Engelbert Seibertz, Sinnender Akt am Wasser
Dame mit weißem Tuch, am Ufer eines rauschenden sommerlichen Waldbaches stehend, sich mit dem rechten Ellenbogen an einem Felsen abstützend und versonnen auf das Wasser blickend, gering pastose Malerei mit stilistischem Nachhall des Klassizismus, Öl auf Leinwand, links unten unleserlich signiert/bezeichnet, rückseitig monogrammiert "ES", datiert "1864" sowie mit Wohnortsbezeichnung "München", in schöner Leiste der Zeit, Falzmaße ca. 46 x 34,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Illustrator (1813 Brilon bis 1905 Arnsberg), Studium an den Akademien in Düsseldorf bei Carl Friedrich Lessing, Wilhelm von Schadow, Peter von Cornelius und Theodor Hildebrandt und in Bonn, hier bei Jakob Götzenberger, sowie in München bei Wilhelm von Kaulbach, wo er bis 1871 bleiben sollte, während seiner Münchner Zeit schuf er Fresken im Maximilianeum, 1841–1848 Aufenthalt in Prag, zwischen 1848 und 1852 gestaltete er die Zeichnungen zur Cotta'schen Prachtausgabe von Goethes Faust, gestaltete die Glasfenster für den Dom in Glasgow, 1871 dauerhafter Umzug von München, wo er seit 1860 eine Professur innehatte, nach Arnsberg, portraitierte zahlreiche bekannte sauerländische Familien, Quelle: Thieme-Becker, Benezit, Boetticher und Hohmann, Westfälische Lebensbilder, Bd. 19.