Rudolf Poeschmann, "Dresden vom Palasgarten"
sommerlicher Blick vom Palaisgarten des Japanischen Palais des Neustädter Elbufers, über die Elbe mit Dampfschiff, auf die Altstädter Seite mit Frauenkirche, Secundogenitur, Ständehaus, Rathausturm, Hofkirche und Schloss und dem Italienischen Dörfchen, stimmungsvolle Vedute der berühmten Dresdner Altstadtsilhouette vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, links unten signiert und ortsbezeichnet "Rud. Poeschmann Dresden", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlich betitelt "Dresden v. Palasgarten [sic. – meint Palaisgarten]" und rechts nochmals schwach signiert, ortsbezeichnet und wohl datiert "Rud. Poeschmann Dresden 1924", gerahmt, Falzmaße ca. 61, x 80,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Karl Julius Rudolf Poeschmann, auch Rudolph, dt. Landschafts- und Genremaler, Zeichner und Graphiker (1878 Plauen/Vogtland bis 1954 Dresden), Kindheit in Plauen, hier Förderung durch den Zeichenlehrer Hermann Reinstein (1844–1935), anschließend Privatschüler einer Münchner Kunstschule, studierte ab 1896 an der Akademie München bei Johann Caspar Herterich, ab 1897 Studium an der Akademie Dresden bei Carl Bantzer und Meisterschüler bei Gotthard Kuehl, anschließend freischaffend in Dresden, regelmäßige sommerliche Studienreisen durch Sachsen (besonders das Vogtland, Erzgebirge und die Lausitz), nach Franken, in den Harz sowie nach Österreich, Holland, Frankreich (Paris) und in die Schweiz, beschickte diverse Ausstellungen wie den Glaspalast München, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, in der Dresdner Künstlervereinigung, im Dresdner "Märzbund" und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Müller-Singer, Matrikel der Dresdner und der Münchner Akademie, Glaspalastkataloge und Frank Weiß "Malerei im Vogtland".