Armin Horovitz, attr., Damenportrait Art déco
qualitätvolles Halbfigurenbildnis einer eleganten sitzenden, selbstbewussten jungen Dame im schwarzen Art déco-Kostüm mit effektvollen roten Accessoires wie rotem Hut, Schlips und Schirm im Profil, vor gemustertem Paravent, gering pastose Malerei in fein abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, um 1930, rechts unscheinbar schwer lesbar signiert "Armin H...", rückseitig auf dem neuen Keilrahmen bezeichnet "Armin Horowitz 19.10.1880 Warschau 15.6.1965 Norwich", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 108 x 89 cm. Künstlerinfo: auch Arnim Horovitz, Horwitz oder Horovicz), verwandte auch das Pseudonym Armin Holt, polnischer jüdischer Portrait- und Landschaftsmaler, Graphiker, Buchschmuckkünstler und Illustrator (1880 Warschau bis 1965 Norwich), Sohn und Schüler des aus Ungarn stammenden jüdischen Portraitmalers Leopold Horovitz (1838-1917), studierte 1897-1901 an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl und Alois Delug, weitergebildet bei Leo Putz in München, unternahm Studienreisen nach England, Italien, Frankreich und in die Niederlande, beschickte ab 1911 die Ausstellungen der Wiener Sezession, ab 1915 Kriegsfreiwilliger an der serbischen Front im 1. Weltkrieg, ab 1916 Kriegsmaler, 1917 Beförderung zum Leutnant der Reserve, anschließend tätig als Portraitmaler und Buchkünstler in Wien, ließ sich hier von Adolf Loos eine Wohnung einrichten, verkehrt mit Arthur Schnitzler und in Schauspielerkreisen, 1938 als Jude Emigration nach England, 1955 Aufenthalt in Mexiko, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Tagebucheinträge von Arthur Schnitzler und Internet.