Rudolf Schlichter, "Liebespaar"
junger Mann mit Fliege und Jacket, seine auf einer Bank sitzende Liebste anbetend, mit sicherem Strich ausgeführte Arbeit, Tuschefeder auf Velin, unter der Darstellung in Blei rechts signiert und datiert "R. Schlichter (19)27" sowie links betitelt "Liebespaar", rückseitig in der unteren linken Ecke bezeichnet "AX64", im Bereich des Oberkörpers der Frau geringe Retuschen mit Deckweiß, minimal knitterspurig und im unteren linken Bereich etwas fleckig, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Blattmaße ca. 64,5 x 50 cm. Künstler: dt. Maler, Graphiker und Schriftsteller, wichtiger Vertreter des Verismus (1890 Calw bis 1955 München), ab 1904 Lehre als Porzellanmaler in Pforzheim, 1907-09 Besuch der Kunstgewerbeschule in Stuttgart, 1910-16 Studium an der Kunstakademie in Karlsruhe, 1910 erster Berlinaufenthalt, 1916-18 Munitionsfahrer während des 1. Weltkriegs, Gründungsmitglied der Künstlergruppe Rih, 1919 Übersiedlung nach Berlin und Mitglied der Novembergruppe und der Berliner Secession, Teilnahme an der Ersten Internationalen Dadamesse, 1924 Gründungsmitglied der Roten Gruppe, ab 1928 Mitglied der ASSO, immer stärkere Hinwendung zum Nationalsozialismus, 1937 Entfernung zahlreicher Werke im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“, 1938 Ausschluss aus der Reichskammer der Bildenden Künste, 1942 durch Bombenangriff Zerstörung zahlreicher Werke, 1946 Teilnahme an der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden. 1954 Teilnahme an der Biennale in Venedig. Quelle: Thieme-Becker, Vollmer und Wikipedia.