Darstellung der Belagerung und Zerstörung Leipzigs, insbesondere der im 13. Jahrhundert errichteten und 1549 durch Hieronymus Lotter zur Festung ertüchtigten Pleißenburg, durch die schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg (1618-48), oben in Schriftkartusche betitelt "Das Veste Schloß Pleißenburg zu Leipzig und wie solches von den Schwedischen zur übergab bezwungen worden Anno 1642", das Blatt zeigt neben der Pleißenburg und deren Zerstörungen eindrucksvoll die Taktik der Angreifer mit der seinerzeitigen Militärtechnik, neben markanten Bauwerken wie der Thomaskirche, dem Rathausturm und dem Turm der Nikolaikirche erscheinen auch heute nicht mehr vorhandene Gebäude wie die 1561-64 errichtete "Eußerste Waßerkunst [Äußerste oder Rote Wasserkunst]" am Pleißemühlgraben, unten ausführliche Legende zur Darstellung und zum seinerzeitigen Geschehen, Kupferstich auf Bütten aus Matthäus Merians des Älteren "Theatrum Europaeum" von 1643, Blatt gering lichtrandig und fleckig, Holzwurmlöchlein, ins Passepartout eingeheftet, ungerahmt, Plattenmaße ca. 28,5 x 17 cm, Blattmaße ca. 34 x 20,5 cm. Künstlerinfo: schweizerischer Kupferstecher, Buchhändler und Verleger (1593 Basel bis 1650 Schwalbach), 1606-09 Schüler des Kupferstechers Dietrich Meyer und des Glasmalers Christof Murer in Zürich, 1610 bei Friedrich Brentel in Straßburg, 1625 Übernahme der Kunsthandlung seines Schwiegervaters Johann Theodor de Bry in Frankfurt am Main, nach seinem Tod führten seine Söhne Matthäus der Jüngere und Caspar sowie später deren Nachkommen den Verlag unter der Bezeichnung ”Merians Erben” bis 1727 weiter und vervollständigten seine Hauptwerke ”Topographia Germaniae” und ”Theatrum Europaeum”, Quelle: Thieme-Becker und Internet.
Katalog-Nr.: 3851
Limit: 90,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Halbfigurenbildnis des etwa 40-jährigen albertinischen Prinzen Karl Christian Joseph Ignaz Eugen Franz Xaver von Polen und Sachsen (1733 Dresden bis 1796 Dresden) und 1758–63 Herzog von Kurland und Semgallen im roten mit dunkelgrünen Samtaufschlägen besetzten Justaucorps mit hellblauem Ordensband sowie Orden und Bruststern des polnischen Ordens des Weißen Adlers im Halbprofil, vor dramatisch bewölkter Sommerlandschaft, fein lasierend Malerei in kraftvoll leuchtender Farbigkeit, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen Fragmente eines Speditionsetiketts, mehrfach, teils von Klebeband verdeckter Stempel "Staatlicher Kunsthandel der DDR – VEH Bildende Kunst und Antiquitäten – Antiquitäten Potsdam – Potsdam, Kleine Gasse 3 ..." und in Tusche, teils unleserlich bezeichnet "Graff – Carl Christian Joseph ... – Sohn [von] August III. von Polen, Herzog von Curland von 1758–1763 – starb 1796", 1774 schuf Anton Graff (1736–1813) ein dem unseren nahezu identisches ovales Kopfbildnis des sächsischen Prinzen Carl Christian von Sachsen in Öl, welches heute in der Alten Nationalgalerie Berlin verwahrt wird, ein weiteres Gemälde unter Verwendung eben jenes Kopfbildnisses Anton Graffs zeigt den sächsischen Prinzen in nahezu identischer Komposition wie unser Gemälde als Halbfigurenbildnis mit der charakteristischen Handhaltung vor dramatischer Landschaft, dieses Gemälde wird Johann Baptist von Lampi dem Älteren (1751–1830) zugeschrieben und wurde zeitweise für ein Portrait von Fürst Stanislaus Poniatowski (1754–1833) gehalten, doubliert, Altersspuren, im schönen Goldstuckrahmen, Falzmaße ca. 82 x 67 cm, beigegeben Kopie eines Gutachten von Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan vom 15.06.2000.
