Gemälde

Katalog-Nr. 4375

Prof. Wilhelm von Diez, Napoleonische Soldaten

Gruppe französischer Soldaten der napoleonischen Kriege in voller Ausrüstung im Feld, hierzu bemerkt Bruckmann "... Daneben malte er auch Ereignisse aus den napoleonischen Feldzügen ... Besonderen Wert legte er auf die malerisch-künstlerische Ausführung des Bildes, wobei er feinabgestufte Farbtöne bevorzugte. ...", darüber hinaus besticht das Gemälde durch seine präzise Wiedergabe von Waffen und Kriegstrommeln, deren Lichtreflexe die Malerei exquisit beleben, Diez zeigt in seinem Gemälde keine heroischen Krieger, vielmehr verbildlicht er stolze, doch vom harten Soldatendasein gezeichnete kriegsmüde Menschen mit Kopfverbänden, ausgezehrten Händen und Gesichtern, die Füße in zerschlissenen, schmutzbedeckten Schuhen oder gar mit Stroh ausgestopften Holzpantinen steckend, gering pastose Historienmalerei in sublimer Farbigkeit, Öl auf gesperrter Holzplatte, rechts oben signiert und datiert "Wilh. v. Diez 1902", schön mit Messingrahmenschild "Wilhelm von Diez (1839–1907) gerahmt, Falzmaße ca. 40,5 x 28 cm. Künstlerinfo: eigentlich Albrecht Christoph Wilhelm Diez, ab 1893 "von Diez", dt. Maler und Illustrator (1839 Bayreuth bis 1907 München), ab 1851 Schüler der Gewerbeschule Bayreuth, 1853–55 Studium am Polytechnikum München, ab 1855 kurzzeitig Studium an der Akademie München bei Karl Theodor von Piloty, autodidaktische Studien an Altmeistern wie Dürer in Malerei und Zeichnung, 1858–74 Mitarbeiter der Münchner Zeitschrift "Fliegende Blätter" und 1862–75 für den "Münchner Bilderbogen", ab 1870 Lehrer und ab 1872 Professor an der Münchner Akademie, zeitweise Mitglied des Künstlervereins „Jung-München“, Mitglied der Künstlervereinigung „Allotria“ und ab 1900 Vorstand der Münchner Künstlergenossenschaft, 1893 Verleihung des Adelsprädikats, 1903 Ehrung mit dem Bayerischen Verdienstorden, beschickte den Münchner Glaspalast, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Dressler, Ries, Boetticher, Matrikel der Münchner Akademie und Wikipedia.

Limit:
1400,00 €

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