Gemälde

Lot-No. 4313

Adolf Gustav Schlabitz, Haus des Künstlers

stimmungsvolle sommerliche Ansicht eines üppig blühenden Gartens vorm Tiroler Bauernhaus, im hellen Sonnenlicht, laut Vorbesitzerinfo handelt es sich um das "Brantnerhäusl" genannte Wohnhaus des Künstlers in Brixlegg, welcher es 1901 als Sommerhaus erwarb und ab 1921 als ständigen Wohnsitz nutzte, pastose Malerei in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1920, links unten signiert "Schlabitz", geringe Altersspuren, schön im originalen, ca. 15 cm breiten Lackleistenrahmen, Falzmaße ca. 92 x 65 cm. Künstlerinfo: eigentlich Adolf Gustav Schlabitz, dt. Portrait- und Genremaler sowie Radierer und Illustrator (1854 Groß-Wartenberg [Syców] in Schlesien bis 1943 Brixlegg/Tirol), studierte 1875–82 an der Berliner Akademie bei Paul Thumann, Otto Knille, Karl Gussow und Ernst Hildebrand, 1883 Assistent an der Königliche Kunstschule zu Berlin, 1883–84 mit Rohr’schen Stipendium Studienaufenthalt in Paris, hier Studium an der Académie Julian bei Jules-Joseph Lefebvre und Gustave Boulanger, unternahm ferner Studienreisen durch Europa (Elsass, Tirol) und in die USA, 1884–87 Aufenthalt in München, 1887 Umzug nach Berlin und 1889 Eröffnung einer privaten Mal- und Zeichenschule, parallel dazu 20 Jahre Assistent von Ernst Henseler an der Technischen Hochschule Berlin, 1897–1901 Lehrer an der Unterrichtsanstalt am Königlichen Kunstgewerbemuseum Berlin, 1901 Erwerb eines Sommerhauses, das „Brantnerhäusl" in Brixlegg in Tirol, ab 1908 Assistent von Ernst Hancke an der Hochschule für bildende Künste und hier 1909–16 Leiter einer Zeichenklasse, 1911 auf Fürsprache von Anton von Werner zum Professor ernannt, arbeitete bis 1918 als Lehrer, unter anderem von Lyonel Feininger, Ernst Kolbe und August Brömse, ab 1921 gänzlich in Brixlegg ansässig, parallel 1935–41 ältestes Mitglied der Berliner "Ateliergemeinschaft Klosterstraße", Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste, im Berliner Kunstverein und im Verein Berliner Künstler, im Verein Deutscher Illustratoren, Vorstandsmitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, als Freimaurer seit 1896 Mitglied der Loge "Urania zur Unsterblichkeit" in Berlin, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon, Vollmer, Boetticher, Dressler, Müller-Singer, Ries und Internet.

Limit:
900.00 €

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