Katalog-Nr.: 3852
Limit: 9000,00 €, Zuschlag: 0,00 €
oberhalb der Darstellung bezeichnet "Saxonia Superior, cum Lusatia et Misnia" (Obersachsen mit der Lausitz und Meißen), Darstellung des Gebiets zwischen Frankfurt/Oder im Norden, Zobten in Schlesien im Osten, Prag im Süden und Jena im Westen, erschien unter anderem 1645 im Atlas Novus, teilkolorierter Kupferstich auf Bütten, rückseitig Text, mittig übliche geglättete Bugfalte, außerhalb der Darstellung minimal fleckig, sonst sehr gut erhalten, unter Passepartout montiert, Darstellungsmaße ca. 39 x 50,5 cm, Blattmaße ca. 48 x 59,5 cm. Künstlerinfo: auch Guilielmus Janssonius Caesius, Guiljelmus Blaeuw, Willem Jansz, Willems Jans Zoon, Guilielmus oder G. Blaeu, niederländischer Kartograf und Verleger (1571 Uitgeest bei Alkmaar bis 1638 Amsterdam), studierte 1594–96 Astronomie und Kartographie bei Tycho Brahe, ab 1603 in Amsterdam tätig, fertigte zunächst Erdgloben, später Land- und Seekarte, 1633 Ernennung zum "Kaartenmaker van de Republiek" und offizieller Kartograph für die Niederländische Ostindien-Kompanie, sein Hauptwerk ist der "Atlas Blaeu (später "Atlas Maior)", welcher von Blaeu zusammen mit seinem Sohn Joan Blaeu herausgegeben wurde, er erschien unter dem Titel „Theatrum orbis terrarum, sive, Atlas novus 1635“ als Satz von zwei Bänden auf Deutsch, Niederländisch, Latein und Französisch, 1645 in vier Bänden, 1662 in 11 Bänden mit Seeatlas, umfasste fast 600 Karten mit insgesamt 3.000 Seiten lateinischem Text, Quelle: AKL und Internet.
Katalog-Nr.: 3855
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
prächtige Darstellung der Parade der siegreichen Koalition der alliierten Streitkräfte Preußens, Russlands, Österreichs und Schwedens auf dem Hauptmarkt vor dem alten Rathaus in Leipzig, nach der Völkerschlacht bei Leipzig am 19. Oktober 1813, die Abbildung verrät nichts von den Schrecken der vom 16.10.–19.10. währenden Schlacht unweit des Marktplatzes vor den Toren der Stadt, handkolorierte Aquatinta-Radierung, unter der Darstellung englisch betitelt "Grand Entry of the Allied Sovereigns into Leipsic [dt.: Große Parade der siegreichen Alliierten in Leipzig]" und Ergänzung "From a Drawing made on the Spot, on the 19. Octr. 1813 [dt.: Nach einer Zeichnung, die am 19. Oktober 1813 vor Ort angefertigt wurde.]", darunter Verlagsangabe und datiert "Published by R. Bowyer, Pall Mall, 1816", die Darstellung entstammt dem mehrbändigen Werk "The Triumphs of Europe in the Campaigns of the Years 1812, 1813, 1814 and An Illustrated Record of Important Events in the Annals of Europe during the Last Four Years; ... [dt.: Die Triumphe Europas in den Feldzügen der Jahre 1812, 1813, 1814 und eine illustrierte Aufzeichnung wichtiger Ereignisse in den Annalen Europas während der letzten vier Jahre; ...]", zur Urheberschaft der unsignierten Bilder ist hier vermerkt "... nach Originalzeichnungen aus der Sammlung Seiner Kaiserlichen Majestät des Kaisers von Russland: und aus anderen authentischen Quellen ...“, Altersspuren, hinter Glas und Passepartout gerahmt, Darstellung ca. 28 x 52 cm. Künstlerinfo: englischer Verleger, Aquarell- und Miniaturmaler, wohl auch Kupferstecher (1758 Portsmouth bis 1834 Byfleet), zunächst als Kaufmann in Portsmouth und London tätig, Ende der 1770er Jahre wohl Schüler von John Smart, 1788 zum Aquarellmaler Königs Georg III. und zum Miniaturmaler der Königin ernannt, ab Ende der 1790er Jahre als Verleger in London tätig, veröffentlichte unter anderem die "Historische Galerie" mit Kupferstichen nach eigener und fremder Zeichnung sowie 1814–16 das mehrbändige Standardwerk zu den Befreiungskriegen "The Triumphs of Europe in the Campaigns of the Years 1812, 1813, 1814 and An Illustrated Record of Important Events in the Annals of Europe during the Last Four Years [dt.: Die Triumphe Europas in den Feldzügen der Jahre 1812, 1813, 1814 und eine illustrierte Aufzeichnung wichtiger Ereignisse in den Annalen Europas während der letzten vier Jahre]", beschickte 1783–1828 die Ausstellungen der Royal Academy und 1828 die Free Society, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Benezit und Internet.
