Gemälde

Katalog-Nr. 4096

Hugo Oehmichen, Römerin

Halbfigurenbildnis einer jungen Frau in italienischer Tracht im Profil, mit gefalteten Händen sinnend auf einem Stuhl im Interieur sitzend, flott lasierend erfasste Portraitmalerei mit schönem Licht und fein abgestimmter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, links unten monogrammiert, ortsbezeichnet und datiert "H. Œ. Rom 1867" sowie rechts oben undeutlich signiert und ortsbezeichnet "H. Oehmichen Rom", 1866–67 weilte Oehmichen zu Studienzwecken in Rom und fertigte von der im Bild wiedergegebenen jungen Frau Gemälde, Altersspuren, in jüngerer Goldstuckleiste gefasst, Falzmaße ca. 73,5 x 63,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Adolph Hugo Oehmichen, irrtümlich auch auch Oemichen, dt. Portrait- und Genremaler (1843 Borsdorf bei Leipzig bis 1932 Düsseldorf), Kindheit in Coswig-Brockwitz bei Meißen, erste künstlerische Förderung durch den Zeichenlehrer der Meißener Sonntagsschule Karl Gottlob Köhler, mit dessen Vermittlung ab 1857 Schüler der Zeichen- und Malschule der Königlichen Porzellanmanufaktur Meissen, hier Förderung durch Carl Scheinert, der Oehmichen an die Dresdner Akademie empfahl, 1857–64 Studium an der Dresdner Akademie bei Adolf Ehrhardt und Meisterschüler bei Julius Hübner, 1862 Ehrung mit der kleinen silbernen und 1864 mit der kleinen goldenen Medaille der Dresdner Akademie, Ankauf seines Gemäldes "Segen des Großvaters" durch den sächsischen König, 1866–67 Studienaufenthalt in Rom, 1867 Rückkehr nach Dresden, auf Anraten Hübners, der Oehmiches Talent für die anekdotische Genremalerei erkannte, 1869 Übersiedlung nach Düsseldorf, hier beeinflusst von Ludwig Knaus und maßgeblich von Benjamin Vautier, gänzlich Hinwendung zur Genremalerei, unternahm Studienreisen an den (Ober-)Rhein und die Mosel, nach Schwaben, Westfalen und Hessen, 1871 Eheschließung, in der Folge fand der Maler vielfach die Motive für seine Genremotive im reichen Kindersegen der eigenen Familie, seine Motive wurden vielfach als Xylographien in Zeitschriften wie "Die Gartenlaube" publiziert, 1879 und 1887–1923, oft mit Hermann Sondermann, Aufenthalte in der Willingshäuser und Alsfelder Malerkolonie in der hessischen Schwalm, 1871–1932 Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten", Mitglied im Verein Düsseldorfer Künstler und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, tätig in Düsseldorf, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Dressler, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Schmaling "Künstlerlexikon Hessen-Cassel 1777–2010", Müller-Singer, Seubert, Bruckmann "Lexikon der Düsseldorfer Malerschule", Bantzer "Hessen in der Deutschen Malerei", Wollmann "Die Willingshäuser Malerkolonie und die Malerkolonie Kleinsassen", Jansa, Ries, Schweers, Bénézit und Internet.

Limit:
1200,00 €

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