elf Blatt, teils vielfigürliche, großformatige Radierungen in verschiedenen Farbtönen auf unterschiedlichen Papieren, 1910–20, meist unter der Darstellung in Blei signiert "A. Vollmar", einige Blätter etwas fleckig, Darstellungsmaße max. ca. 28 x 49 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1893 Nagold bis 1980 Leutkirch im Allgäu), ab 1914 Kriegsfreiwilliger im 1. Weltkrieg, nach Verwundung Teilamputation des linken Arms und Schädigung des Gehörs, Studium an den Akademie in Stuttgart und München, 1937 Teilnahme an der Großen Deutschen Kunstausstellung in München, 1942 aus Furcht vor Bombenangriffen Umzug ins Allgäu, Kontakt zu dem neusachlichen Maler Hermann Tiebert, nach Ende des 2. Weltkriegs zahlreiche baugebundene Arbeiten und Mitarbeit am Konradsblatt der Erzdiözese Freiburg, 1949 Herausgabe des Führers „Das Münster von Ulm“. Quelle: Thieme-Becker, Zimmermann – Expressiver Realismus: Malerei der verschollenen Generation und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3667
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Blatt eins von insgesamt zwei Lithographien zu dem Gedicht "Brautnacht" von Johann Wolfgang von Goethe, Kreidelithographie auf dünnem Japanpapier, 1926, rechts unten in Blei signiert "K. Walser", außerhalb der Darstellung minimal fleckig, wellig, unter Passepartout montiert, Darstellungsmaße ca. 23 x 18,5 cm, Blattmaße ca. 26 x 25 cm. Künstlerinfo: schweizerischer Maler, Graphiker, Illustrator des Symbolismus (1877 Biel bis 1943 Bern), Bruder des Schriftstellers Robert Walser, Lehre als Bauzeichner, 1894–96 in Stuttgart Lehre als Dekorationsmaler und Besuch der Kunstschule, Studium an der Kunstgewerbeschule Straßburg, ab 1898 Freundschaft mit Marcus Behmer, ab 1901 in Berlin und Zusammenarbeit mit dem Verlag von Bruno Cassirer, Mitglied der Berliner Sezession und Freundschaft mit Max Slevogt, Lovis Corinth und Max Liebermann, ab 1903 Zusammenarbeit mit Max Reinhardt, 1908 Studienreise nach Japan, 1917–21 in der Schweiz ansässig, Vorstandsmitglied der Freien Sezession und Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, ab 1927 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, 1905–43 schuf er 32 Wandgemälde, u. a. für die Villa von Walter Rathenau, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3668
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Torero zu Pferd im Kampf mit einem Stier, kraftvolle Radierung mit lebhaftem Plattenton, um 1910-20, unter der Darstellung in Blei rechts undeutlich signiert "Delin", sowie links nummeriert "3/50", leicht gebräunt, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 26,5 x 20,5 cm.
Katalog-Nr.: 3671
Limit: 50,00 €, Zuschlag: 0,00 €
an eine Collage erinnerndes Arrangement auf grünem Grund, Farbaquatintaradierung auf Velin, um 1980, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Friedländer" und links nummeriert "71/95", an der unteren linken Blattkante Prägestempel "manus presse", gebräunt und etwas fleckig, ansprechend unter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 52 x 48,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Gotthard Johnny Friedländer, dt. Maler und Graphiker (1912 Pless in Oberschlesien bis 1992 Paris), studierte 1928–30 an der staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau bei Otto Mueller und Carlo Mense, 1930 Übersiedlung nach Dresden, 1933 KZ-Haft, steht danach unter Beobachtung, 1935 Emigration in die Tschechoslowakei, ab 1937 in Paris, 1939–43 im frz. Internierungslager, ab 1945 wieder in Paris, erhielt zahlreiche nationale und Internationale Auszeichnungen, Quelle: Vollmer, Wikipedia und Internet.
Katalog-Nr.: 3679
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €
wie auf das Papier gestreut wirkende Farbflächen, Blatt aus dem Zyklus "Á Poémes Rompus" (Zerbrochene Gedichte), siehe Werksverzeichnis Ginestet/Pouillon APP 32, Farbaquatinta auf feinem Bütten, teils mit Schöpfrand, Mitte 20. Jh., unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Jaques Villon" und links nummeriert "VI/VI", minimalst braunfleckig, hinter Glas in historischer Leiste gerahmt (Altersspuren), Darstellungsmaße ca. 13,7 x 11,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Gaston Èmile Duchamp, franz. Maler und Graphiker (1875 Damville bis 1963 Puteaux bei Paris), Bruder der Künstler Raymond Duchamp-Villon, Suzanne Duchamp und Marcel Duchamp, Studium der Rechtswissenschaften und kurzzeitig als Notar tätig, ab 1894 Studium an der Ècole nationale supérieure des beaux-arts in Paris und 1894–1906 als Karikaturist für mehrere Pariser Zeitschriften tätig sowie Plakatentwerfer, 1899 bis 1909 druckte er bei Eugéne Delâtre ca. 60 Farbaquatintaradierungen, Umzug nach Puteaux, ab 1912 Mitglied der Künstlergruppe Section d´Or, 1913 Teilnahme an der Armory Show in New York, 1919 erste ungegenständliche Bilder, ab den 1940er Jahren Beschäftigung mit der Buchillustration, 1950 Verleihung des Carnegie-Preises in Pittsburgh, 1956 Großer Preis der Biennale in Venedig, Teilnahme an der documenta I und II sowie posthum an der documenta III, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Bénézit und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3695
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 0,00 €