Gaetano Esposito, attr., Ansicht von Malta
Blick auf die am Meer gelegene Festung, die durch den Widerstand der Christen gegenüber den Osmanen um 1600 Bekanntheit erlangte, Mischtechnik (Aquarell und Deckfarben) auf Papier, um 1900, rechts unten signiert und bezeichnet "Esposito Malta", auf Rahmenrückwand wohl nicht korrekte Zuschreibung "Cesare Esposito 1886–1943", gering wellig, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 22 x 50,5 cm. Künstlerinfo: ital. Maler (1858 Salerno bis 1911 Sala Consiliana), Zeichenunterricht bei Gaetano D'Agostino in Salerno, ab 1872 am Königlichen Institut der Schönen Künste in Neapel bei Domenico Morelli, dazu Besuch der Abendschule von Stanislao Lista, seine Motive fand der Umtriebige und bei Mitschülern Streitbare auf den Straßen der Stadt und des Umlands, während seiner Studien Beginn einer lebenslangen Freundschaft mit dem Maler Antonio Mancini, ab 1875 auf Ausstellungen der Gesellschaft zur Förderung der schönen Künste in Neapel vertreten, 1877 Gewinn des Förderungspreises der Akademie Neapel, anschließend Studienreise nach Florenz, wählte in Anlehnung an seinen Lehrer Morelli Motive aus dem Evangelium vor orientalischen Kulissen, später stärkerer Fokus auf die neapolitanischen Maler des 17. Jahrhunderts, insbesondere auf Massimo Stanzione und Bernardo Cavallino, in den letzten beiden Jahrzehnten seines Schaffens widmete er sich mit Vorliebe Küstenlandschaften, Espositos Leben endete tragisch, nachdem sich eine seiner Schülerinnen in unerwiderter Liebe zu ihm umgebracht hatte, tat Esposito es ihr, geplagt von Schuldgefühlen, gleich, seine Werke finden sich heute unter anderem in der Gallerien d'arte moderna von Florenz, Rom und Neapel, Quelle: Thieme-Becker, Benezit, Website Istituto dell’Enciclopedia Italiana und Matini.