Barocker Schwurschädel
wohl 17. Jh., menschliche Schädelkalotte, das Dach graviert mit zentralem Balkenkreuz, welches von vier weiteren flankiert wird, Altersspuren, Erhaltungsmängel, L 20 cm. Info: Bereits im Mittelalter wurden Schwurschädel als Objekte der Gerichtsbarkeit genutzt, Femegerichte erreichten den Höhepunkt ihrer Macht im 15. Jahrhundert und nahmen immer mehr den Charakter von straff organisierten Geheimbünden der "Wissenden" an, die durch Eid zu unbedingter Verschwiegenheit verpflichtet waren, aufgrund der zunehmenden Heimlichkeit des Verfahrens und der umgehenden Vollstreckung gefällter Todesurteile verbreitete sich Furcht und Schrecken vor der Feme, das letzte "Heimliche Gericht" wurde 1806 abgehalten, Schwurschädel fanden so auch in den Wunderkammern ihren Platz, Quelle: Georg Laue, Memento Mori, S. 168, und Internet.