Militaria

Lot-No. 879

Iwan E. Hugentobler, "Kavallerie-Schwadron"

am Betrachter vorbeidefilierende Soldaten hoch zu Pferd, Hugentobler, der selbst mit 20 Jahren eine Ausbildung bei der Kavallerie durchlief, war zeitlebens begeisterter Anhänger dieser Waffengattung, hierzu schrieb sein Sohn Hans Rudolf Hugentobler in seinen Erinnerungen: "... Die Freizeit galt der Familie und seinen Freundschaften in Reit- und Rennvereinen sowie militärischen Kreisen. Als Kavallerist besass [sic.] er ein Bundespferd, die Stute »Marée«; sie ist auf Radierungen und Zeichnungen aus jener Zeit unverkennbar dargestellt. ... Es war ein Glück für ihn, dass er die Abschaffung der Kavallerie im Jahre 1974 nicht mehr miterleben musste. ...", Mischtechnik (Aquarell und Gouache über Bleistift- und Kohlevorzeichnung) auf Papier, rechts unten signiert und datiert "Iwan E. Hugentobler 1938", Blatt gebräunt und geblichen, beigegeben Katalog des Kunstsalons Wolfsberg/Zürich zum Künstler von 1990 und diverse weitere Schriftstücke, hinter Glas und gebräuntem Passepartout im Vergolderrahmen (etwas bestoßen), hier altes Messingschild "Die Instruktionsoffiziere der 4. Division ihrem verehrten Kreisinstruktor Herrn Oberst A. Weber 1937 [sic.]", Passepartoutausschnitt ca. 51,5 x 41,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Iwan Edwin Hugentobler, schweizerischer Tier- und vor allem Pferdemaler, Zeichner, Graphiker, Freskant, Entwerfer, Plakat- und Exlibriskünstler sowie Fotograf (1886 Degersheim St. Gallen bis 1972 Zürich), ab 1889 Kindheit in St. Gallen, zunächst Schüler der Kantonsschule, 1905–09 Studium an der Zeichnungsschule am Industrie- und Gewerbemuseum St. Gallen, parallel 1906 Rekrutenschule bei der Kavallerie, nach dem Studium tätig als Entwerfer des St. Gallener Stickereibetriebs Hufenus, 1914 Schüler des Tiermalers Adolf Thomann, 1915–20 Lehrauftrag an der Zeichnungsschule am Industrie- und Gewerbemuseum St. Gallen, 1920 Übersiedlung nach Zürich, hier Eheschließung und zeitweise als Buchhalter im Geschäft des Schwiegervaters tätig, parallel künstlerisch freischaffend, 1924 anatomische Studien am Tierspital Zürich und Studienaufenthalt an der Eidgenössischen Pferde-Anstalt Thun, 1937–45 entstehen Wehrkalender mit verschiedenen Motiven militärischer Waffengattungen, vielfach im Selbstverlag, ab 1945 zunehmend Hinwendung zu privaten Aufträgen, 1921–49 Studienreisen in deutsche Pferdezuchtgebiete wie Hannover, die Lüneburger Heide, dem Württembergischen Landgestüt Marbach/Lauter, weitere Aufenthalte in der Spanischen Hofreitschule Wien und in den ungarischen Gestüten Kisbér, Mezőhegyes und Bábolna, Bürgerort Henau St. Gallen und Zürich, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Sikart, Bénézit, Dressler, Katalog "Iwan E. Hugentobler" des Kunstsalons Wolfsberg/Zürich von 1990 und Info der Galerie Widmer.

Limit:
250.00 €
Acceptance:
330.00 €

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