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Katalog-Nr. 3659

Daniel Marot I., "Venitque Salutifer Urbi"

anlandende Segelschiffe, von den Einheimischen am Strand mit Opferfeuern freudig begrüßt, am Mast des Schiffes weht eine Fahne mit der lateinischen Aufschrift "Venitque Salutifer Urbi [dt.: Und er kam in die Stadt Salus]", unter der Szene erläuternder lateinischer Text "Romanis Medicus, sole Indice, qui datus anguis" und rechts "Ille novo et Gallis auspice sole datur", die Darstellung bezieht sich auf das 15. Buch der Metamorphosen des Ovid (43 v. Chr. bis 17 n. Chr.) und hier speziell auf Vers 744, welcher die Ankunft des Arztes Asklepios in Gestalt einer Schlange zur Beendigung einer Epidemie in Rom erzählt, seltene Radierung mit Kupferstich auf kräftigem Bütten mit Wasserzeichen in Gestalt eines Fisches, kontrastreicher Abzug, rechts unter der Darstellung signiert "D. Marot Inue. et sculp.", Blatt alt auf die Darstellung beschnitten, geringe Altersspuren, ungerahmt, Blattmaße ca. 25 x 39 cm. Künstlerinfo: frz. Innenarchitekt, Entwerfer und Kupferstecher (ca. 1663 Paris bis 1752 Den Haag), entstammte einer Hugenottenfamilie, Sohn und Schüler von Jean Marot (1620–1679), Schüler von Jean Le Pautre, 1685, nach dem Erlass des Edikts von Fontainebleau, Flucht aus Frankreich nach Den Haag in den Niederlanden, erhält 1687 ein 15-jähriges Patent zur Herstellung von Kupferstichen, Anstellung beim niederländischen Statthalter und späteren englischen König Wilhelm III., 1694 Heirat mit Catharina Maria Golé in Amsterdam, 1695–96 Übersiedlung nach London und zum Architekten des Königs ernannt, hier vorwiegend als Innenarchitekt des Hampton Court Palace, Kensington Palace und wohl auch Windsor Castle tätig, ab 1897 wechselnd in Amsterdam und Den Haag tätig, ab 1698 erhielt er eine Leibrente von Wilhelm III., später Mitwirkung an der Gestaltung von Schloss Oranienstein in Diez an der Lahn, dem Schloss Het Loo bei Apeldoorn, dem Barockpalais Huis Schuylenburch sowie dem Alten Rathaus in Den Haag, 1709 naturalisiert, ab 1713 ständig in Den Haag, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Scheen, Wurzbach, Bénézit und Wikipedia.

Limit:
180,00 €
Zuschlag:
180,00 €

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