Sächsische Künstler

Lot-No. 3867

Johannes Beutner, "Ernterast" GDK 1941

sommerlich-sonnige Erntelandschaft, mit drei jungen Bäuerinnen am See vor abgeerntetem Feld, nach getaner Arbeit sich zum Bade entkleidend, lasierende Genremalerei mit wenigen pastosen Effekten, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "Joh. Beutner [19]40-41", das Gemälde wurde auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 im Haus der Deutschen Kunst München gezeigt und hier von der Reichs-Rundfunk-GmbH erworben, das Gemälde erregte seinerzeit, nicht zuletzt wegen der freizügigen Darstellung der jungen nackten Mädchen, Aufsehen und wurde in der Folge auf Kunstpostkarten und in Publikationen einem breiten Publikum bekannt gemacht, rückseitig auf dem Keilrahmen applizierte originale bronzene Medaille der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941 im Haus der Deutschen Kunst München und Rücksendeetikett der Ausstellung an die "Reichsrundfunkgesellschaft", auf dem originalen Rahmen Einlieferungsetikett zu besagter Ausstellung, beigegeben Fotokopie der Hängesituation des Gemäldes auf der GDK, Altersspuren, original gerahmt, Falzmaße ca. 160 x 180 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johannes Theodor Beutner, dt. Maler, Zeichner, Graphiker, Gebrauchsgraphiker, Mosaik- und Sgraffitokünstler und Werkkünstler (1890 Cunnersdorf/Sächsische Schweiz bis 1960 Dresden-Loschwitz), Kindheit in Rochwitz, ab 1903 Privatschüler von Richard Müller in Dresden, 1905-06 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Robert Sterl und Johannes Raphael Wehle, 1907-09 Lehre und bis 1920 Tätigkeit als Chemigraph in Dresden und Leipzig und 1918-20 Leiter einer Kunstdruckanstalt in Leipzig bzw. 1919 in Wien, parallel 1908-10 Radrennamateur, 1915-18 Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, 1920-24 erneut Studium an der Akademie Dresden bei Otto Hettner und Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann, anschließend freischaffend in Dresden, 1930/31 Gastaufenthalt in der Villa Massimo in Rom sowie Aufenthalte in Neapel, Siena, Bologna und Florenz, zeitweise Entwerfer für die Deutschen Werkstätten in Hellerau, ab 1927 Mitglied der Juryfreien Kunstschau Berlin, 1932-34 Mitglied der Dresdner Sezession, ab 1931 Mitglied der Künstlergruppe der "Getreuen Sieben", ab 1936 als "entartet" diffamiert und als Reklamemaler, Werkzeugmacher, Dreher und Reisevertreter tätig, im 2. Weltkrieg als Dreher dienstverpflichtet, ab 1945 Mitglied in der Landeskammer bildender Künstler, Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, tätig in Dresden, während des 2. Weltkriegs zeitweise in Nossen, nach der Zerstörung seiner Dresdner Wohnung im 2. Weltkrieg Umzug nach Loschwitz, Quelle: AKL, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Lang "Malerei und Graphik in der DDR", "Künstler am Dresdner Elbhang", "Neue Sachlichkeit in Dresden", Schülerlisten der Dresdner Akademie und Wikipedia.

Limit:
17000.00 €

How does an auction work