Katalog-Nr.: 3858
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Blick auf den beschaulichen, von Feldern und leichten Hügeln umgebenen Ort in Ostsachsen (nicht eindeutig zuordenbar), mit feinem Pinsel ausgeführtes Aquarell, im unteren rechten Bereich signiert und datiert "Alfred Müller 1866", unter der Darstellung mittig betitelt "Haselbach", im unteren Randbereich kleinere Retuschen, minimal fleckig, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ohne Schrift ca. 15,5 x 22,5 cm.
Katalog-Nr.: 3860
Limit: 90,00 €, Zuschlag: 0,00 €
nackte Männer und Frauen am Bach, in sommerlicher mediterraner Landschaft mit Tempelruinen, im warmen Abendlicht, 1846 veröffentlichte Papperitz in Dresden ein Mappenwerk "Zwölf Radirungen von G. F. Papperitz, Landschaftsmaler" in dem ein Blatt "Porta del Oriente a Paesto [dt.:Tor zum Osten in Paestum]" enthalten ist, mit großer Wahrscheinlichkeit skizziert Papperitz in vorliegendem Werk im Hintergrund mittig den Poseidontempel und rechts davon den Tempel der Hera in Paestum/Kampanien, nicht zuletzt die Italien- und Griechenlandbegeisterung seines Lehrers Carl Rottmann dürfte den jungen Maler Papperitz 1838-41 verleitet haben, auf Grand Tour nach Italien zu ziehen und für einige Jahre in Rom der vitalen deutschen Künstlergemeinschaft anzugehören, die italienischen Motive dominierten, auch zurückgekehrt nach Deutschland, als Sehnsuchtslandschaften sein künstlerisches Schaffen, dabei ist augenscheinlich, dass es dem Künstler nicht um Details und topographische Genauigkeit, sondern wie im vorliegenden Kabinettstück sichtbar um die Stimmung aus Licht und Mythos der arkadischen Landschaft ging, gering pastose Malerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Karton, Mitte 19. Jh., unsigniert, rückseitig gestempelt "Nachlass G. F. Papperitz - O. Schütz" - 1920 gelangte aus dem Nachlass des Enkels Oskar Schütz in Dresden ein Werkkonvolut zur Versteigerung nach Frankfurt am Main - die meist unsignierten Werke wurden mit dem hier verwendeten Nachlassstempel versehen, geringe Craquelure, winzige Farbplatzer, gerahmt, Falzmaße ca. 18,5 x 27 cm. Künstlerinfo: irrtümlich Gustav Heinrich Pappritz, dt. Landschafts- und Genremaler sowie Radierer (1813 Dresden bis 1861 Dresden), studierte ab 1833 an der Akademie Dresden, hier Schüler von Johan Christian Clausen Dahl, ab 1836 weitergebildet bei Carl Rottmann in München, 1838-41 Studienaufenthalt in Rom, unternahm Studienreisen nach Norwegen und 1851 Aufenthalt in Spanien (unter anderem in der andalusischen Stadt Elche), beschickte Münchner, Wiener und Dresdner Kunstausstellungen, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Heller, Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Friedrich Noack "Deutsches Leben in Rom, 1700 bis 1900", Müller-Singer, Müller-Klunzinger, Seubert und Internet.
Katalog-Nr.: 3861
Limit: 500,00 €, Zuschlag: 0,00 €
neun Blatt, meist aus "Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen" und "Saxonia", vorhanden sind Rützengrün, Tirpersdorf, Lengenfeld, Obergöltzsch, Oberlauterbach, Rodau, Freiberg (zwei verschiedene Ansichten) und Schloditz, Lithographien, meist mit Tonplatte auf verschiedenen Papieren, Mitte 19. Jh., unterschiedliche Erhaltung, Blattmaße max. ca. 27 x 35,5 cm.
