Gemälde

Katalog-Nr. 4009

Anton Raphael Mengs, attr., Bildnis Ismael Mengs

Kopfbildnis eines älteren Mannes mit hoher Stirn, im weißen Hemd und dunkelrotem Samtrock mit Pelzbesatz vor graugrünlichem Grund, das Werksverzeichnis "Anton Raphael Mengs (1728–1779)" von Steffi Roettgen, Band 1, listet auf den Seiten 289–291 mehrere Gemälde auf, die unserem gleichen und das Motiv als Bildnis Ismael Mengs (1688–1765 [sic. – korrekt wäre 1764]) mit einer Entstehung um 1750 erwähnt, zugleich wird im Werksverzeichnis von mehreren bekannten, wohl eigenhändigen Kopien oder Kopien fremder Hand, teils aus dem Werkstatt- oder Familienkreis berichtet (Kopien beigegeben), fein lasierende, partiell etwas pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, doubliert, gerahmt, Falzmaße ca. 51,5 x 44,5 cm. Künstlerinfo: auch Antonio Rafael bzw. Raffaele Mengs, dt. Maler (1728 Aussig [Ústí nad Labem] in Böhmen bis 1779 Rom), Sohn und Schüler des sächsischen Hofmalers Ismael Mengs (1688–1764), 1741–44 mit seiner Schwester Theresa Concordia Maron und seinem Vater Studienaufenthalt in Rom, hier vor allem autodidaktisches Studium der Antiken und der alten Meister wie Raffael und Michelangelo Buonarroti, hier auch Schüler von Marco Benefial und Sebastiano Conca, 1744 Rückkehr nach Dresden, 1745 Ernennung zum sächsischen Hofmaler, 1746–49 erneut in Rom und Schüler der Akademie, hier Eheschließung mit der Römerin Margherita Guazzi, 1749 Rückkehr nach Dresden, 1751–61 Oberhofmaler des sächsischen Hofes unter Friedrich August II. und mit der Ausführung des Hauptaltargemäldes "Himmelfahrt Mariä" für die Katholische Hofkirche beauftragt, 1751 über Venedig und Florenz Rückkehr nach Rom, 1752 Mitglied und 1754 Direktor der Accademia di San Luca, 1755 Ernennung durch Papst Clemens XIII. zum "Cavaliere di speron d’oro [Ritter des Ordens vom Goldenen Sporn]", 1759 Reise nach Neapel, hier entstanden Portraits der Familie und des Königs beider Sizilien, gefördert vom spanischen Diplomaten und Kunstmäzen José Nicolás de Azara, 1761–77 Berufung als Hofmaler an den spanischen Königshof nach Madrid zur Ausmalung des königlichen Palastes, 1769 Beurlaubung wegen gesundheitlicher Probleme und bis 1771 in Florenz und dann bis 1774 in Rom, hier tätig für den Vatikan und Ausmalung der Camera dei Papiri, 1774–76 erneut in Madrid und Förderung des Malers Francisco de Goya, 1777 wieder in Rom, Mitglied der Akademien Venedig, Augsburg, Bologna, Florenz, Rom, Genua und Madrid, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Steffi Röttgen "Winckelmann, Mengs und die deutsche Kunst." und Internet.

Limit:
2800,00 €

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