Gemälde

Katalog-Nr. 4075

Johann Julius Heinsius, attr., Damenportrait

klassizistisches Brustbildnis einer auf einem Fauteuil sitzenden Frau mittleren Alters, im mit Spitzen und Perlen besetzten freizügigen Kleid im Halbprofil, mit Diadem im Haar und einen Brief in der Hand haltend, lasierende Portraitmalerei mit wenigen pastosen Partien, Öl auf Leinwand, Ende 18. Jh., links oben signiert "Heinsius pinxit.", die beiden gleich signierenden Brüder Johann Ernst Heinsius und Johann Julius Heinsius werden in ihren Werken oft verwechselt, allerdings schreibt Walther Scheidig "H. [Johann Julius Heinsius] scheint seine Bildnisse stets auf der Vorderseite zu signieren, meist auch zu datieren. Er signiert ... in der Spätzeit „heinsius“ mit Minuskel-h.", doubliert, Altersspuren, schön im alten Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 65 x 54,5 cm. Künstlerinfo: nannte sich in Frankreich auch Jean Jules Heinsius, dt. Portrait- und Miniaturmaler (1740 Hildburghausen bis 1812 Orléans), jüngerer Bruder des Malers Johann Ernst Heinsius (1731–1794), begleitete 1752 seinen Vater, den Maler Johann Christian Heintz, in die Niederlande, 1767 Mitglied der „Confrérie“ in Den Haag, bis 1779 wechselnde Aufenthalte in Utrecht, Lille, Douai und Rouen, ab 1779 in Paris ansässig und zum "premier peintre de Mesdames [dt.: Erster Maler der Damen]" der Töchter König Ludwig XV. ernannt, nach Ausbruch der Französischen Revolution 1789 Übersiedlung nach Orléans, später zur Kaiserzeit unter Napoleon Bonaparte zeitweise wieder in Paris tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Walther Scheidig in "Deutsche Biographie", Bénezit, Nagler und Internet.

Limit:
1800,00 €

Wie funktioniert eine Auktion