigen pastosen Partien, Öl auf Leinwand, Ende 18. Jh., links oben signiert "Heinsius pinxit.", die beiden gleich signierenden Brüder Johann Ernst Heinsius und Johann Julius Heinsius werden in ihren Werken oft verwechselt, allerdings schreibt Walther Scheidig "H. [Johann Julius Heinsius] scheint seine Bildnisse stets auf der Vorderseite zu signieren, meist auch zu datieren. Er signiert ... in der Spätzeit „heinsius“ mit Minuskel-h.", doubliert, Altersspuren, schön im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 65 x 54,5 cm. Künstlerinfo: nannte sich in Frankreich auch Jean Jules Heinsius, dt. Portrait- und Miniaturmaler (1740 Hildburghausen bis 1812 Orléans), jüngerer Bruder des Malers Johann Ernst Heinsius (1731–1794), begleitete 1752 seinen Vater, den Maler Johann Christian Heintz, in die Niederlande, 1767 Mitglied der „Confrérie“ in Den Haag, bis 1779 wechselnde Aufenthalte in Utrecht, Lille, Douai und Rouen, ab 1779 in Paris ansässig und zum "premier peintre de Mesdames [dt.: Erster Maler der Damen]" der Töchter König Ludwig XV. ernannt, nach Ausbruch der Französischen Revolution 1789 Übersiedlung nach Orléans, später zur Kaiserzeit unter Napoleon Bonaparte zeitweise wieder in Paris tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Walther Scheidig in "Deutsche Biographie", Bénezit, Nagler und Internet.

Katalog-Nr.: 4075
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Oscar Herschend, "Sumpflandschaft"

kahle Bäume am Ufer eines Tümpels in abendlicher, stark bewölkter Herbstlandschaft im Dämmerlicht, stimmungsvolle, gering pastose Landschaftsmalerei in zurückhaltender Farbigkeit, Öl auf Mahagoniholzplatte, rechts unten signiert und datiert "O. Herschend 1882", rückseitig aufgeheftete neuzeitliche Info zum Gemälde, Craquelure, restauriert, im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 36 x 47 cm. Künstlerinfo: auch Oskar Herschend, dänischer Maler (1853 Landsitz Herschendsgave bei Skanderborg bis 1891 Landsitz Herschendsgave bei Skanderborg), zunächst Lehre zum Maurer, studierte 1870-74 Architektur an der Akademie Kopenhagen, wandte sich dann jedoch zur Landschafts- und Marinemalerei, Studienaufenthalte in Göteborg, Uddevalla und Paris, beschickte 1880-88 die Ausstellungen auf Schloss Charlottenborg in Kopenhagen und 1883-88 vertreten auf der Nordischen Kunstausstellung in Kopenhagen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Weilbach, Karl Madsen "Skagens Malere", Laura Jacobsen "Søllerød, gesehen mit dem Auge eines Malers" und Internet.

Katalog-Nr.: 4078
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Ittenbach, attr., Studie zu "Madonna mit dem Buche"

Kopfbildnis eines nackten Kleinkindes mit andächtig zum Himmel erhobenem Blick, fein lasierende, partiell gering pastose Malerei in kühler Farbigkeit, Öl auf Karton, 19. Jh., unsigniert, rückseitig neuzeitliche Zuschreibung in Blei "Studie v. Ittenbach", Franz von Ittenbach (1813 Königswinter bis 1879 Düsseldorf) schuf um 1840 das Gemälde "Mater Admirabilis" einer sitzenden Madonna mit dem Jesuskind, ein Buch in der Hand haltend, vor Landschaft, welches heute in der Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf verwahrt wird, eine Vorzeichnung Ittenbachs hierzu kam als "Madonna mit dem Buche" um 1870/71 im Mai 2004 bei Lempertz zur Versteigerung, vorliegend möglicherweise Vorstudie Ittenbachs zum Motiv des Jesuskindes, hier im Unterschied zur fertigen Arbeit ohne blondes Haar, Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 24 x 19 cm.

Katalog-Nr.: 4079
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Wie funktioniert eine Auktion