Katalog-Nr.: 3864
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Blick über eine blütenreiche Wiese auf eine Baumgruppe, im Hintergrund hügelige Landschaft mit sommerlichem Wolkenbild, Öl auf Sperrholz, um 1290, links unten signiert, Farbfehlstellen, reinigungsbedürftig, in späterer gekehlter Leiste, rückseitig Rahmenetikett Weber Mainz, Falzmaße ca. 21 x 27 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts-, Theater- und Marinemaler (1879 Leipzig bis 1955 Leipzig), studierte an der Akademie Leipzig, Studienaufenthalte in der Schweiz, Italien, Island und Österreich, bereiste darüber hinaus ganz Deutschland und malte auch im Vogtland, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, tätig in Leipzig, Quelle: Vollmer, Dressler und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3881
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
sommerliche Erzgebirgslandschaft mit Blick von einer Anhöhe über das Tal der Zschopau zum Schellenberg mit dem kurfürstlichen Jagdschloss Augustusburg und der Pfarrkirche St. Petri, unter effektvoll bewölktem Himmel, pastose Malerei mit breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert und undeutlich datiert "H. Grosser [19]62", schön in Eichenleiste gerahmt, Falzmaße ca. 60 x 80 cm.
Katalog-Nr.: 3888
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 0,00 €
acht Blatt mit diversen Ansichten von Bad Elster wie Albertbad, Kurtheater und Kurhaus sowie Panoramaansichten, ein Selbstportrait und zwei bäuerliche Darstellungen, meist Lithographien (ein Blatt koloriert) auf verschiedenen Papieren, um 1920, teils von Hand signiert "Hermann Knothe", unterschiedliche Erhaltung, Darstellungsmaße ca. 33,5 x 50 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1891 Leipzig bis 1961 Bad Elster), 1906–09 Lehre als Lithograph, 1909 zeitweise Zeichner im Leipziger Kunstverlag Eckert & Pflug, parallel 1907–09 Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, später bei Carl Bantzer, Robert Sterl, Ferdinand Dorsch und Walter Tiemann in Dresden, Privatlehrer eines Sohnes König Friedrich August III. von Sachsen, ab 1915 Kriegsdienst und schwere Kriegsverletzung im 1. Weltkrieg, 1916 zur Kur nach Bad Elster, daraufhin zunächst wechselnd in Leipzig und Bad Elster tätig, ab 1936 ausschließlich in Bad Elster, Quelle: Frank Weiß "Malerei im Vogtland", Wikipedia und Internet.
Katalog-Nr.: 3892
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
saftig grüne Wiesen und einige Baumgruppen in dem bei Oberreichenbach gelegenen sanften Tal, welches neben Walter Löhner auch für Fredo Bley das bevorzugte Malgebiet wurde, mit kurzen Strichfolgen ausgeführte Landschaftsmalerei in kraftvoller, leuchtender Farbigkeit, Öl auf Pappe oder auf kaschiertem Papier, Mitte 20. Jh., unsigniert, die Struktur des angerauten Malträgers erkennbar, Retuschen, gerahmt, Sichtmaße ca. 38,5 x 45 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1899 Reichenbach bis 1968 Rodewisch), künstlerisch Autodidakt, zeitweise als Hafenarbeiter in Hamburg tätig, 1933-45 wegen Ablehnung von Arbeitsverpflichtung und kritischen Äußerungen zeitweilig inhaftiert, nach 1945 weiter unangepasst, tätig in Reichenbach und später in Mylau, starb verarmt und nervlich zerrüttet in der Psychiatrie Rodewisch, Quelle: Frank Weiß „Malerei im Vogtland“ und Info seines Schülers Fredo Bley.
Katalog-Nr.: 3902
Limit: 140,00 €, Zuschlag: 90,00 €
sommerlicher Blick vom Palaisgarten des Japanischen Palais des Neustädter Elbufers, über die Elbe mit Dampfschiff, auf die Altstädter Seite mit Frauenkirche, Secundogenitur, Ständehaus, Rathausturm, Hofkirche und Schloss und dem Italienischen Dörfchen, stimmungsvolle Vedute der berühmten Dresdner Altstadtsilhouette vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf Leinwand, links unten signiert und ortsbezeichnet "Rud. Poeschmann Dresden", rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlich betitelt "Dresden v. Palasgarten [sic. – meint Palaisgarten]" und rechts nochmals schwach signiert, ortsbezeichnet und wohl datiert "Rud. Poeschmann Dresden 1924", gerahmt, Falzmaße ca. 61, x 80,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Karl Julius Rudolf Poeschmann, auch Rudolph, dt. Landschafts- und Genremaler, Zeichner und Graphiker (1878 Plauen/Vogtland bis 1954 Dresden), Kindheit in Plauen, hier Förderung durch den Zeichenlehrer Hermann Reinstein (1844–1935), anschließend Privatschüler einer Münchner Kunstschule, studierte ab 1896 an der Akademie München bei Johann Caspar Herterich, ab 1897 Studium an der Akademie Dresden bei Carl Bantzer und Meisterschüler bei Gotthard Kuehl, anschließend freischaffend in Dresden, regelmäßige sommerliche Studienreisen durch Sachsen (besonders das Vogtland, Erzgebirge und die Lausitz), nach Franken, in den Harz sowie nach Österreich, Holland, Frankreich (Paris) und in die Schweiz, beschickte diverse Ausstellungen wie den Glaspalast München, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, in der Dresdner Künstlervereinigung, im Dresdner "Märzbund" und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Müller-Singer, Matrikel der Dresdner und der Münchner Akademie, Glaspalastkataloge und Frank Weiß "Malerei im Vogtland".
