Otto Pippel, "Herbst"
Fuchsjagdgesellschaft hoch zu Pferd in lichter Herbstlandschaft, pastose, borkige Malerei in breiter Spachteltechnik, hierzu bemerkte Bruckmann: "... Dort [in Paris] wurde er durch die französischen Impressionisten bestärkt, die Licht- und Eindrucksmalerei für sich weiterzuentwickeln. ... Der Künstler, ein glänzender Techniker der Farbe, gehört zu den bedeutendsten Impressionisten im süddeutschen Raum. Sein malerisches Repertoire umfasste die Landschaft mit und ohne Staffage, das Interieur, das Stillleben, die Stadtvedute und das Figürliche. Einen seiner Schwerpunkte bildete die Landschaft im hellen Sonnenlicht, wobei die stark pastos aufgetragene Farbe als borkige Oberflächenstruktur das Darzustellende verschwimmen lässt. ...", Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert und datiert "Otto Pippel [19]35", rückseitig auf dem Keilrahmen originales Künstleretikett "Otto Pippel, Planegg (Obb.) ..." mit gedruckten Pflegehinweisen und handschriftlichem Titel "Herbst", Altersspuren, ungerahmt, Maße ca. 66,5 x 86 cm. Künstlerinfo: eigentlich Otto Eduard Pippel, dt. Maler und Graphiker und Musiker (1878 Lodz bis 1960 Planegg München), bedeutender Spät-Impressionist, ab 1896 Schüler an der Kunstgewerbeschule Straßburg bei Anton Johann Nepomuk Seder, 1897–1900 vierjähriger Militärdienst in der russischen Armee, ein Jahr als Soldat im Infanterieregiment und drei Jahre als Bratschist und Violinist im Militärorchester, studierte ab 1905 mit Stipendium einer Lodzer Fabrikantin bei Friedrich Fehr und Julius Hugo Bergmann an der Akademie Karlsruhe, 1907–08 Atelierschüler bei Gotthardt Kuehl in Dresden, 1908 Studienreise auf die Krim, 1909 Übersiedlung nach München-Planegg und Studienreise nach Paris, ab 1910 Mitglied der Münchner Künstler-Sänger-Vereinigung und ab 1911 Mitglied der „Luitpoldgruppe", 1915–18 Kriegsdienst als Dolmetscher im Kriegsgefangenenlager Lechfeld, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, der Dresdner Kunstgenossenschaft und dem Ausstellungsverband Münchner Künstler, ab 1938 Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, beschickte den Glaspalast München, ab 1909 in Planegg bei München, zeitweise in Arco am Gardasee tätig, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Glaspalastkataloge, Fritz Aigner "Maler am Chiemsee", Info Gemeindearchiv Planegg, Text von Edmund Effenberger zum Künstler und Wikipedia.