Memento Mori – Die Vergänglichkeit des Reichtums
Kaufmannskontor mit einem armen Mann und einem reichen Bankier, mit Geldsäcken auf einem Tresen, entsetzt blicken die beiden Männer auf den Tod in Gestalt eines Gerippes, welches einen Sack mit Goldstücken und mit ihm die Insignien der weltlichen Macht (Königskrone, Zepter, Reichsschwert und Reichsapfel), der kirchlichen Macht (Bischofs-Mitra, Krummstab und Papst-Tiara), aber auch der weltlichen Eitelkeiten in Gestalt einer Laute zu Boden fallen lässt, in der Darstellung als Überschrift bezeichnet "Las dich das Zeitlich nicht verführen damit du das Ewig nicht Must verlieren", über dem armen Mann "Du bist zwar arm an Gut und Gelt – Gedult – Gott wird dich belohnen in Jener Welt" und über dem Reichen "Du geizig Reicher und hochmüttiger Nar dein Buß nicht in das alter Sparr", etwas naive pastose Totentanz-Malerei, Öl auf gesperrter Weichholztafel, wohl 16. Jh., unsigniert, das Gemälde war 2022 Bestandteil der Sonderausstellung „Pest – Eine Seuche verändert die Welt“ in Wittenberg, Altersspuren, original auf der Holzplatte applizierte schwarze Rahmungsleisten, Maße ca. 68,5 x 77 cm.