Gretchen Wohlwill, Essender Junge
an einem Tisch essender Knabe, mit wenigen, sicher ausgeführten Strichen angelegte Zeichnung, Tuschefeder auf Papier, Mitte 20. Jh., laut Angaben auf der Rahmenrückwand Nachlassstempel auf der Rückseite des Blattes (Rahmen nicht geöffnet), gleichmäßig gebräunt, im Randbereich minimal fleckig sowie leicht wellig, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 31 x 25,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Margarete Wohlwill, dt.-jüdische Malerin und Graphikerin (1848 Hamburg bis 1962 Hamburg), Tochter des Chemikers und Historikers Emil Wohlwill, ab 1894 Besuch der Kunstschule Valeska Röver in Hamburg, 1904-05 Aufenthalt in Paris und Studium an der Académie de la Grande Chaumière bei Lucien Simon und Jacques Blanche, 1909-10 Studium bei Henri Matisse an der Académie Matisse in Paris, ab 1910 Kunsterzieherin an der Emilie-Wüstenfeld-Schule in Hamburg, 1919 Mitbegründerin der Hamburger Sezession, ab 1920 Mitglied im Hamburger Kunstverein, Studienreisen nach London, Italien und Frankreich, ab 1927 Freundschaft mit Eduard Bargheer, 1932 Einzelausstellung im Hamburger Kunstverein, 1933 unter Zwang durch das NS-Regime Austritt aus der Hamburger Künstlerschaft und Entlassung aus dem Schuldienst, 1936 Ausschluss au der Reichskammer der Bildenden Künstler und Malverbot, 1940 Emigration nach Portugal, ab 1945 in Portugal als Malerin tätig, 1952 Rückkehr nach Hamburg, 1959 Ernennung zum Ehrenmitglied des Berufsverbandes bildender Künstler in Hamburg, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Der neue Rump und Wikipedia.