Jaques Villon, aus "Á Poémes Rompus"
wie auf das Papier gestreut wirkende Farbflächen, Blatt aus dem Zyklus "Á Poémes Rompus" (Zerbrochene Gedichte), siehe Werksverzeichnis Ginestet/Pouillon APP 32, Farbaquatinta auf feinem Bütten, teils mit Schöpfrand, Mitte 20. Jh., unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Jaques Villon" und links nummeriert "VI/VI", minimalst braunfleckig, hinter Glas in historischer Leiste gerahmt (Altersspuren), Darstellungsmaße ca. 13,7 x 11,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Gaston Èmile Duchamp, franz. Maler und Graphiker (1875 Damville bis 1963 Puteaux bei Paris), Bruder der Künstler Raymond Duchamp-Villon, Suzanne Duchamp und Marcel Duchamp, Studium der Rechtswissenschaften und kurzzeitig als Notar tätig, ab 1894 Studium an der Ècole nationale supérieure des beaux-arts in Paris und 1894–1906 als Karikaturist für mehrere Pariser Zeitschriften tätig sowie Plakatentwerfer, 1899 bis 1909 druckte er bei Eugéne Delâtre ca. 60 Farbaquatintaradierungen, Umzug nach Puteaux, ab 1912 Mitglied der Künstlergruppe Section d´Or, 1913 Teilnahme an der Armory Show in New York, 1919 erste ungegenständliche Bilder, ab den 1940er Jahren Beschäftigung mit der Buchillustration, 1950 Verleihung des Carnegie-Preises in Pittsburgh, 1956 Großer Preis der Biennale in Venedig, Teilnahme an der documenta I und II sowie posthum an der documenta III, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Bénézit und Wikipedia.