Sächsische Künstler

Lot-No. 3859

Ernst Fischer, Mädchen am Feldrand

scheuen Blicks zum Betrachter des Gemäldes schauendes kindliches Mädchen mit weißem Wams, rotem Rock und blauer Schürze, auf einem Stein am sommerlichen Wegrand in weiter gebirgiger Landschaft sitzend und aufgesammelte Getreideähren in ihrer Schürze bergend, neben dem Kind prangen neben Grashalmen die blau-violetten Blüten des Wiesen-Storchenschnabels – neben dem dekorativen Aspekt spielt der Künstler auf die Heilkraft der Pflanze und den Aberglauben an, dass die auch "Gratia Dei [Gnade Gottes]“ genannte Pflanze für reichen Kindersegen sorgen soll, fein lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, unten rechts der Mitte signiert und datiert "E. Fischer 1871", Altersspuren, im sehr schön passenden neueren Vergolderrahmen, Falzmaße ca. 75,5 x 59 cm. Künstlerinfo: eigentlich Ernst Georg Fischer, dt. Porzellan-, Portrait- und Genremaler, Kopist, Zeichner, Radierer und Lithograph (1815 Coburg bis 1874 Coburg), Sohn eines Porzellanmalers, Lehre zum Porzellanmaler bei Carl Schmidt, künstlerisch weitergebildet beim coburgischen Hofmaler Friedrich Johann Georg Rauscher, möglicherweise ab 1831 Schüler der Technischen Bildungsanstalt in Dresden, 1834–35 Studium an der Akademie Dresden, schließlich mehrjährige Studienaufenthalte in Paris und Antwerpen, ab 1843 freischaffend in Dresden, in Folge der Märzrevolution 1848 Auswanderung nach Baltimore, hier tätig als Zeichenlehrer, Maler und Kopist, beschickte hier die Ausstellungen der American Art-Union, der Maryland Historical Society, der National Academy of Design und der Washington Art Association, ca. 1855 Rückkehr nach Deutschland und Atelierleiter der Schmidtschen Porzellanmalerei in Bamberg, ab 1857 dauerhaft Rückkehr nach Dresden, beschickte hier unter anderem die Dresdner akademische Kunstausstellung und die Wiener Kunstausstellung, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie und Internet.

Limit:
1200.00 €

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