wohl Ende 19. Jh., Silber mit ungedeuteter Punze, geprüft, partiell vergoldet, inspiriert von einer Darstellung aus dem Werk des lothringischen Dichters Jacques de Longuyon (1312 n. Chr.), dem Versepos "Les Vœux du Paon", sechs der dort erwähnten (teils literarischen) Helden sind in den Kartuschen (drei Christen [Helden König Artus, Karl der Große und Gottfried von Bouillon] und drei Heiden [Helden Hektor von Troya, Alexander der Große und Julius Caesar]) als feine Figurengravur jeweils mit Wappen zu sehen, die Krieger sind wie folgt bezeichnet: "Keyser Karülus ein Crist", "König Artus ein Crist", "Gottfrid von Bulion", "Hector von Troya", "König Allexander", "Julius der erst Keyser", der Korpus auf drei figürlichen Drachenfüßen, der ausgestellte Fuß verziert von durchbrochen gearbeitetem Ornamentwerk, Kordeln und kleinen Zinnen als Bordüre, der konische Korpus sich nach oben öffnend, die ausgewölbte Schulter ebenfalls verziert von Kordelbändern, abnehmbarer gewölbter Deckel mit aufgelegtem, durchbrochen gearbeitetem Ornamentband, die spitz nach oben gezogene Deckelspitze bekrönt von einem vollplastischen Halbfigurenbildnis Karls der Großen mit den Reichsinsignien über gerollten Silberbändern, umlaufende Gravuren mit den oben erwähnten drei guten Christen und drei guten Heiden zwischen gotischen Ornamenten und stilisierten Blattbändern, altersgemäß gute Erhaltung, Zepter ergänzt, H 37,5 cm, G ca. 1050 g.
Lot-No.: 3300
Limit: 1800.00 €
1737/45, Silber gestempelt Beschauzeichen Breslau, Jahresbuchstabe D, Tremolierstich, Meisterzeichen AP wohl für Augustin Peisker (Meister 1732 bis 1758), ausladende, dreipassige Standfüße, gekantete Balusterschäfte, feststehende Tüllen ohne Tropfschalen, Alters- und Gebrauchsspuren, H je 16,5 cm, G zusammen ca. 366 g.
Lot-No.: 3301
Limit: 3600.00 €
Ende 17. Jh., Silber gestempelt mit Augsburger Zirbelnuss wohl für 1670/75, Meister Adam Bernhard Eckhard, vergoldet, Deckelterrine verziert mit umlaufenden Buckeln und Floralismen, auf kurzem Schaft über gewölbtem und ebenfalls mit Buckeln verziertem Standfuß, seitliche Handhaben, abnehmbarer Deckel mit Schlangengriff, altersgemäß gute Erhaltung, H 14 cm, G ca. 375 g.
Lot-No.: 3302
Limit: 9000.00 €
1753/55, Silber mit Augsburger Beschau Zirbelnuss mit Jahreszeichen L, undeutliche Meisterpunze wohl Esaias Busch III. (Meister ab 1704), vergoldet, oblonge Tabatiere mit seitlich geschweiften Abschlüssen, nach unten leicht gebaucht und auf flachem Stand, der scharnierte Klappdeckel mit godronierter und gravierter Wirtshausszene zwischen Rocaillen, etwas berieben, normale Altersspuren, L 12,5 cm, G ca. 156 g.
Lot-No.: 3303
Limit: 900.00 €
wohl um 1660/80, Silber gepunzt mit undeutlicher Augsburger Zirbelnuss und Meisterzeichen C?, wohl für Christian Hornung I. (Meister 1652 bis 1680), partiell vergoldet, Tumbler mit konischer Wandung und hoch gewölbtem Boden, am Lippenrand umlaufend gravierte Bänder, dazwischen Schriftzug: "Trinck mich auß. Und leg mich nieder. Ob steh ich auff. Ich füll mich wieder.", Boden mit winzigen Haarrissen, Alters- und Gebrauchsspuren, H 5 cm, G ca. 56 g.
Lot-No.: 3304
Limit: 850.00 €
wohl Mitte 17. Jh., Silber gestempelt mit Beschaupunze Nürnberg, Tremolierstrich, vergoldet, gebuckelter Standfuß, darüber Balusterschaft und blütenkelchförmige Kuppa, alles verziert mit gerolltem Silberdraht und kleinen Abhängungen, partiell winzigste, kaum sichtbare Einrisse, Kuppa mit fachgerecht restaurierter kleiner Lötstelle, H 18,2 cm, G ca. 123 g.
Lot-No.: 3305
Limit: 3600.00 €
Mitte 17. Jh., Silber gestempelt mit Beschauzeichen Nürnberg, undeutliches Meisterzeichen mit Tier, Tremolierstrich, partiell vergoldet, leicht konische Wandung, flacher Boden, umlaufend gravierte Rillenbänder, dazwischen sehr feine üppige Gravuren mit Blütenranken, altersgemäß sehr gut erhalten, H 8,7 cm, G ca. 99 g.
