Heilige Katharina von Alexandrien
Brustbildnis einer schönen jungen Frau in herrschaftlicher Robe, mit edlem Schmuck, einer Krone auf dem Haupt und einem Palmwedel als Zeichen ihres Martyriums in den Händen, links unten das Rad als Attribut und Folterwerkzeug, der Legende nach war Katharina die schöne und kluge jungfräuliche Tochter des heidnischen Königs Costus, welche ihr Leben Jesus Christus widmete, woraufhin sie durch Rädern hingerichtet werden sollte, göttlicher Beistand soll sie zunächst vor dem Tod bewahrt haben, Katharina zählt zu den "Virgines capitales" – den bedeutendsten drei frühchristlichen Jungfrauen (Katharina, Barbara und Margareta), welche das Martyrium für ihren christlichen Glauben erlitten und zu denen später noch Dorothea hinzugezählt wurde, im katholischen Bayern erfreuten sich die Heiligen größter Popularität und fanden Eingang in den volkstümlichem Merksatz "Margareta mit dem Wurm [eigentlich Lindwurm = Drachen], Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.", sie zählt auch zu den 14 Nothelfern, welche in Nöten um Beistand angerufen wurde, sie gilt aufgrund ihrer überlieferten Intelligenz und Sprachfertigkeit als Helferin bei Sprachschwierigkeiten und Leiden der Zunge, darüber hinaus war Katharina Schutzpatronin der Schulen und wissenschaftlichen Fakultäten, der Radmacher, Näherinnen und Schneiderinnen, gering pastose religiöse Genremalerei, Öl auf Leinwand, um 1700, unsigniert, rückseitig auf dem jüngeren Keilrahmen undeutliche Annotationen, alt doubliert und restauriert, Altersspuren, sehr schön im jüngeren Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 69 x 63,5 cm.