Gemälde

Katalog-Nr. 4186

Max Clarenbach, "Fischerhafen am Abend" GDK 1942

sommerlicher Blick vom Wasser, über ankernde Segelboote, auf die Küstenstadt Zierikzee im Südosten der Insel Schouwen-Duiveland in der niederländischen Provinz Zeeland, im Hintergrund erhebt sich der imposante "Monster-Toren" oder "St. Lievens-Toren", der Turm des Sint-Lievens-Münsters – auch Dicker Turm genannt – ist der letzte jedoch weithin bekannte Rest des ehemaligen Münsters zu Zierikzee, ab 1454 plante das Kollegiatstift St. Livinus einen ambitionierten Neubau der Kirche in spätgotischen Formen, allein die Gründungen des Turmes, der einmal 130 m Höhe erreichen sollte, dauerten 25 Jahre, schließlich wurden nach weiteren 30 Jahren Bauzeit die Hallenkirche und der hier sichtbare Turm mit einer Höhe von 61 m Höhe aufgeführt, als wirtschaftlicher Niedergang und Reformation dem Bauvorhaben ein Ende setzten, nach einem Brand 1832 wurde die Hallenkirche abgetragen und der unbeschädigte Turm blieb als singuläres Bauwerk und weithin sichtbares Rijksmonument erhalten, gering pastose impressionistische Landschaftsmalerei mit flirrendem, nahezu divisionistischem Farbauftrag, Öl auf Leinwand, vor 1942, links unten signiert "M. Clarenbach", das Gemälde wurde 1942 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst München unter dem Titel "Fischerhafen am Abend" gezeigt und entsprechend mit Abbildung im Katalog aufgeführt, beigegeben Fotokopie der Hängesituation des Bildes in der GDK, doubliert, Altersspuren, sehr schön neuzeitlich gerahmt, Falzmaße ca. 111 x 136 cm. Künstlerinfo: eigentlich Maximilien Clarenbach, dt. Maler und Radierer (1880 Neuss bis 1952 Wittlaer), bereits mit 13 Jahren Würdigung seines malerischen Talents und 1893–1901 Studium an der Akademie Düsseldorf, hier Schüler von Andreas Achenbach, Heinrich Lauenstein und Arthur Kampf, ab 1897 bei Eugen Dücker, parallel Privatschüler von Gustav Wendlings, 1898 Studienreise nach Holland und zeitweilig Atelier in Vlissingen an der holländischen Nordseeküste, 1899 Studienreise nach Italien, 1907/08 Studienreise nach Paris, 1908 Gründungsmitglied des Sonderbund Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler in Düsseldorf, 1913 Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Die Friedfertigen", im 1. Weltkrieg Kriegsmaler an der Ostfront, 1917–45 Professor an der Akademie Düsseldorf, Mitglied der Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler und im Deutschen Künstlerbund Weimar, 1919–52 Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereinigung "Malkasten", tätig in Neuss, später in Düsseldorf-Oberkassel, ab ca. 1909 in Wittlaer bei Kaiserswerth am Rhein, danach in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer und Wikipedia.

Limit:
4000,00 €

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