Bildnis Herzog Carl Christian von Sachsen
Halbfigurenbildnis des etwa 40-jährigen albertinischen Prinzen Karl Christian Joseph Ignaz Eugen Franz Xaver von Polen und Sachsen (1733 Dresden bis 1796 Dresden) und 1758–63 Herzog von Kurland und Semgallen im roten mit dunkelgrünen Samtaufschlägen besetzten Justaucorps mit hellblauem Ordensband sowie Orden und Bruststern des polnischen Ordens des Weißen Adlers im Halbprofil, vor dramatisch bewölkter Sommerlandschaft, fein lasierend Malerei in kraftvoll leuchtender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen Fragmente eines Speditionsetiketts, mehrfach, teils von Klebeband verdeckter Stempel "Staatlicher Kunsthandel der DDR – VEH Bildende Kunst und Antiquitäten – Antiquitäten Potsdam – Potsdam, Kleine Gasse 3 ..." und in Tusche, teils unleserlich bezeichnet "Graff – Carl Christian Joseph ... – Sohn [von] August III. von Polen, Herzog von Curland von 1758–1763 – starb 1796", 1774 schuf Anton Graff (1736–1813) ein dem unseren nahezu identisches ovales Kopfbildnis des sächsischen Prinzen Carl Christian von Sachsen in Öl, welches heute in der Alten Nationalgalerie Berlin verwahrt wird, ein weiteres Gemälde unter Verwendung eben jenes Kopfbildnisses Anton Graffs zeigt den sächsischen Prinzen in nahezu identischer Komposition wie unser Gemälde als Halbfigurenbildnis mit der charakteristischen Handhaltung vor dramatischer Landschaft, dieses Gemälde wird Johann Baptist von Lampi dem Älteren (1751–1830) zugeschrieben und wurde zeitweise für ein Portrait von Fürst Stanislaus Poniatowski (1754–1833) gehalten, doubliert, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 82 x 67 cm.