Lot-No.: 3306
Limit: 4600.00 €
Mitte 18. Jh., Silber mit schwedischer Beschau mit drei Kronen, Stadtpunze Västervik, Meisterzeichen LP für Lars Pihl (Meister ab 1730), auf kleinem Standring ruhende, nach außen schwingende Wandung mit abgekantetem Rand, umlaufend punzierte Ornamentbändern und gravierte sowie geflächelte Floralismen, normale Alters- und Gebrauchsspuren, Rand mit drei kleinen Einrissen, H 7,8 cm, G ca. 42 g.
Lot-No.: 3307
Limit: 180.00 €
2. Hälfte 18. Jh., Silber mit Berliner Beschau mit unleserlichem Buchstaben F?, verschiedene gestempelte Zeichen A und F, Meisterpunze Godet (Jean oder Jaques), Tremolierstich, gewölbter Rundfuß auf quadratischem Stand, konische, an der Schulter verdickte Schäfte mit reliefiertem Akanthuslaub, feststehende Tüllen mit herausnehmbaren Tropfschalen, umlaufend verziert mit gravierten gerippten Bändern, Alters- und Gebrauchsspuren, H je ca. 21 cm, G zusammen ca. 448 g.
Lot-No.: 3308
Limit: 300.00 €
wohl Ende 19. Jh., Silber geprüft, ungedeutete Punze, innen vergoldet, auf drei angedeuteten Füßen und einem nach außen geschwungenen Fuß entspringender, sich konisch nach oben öffnender Becher, verziert von verschiedenen reliefierten Bändern und rapportierenden Ornamenten, partiell floral durchbrochen gearbeitet, Wandung umlaufend verziert mit Jagd- und Fabelmotiven, im Becher reliefiertes Wappen mit Emailleeinlagen, diese mit Fehlstellen, normale Alters- und Gebrauchsspuren, H 17 cm, G ca. 224 g.
Lot-No.: 3309
Limit: 390.00 €
1775/1777, Silber gestempelt Augsburger Zirbelnuss mit Jahreszeichen X, Meistermarke Johann Jakob Biller II. (Meister 1746–1777), gedreht gerippte Barockform mit vierpassigem, hochgewölbtem und getrepptem Fuß, Balusterschaft mit urnenförmigem Baluster und feststehender Tülle ohne Tropfschale, Alters- und Gebrauchsspuren, etwas gedellt, H 21,5 cm, G ca. 306 g.
Lot-No.: 3310
Limit: 480.00 €
Mitte 18. Jh., Silber mit Beschauzeichen Bautzen, Feingehaltsangabe 12 Lot, Meisterzeichen Ernst Gottlob Borns, Tremolierstich, geschweifte Schale mit eingezogenem Schaft und ausgestelltem Fuß, stilisierter Akanthuslaubdekor mit Voluten, innen Reste alter Vergoldung, Rand mit kleiner Delle, sonst normale Alters- und Gebrauchsspuren, L 20 cm, G ca. 178 g.
Lot-No.: 3311
Limit: 240.00 €
gravierte Datierung 1773, Silber gestempelt mit ungedeuteter Adlermarke als Beschau, etwas verschlagene Meistermarke WEG? im Herz, graviertes Besitzerzeichen F, innen vergoldet, auf vier Füßchen stehende ovale Saliere mit gewelltem, nach außen geschlagenem Rand, die leicht bauchige Wandung sowie die Füße verziert mit Rocaillemotiv, geringe Alters- und Gebrauchsspuren, L 8,2 cm, G ca. 88 g.
Lot-No.: 3312
Limit: 140.00 €
um 1710, Beschauzeichen Breslau, Meisterpunze CH für Christian Heintze, Meister ab 1701, ovale Schale, der Spiegel und die ausschwingende, geschweifte Wandung mit godronierten Floralmotiven und Rocaillen, alt gelötet, Gebrauchsspuren, L 17,8 cm, G ca. 83 g.
Lot-No.: 3313
Limit: 390.00 €
Ende 18. Jh., Silber mit Beschauzeichen Nürnberg, Jahreszeichen H für 1790-1794, Tremolierstrich, unleserliche Meisterpunze, innen vergoldet, schlichter konischer Becher mit graviertem Linien- und Schlangenhautdekor, Alters- und Gebrauchsspuren, H 7,2 cm, G ca. 68 g.
Lot-No.: 3314
Limit: 260.00 €
19. Jh., Silber gestempelt 13 Lot, Beschauzeichen Nürnberg, ungedeutete Meistermarke, schlichter konischer Becher mit graviertem Linien- und Schlangenhautdekor, Alters- und Gebrauchsspuren, H 6 cm, G ca. 41 g.
Lot-No.: 3315
Limit: 200.00 €
wohl 1773-76, Silber gestempelt mit Beschauzeichen Nürnberg, Jahreszeichen C, Tremolierstrich, Meisterzeichen Johann Friedrich Ehe (Meister ab 1773 bis 1808), innen vergoldet, gravierter späterer Schriftzug "Claus Bingold zur Taufe August 1925", konischer Becher mit graviertem Liniendekor und punziertem, sogenanntem Schlangenhautdekor, Alters- und Gebrauchsspuren, etwas gedellt, H 7 cm, G ca. 85 g.
