Gemälde

Katalog-Nr. 4061

Narcisso Virgilio Díaz de la Peña, Blumenstillleben

weiße und rosa Chrysanthemen vor dunklem Grund, war der Künstler vor allem durch seine Landschaften des Waldes von Fontainebleau und Genredarstellungen bekannt, malte er doch auch immer wieder bezaubernde Blumenstillleben, in denen es ihm weniger um genaue Darstellung der Natur, als vielmehr um den Wesensgehalt der Dinge ging, stimmungsvolle, pastose, impressionistische Stilllebenmalerei mit lockerem breiten Pinselduktus und effektvollem Licht, hierzu bemerkt Thieme-Becker begeistert "... Allein auf malerische Gegensätze und poetische Stimmungswerte ausgehend, kümmerte Diaz sich wenig um ein exaktes Naturstudium, so dass er jenes Witzwort eines zeitgenössischen Kritikers wohl rechtfertigte: „Il fait porter des oranges à ses pommiers [dt.: Er lässt seine Apfelbäume Orangen tragen.]“. ... [der Künstler weiß] durch rein malerische Mittel, Tonfeinheiten ... immer wieder aufs neue zu fesseln. ...", Öl auf Sperrholzplatte, 2. Hälfte 19. Jh., links unten undeutlich signiert "N. Diaz", gerahmt, Falzmaße ca. 53,5 x 51 cm. Künstlerinfo: auch Narcisse Díaz de la Peña oder Diaz de la Pena, spanischstämmiger frz. Maler, Porzellanmaler, Lithograph und Radierer (1807 Bordeaux bis 1876 Menton), einer der ersten Vertreter des Impressionismus, Kind spanischer Flüchtlinge, zunächst Kindheit in England, 1811 Tod des Vaters, anschließend Rückkehr der Mutter nach Bordeaux, später nach Montpellier, Lyon und schließlich nach Paris, 1817 Tod der Mutter, aufgewachsen bei einem protestantischen Pastor in Bellevue bei Paris, 1822 Lehrling zum Porzellanmaler in der Porzellanmanufaktur von Jules Claretie, hier Bekanntschaft mit Jules Dupré, Louis-Nicolas Cabat und Denis-August-Marie Raffet, 1830 Bekanntschaft mit Xavier Sigalon, in der Folge autodidaktische Weiterbildung im Pariser Louvre, hier vor allem beeinflusst durch die Malerei von Claude Lorrain, Antonio da Correggio, Jacob van Ruisdael und Aelbert Jacobszoon Cuyp, die er kopierte, beschickte ab 1831 den Pariser Salon, 1837 Anschluss an die Gruppe der Landschaftsmaler der "Schule von Barbizon", zunächst in großer Not lebend, bescherte ihm der Pariser Salon 1848 großen Erfolg, er konnte ab 1849 sogar unfertige Skizzen an begeisterte Sammler verkaufen, in der Folge stellte er wegen der großen Nachfrage und sich einstellenden Wohlstands kaum noch aus, er verkehrte mit Théodore Rousseau und Jean-François Millet, die er moralisch und finanziell unterstützte, unterhielt regelmäßigen Kontakt zu Eugène Delacroix, 1851 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, ab 1854 regelmäßige Aufenthalte an der Küste der Normandie, vor allem in Étretat, hier Freundschaft zu Gustave Courbet, beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung, anschließend Orientreise, um 1863 Bekanntschaft mit Pierre-Auguste Renoir im Wald von Fontainebleau, dem er in schwierigen Situationen beistand, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Bénézit und Internet.

Limit:
240,00 €

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