Kasimir Pochwalski, Selbstportrait
Kopfbildnis des selbstbewusst zum Bildbetrachter blickenden Künstler, im Anzug mit weißen Stehkragen, fein lasierende akademische Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, rechts oben signiert und datiert "K. Pochwalski 1905", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlich bezeichnet "Ich Prof. Pochwalski", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 55,5 x 43 cm. Künstlerinfo: auch Kazimierz Teofil Pochwalscy, polnischer Bildnis-, Landschafts- und Genremaler (1855 Krakau bis 1940 Krakau), entstammt einer alteingesessenen Krakauer Künstlerfamilie, Sohn und Schüler des Malers und Konservators Józef Kasper Pochwalski (1816–1875), studierte 1871–78 an der Kunsthochschule Krakau bei Jan Matejko, studierte 1878–85 an der Münchner Akademie bei Sándor (Alexander) Wagner und Otto Seitz, unternahm 1883–84 eine Studienreise nach Paris, hier beeinflusst von Léon Bonnat, unternahm ferner Studienreisen nach Italien mit Aufenthalt in Rom, nach Griechenland, in die Türkei und nach Ägypten, 1885–93 in Krakau freischaffend, Direktor der Krakauer Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste, ab 1892 in Wien freischaffend, 1893–1918 Berufung als Professor für Historienmalerei an die Wiener Kunstakademie, zum Hofrat ernannt, beschickte zahlreiche Ausstellungen wie 1900 die Weltausstellung in Paris und den Pariser Salon, erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem den Orden der Eisernen Krone 3. Klasse und Erhebung zum „Ritter von“, 1921 noch in Wien erwähnt, nach 1921 wieder in Krakau freischaffend, um 1930 in Warschau, portraitierte unter anderem mehrfach Kaiser Franz Josef und 1914 den Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este, Mitglied der Wiener Secession und der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Müller-Singer, Ries, Bénézit, Dressler und Internet.