Lot-No.: 3316
Limit: 300.00 €
1. Hälfte 19. Jh., Silber gestempelt mit Feingehaltsangabe 13F, P.B. & C. für Peter Bruckmann & Co., Aufsatz aus farblosem Glas, partiell rotgebeizt, reich verziert mit umlaufenden Kartuschen mit geätzten und gravierten Darstellungen von Sehenswürdigkeiten rund um München sowie umgebenden Verzierungen mit Kerb- und Steinelschliff, Fuß dreipassig auf drei angedeuteten Tatzenfüßen, reich verziert mit Rocaillen, Voluten und Akanthuslaub, Glas mit Chips, sonst altersgemäß gut erhalten, H 16,5 cm, G ohne Schale ca. 107 g.
Lot-No.: 3317
Limit: 80.00 €
1834, Silber gestempelt mit Augsburger Zirbelnuss, Jahresbuchstabe U, ungedeutete Meistermarke, der getreppte Rundfuß mit aufgelegten, durchbrochen gearbeiteten Verzierungen mit Meerjungfrauen und Seeungeheuer, der kannelierte, an der Schulter eingezogene Schaft mit stilisierten Blattverzierungen, feststehende Tüllen mit herausnehmbaren Tropfschalen, Tüllen mit aufgelegten verschlungenen Fabelwesen, altersgemäß sehr gut erhalten, geputzt, H je 28 cm, G zusammen ca. 865 g.
Lot-No.: 3318
Limit: 2400.00 €
Hanau, Ende 19. Jh., Silber, undeutlich gepunzt, geprüft, dreiteilig als Terrine mit Untersatz und abnehmbarem Deckel, partiell durchbrochen gearbeitet und mit klassischen antikisierenden Friesen verziert, figürliche Deckelbekrönung als Putto, etwas verdrückt, Alters- und Gebrauchsspuren, H 31,5 cm, G ca. 1695 g.
Lot-No.: 3319
Limit: 2400.00 €
1. Hälfte 19. Jh., Silber gestempelt mit Berliner Beschau mit Buchstabe K sowie Jahreszeichen A, Meisterpunze Johann George Wilhelm Peters (1793-1864), Tremolierstrich, diaboloförmiger Korpus mit eingezogenem Mittelteil, flacher Boden, die Wandung verziert mit umlaufenden gravierten Ornamentbändern, gravierte Widmung "L.v.G von O.F. 3.12.22.", Alters- und Gebrauchsspuren, H 6 cm, G ca. 47 g. Quelle: W. Scheffler; Berliner Goldschmiede, Verlag Bruno Hessling, Berlin 1968, S. 401, Nr. 1730.
Lot-No.: 3320
Limit: 200.00 €
1. Hälfte/Mitte 19. Jh., Silber mit leicht verschlagener österreichischer Beschau 13 Lot mit Buchstabe A für Wien und Jahreszahl 18?3, unleserliche Meisterpunze I?, auf rundem, leicht gekehltem Standfuß ruhender säulenartiger, leicht gebauchter Schaft, feststehende Tülle mit Tropfschale, verziert von umlaufenden, schräg gerippten Bändern, Akanthusstab und Ornamentband am Stand, Alters- und Gebrauchsspuren, H 28,3 cm, G ca. 353 g.
Lot-No.: 3321
Limit: 200.00 €
um 1860, Silber ungepunzt, geprüft, Tremolierstrich, passig geschwungener Balusterschaft und Fuß, verziert mit Buckeln und Voluten sowie stilisiertem Akanthuslaub und Früchten, feststehende Tüllen mit herausnehmbaren Tropfschalen, partiell gefüllt, alt gelötet, etwas gedellt und Altersspuren, H je 38 cm.
Lot-No.: 3322
Limit: 1500.00 €
1830er/1840er Jahre, Silber gestempelt mit Lion Passant für England, Anker für Birmingham, undeutliches Jahreszeichen, Meisterzeichen TS wohl für Thomas Shaw (Meister 1818–1845), graviertes Besitzermonogramm C.W.R.P., innen vergoldet, kleine rechteckige Dose mit scharniertem Klappdeckel, unter einem floral durchbrochenen Gitter im Inneren befindet sich ein in Parfum getränktes Stück Watte, die Außenseiten des Döschens verziert mit eingestochenen, gravierten und geflächelten Ornamenten und Blütenranken, Alters- und Gebrauchsspuren, L 3,8 cm, G ca. 18 g.
Lot-No.: 3323
Limit: 180.00 €
Anfang 20. Jh., Silber gestempelt Halbmond, Krone, 835, 830 und 800, verschiedene Herstellermarken und Vertriebsstempel, einige Teile mit Schriftzug Handarbeit, teils zaponiert, überwiegend in gedreht gerippter Barockform mit Akanthuslaubdekor, dazu zwei Tabletts, bestehend aus Aschenschale, Streichholzhalter und zwei Vasen, D max. 24 cm, G gesamt ca. 899 g.
Lot-No.: 3324
Limit: 900.00 €