Katalog-Nr.: 3907
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 0,00 €
über mächtige Felsbrocken fließender Bach, vor der imposanten Kulisse der schneebedeckten Berge, Mischtechnik (Kohle, Pastell, Deckfarben und Öl) auf Karton, um 1910, unten links signiert "H. Taeger", Altersspuren, ohne Glas gerahmt, Falzmaße ca. 53,5 x 41 cm. Künstlerinfo: auch Karl Hanns [Hans] Täger, dt. Landschafts- und Tiermaler sowie Graphiker (1856 Neustadt bei Stolpen in Sachsen bis 1937 Langebrück bei Dresden), Schüler der Dresdner Kreuzschule, ab 1873 Studium an der Akademie in Dresden bei Paul Mohn und 1876-78 hier Atelierschüler bei Julius Hübner, ab Ostern 1876 für ein Jahr Schüler von Heinrich von Zügel in München, wirkte danach als Landschaftsmaler und bis 1905 als Lehrer an der Kunstakademie Dresden, beschickte die Ausstellungen des Sächsischen Kunstvereins und der Kunstakademie Dresden sowie auswärtige Ausstellungen wie die Bremer Kunstausstellung, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, der Künstlervereinigung „Goppelner Gruppe und der Dresdner Künstlergenossenschaft, 1894-1937 in Langebrück bei Dresden tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Boetticher, Friedrich "Ludwig Richter und sein Schülerkreis", Müller-Singer und Internet.
Katalog-Nr.: 3923
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €
über die Elbe führende Albertbrücke in Dresden, mit der heutigen Staatskanzlei im Hintergrund, Radierung, Plattenmaße ca. 14,5 x 20 cm sowie Kirche mit Friedhof, Lithographie, Darstellungsmaße ca. 14,5 x 8,5 cm, jeweils in Blei signiert "P. Wilhelm", unterschiedliche Erhaltung, beigegeben Radierung von Mini Herzing. Künstlerinfo: eigentlich Paul Alfred Wilhelm, dt. Maler, Zeichner und Grafiker (1886 Greiz bis 1965 Radebeul), Kindheit in Greiz, 1903–05 Schüler der Kunstgewerbeschule Dresden bei Paul Hermann Naumann, studierte 1905–12 an der Akademie Dresden bei Richard Müller, Oskar Zwintscher und Osmar Schindler, ab 1908 Meisterschüler von Gotthardt Kuehl, 1910 erste Ausstellung im Kunstsalon Emil Richter Dresden, ab 1911 in Niederlößnitz tätig, 1915–18 Militärdienst, ab 1922 zahlreiche Studienreisen nach Italien, Frankreich, Holland, der Schweiz, England sowie Salzburg und Wien, 1930 Ehrung mit dem Albrecht-Dürer-Preis Nürnberg, Mitglied des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands, des Deutschen Künstlerbundes Weimar und der Dresdner Künstlervereinigung (Sezession), ab 1935 Mitglied des "Kreis der Sieben", 1944–45 Kriegsdienst und -gefangenschaft, 1946 Ernennung zum Prof. h.c., Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, 1956 Ehrenbürgerwürde der Stadt Radebeul und ab 1960 Ehrenpension, tätig in Radebeul, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Singer, Eisold "Künstler in der DDR", Schülerlisten der Dresdner Akademie und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3928
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €
sommerlicher Blick vom Neustädter Ufer über die Elbe, auf die Silhouette der Dresdner Altstadt mit Frauenkirche, Ständehaus, Rathaus, katholischer Hofkirche, italienischem Dörfchen und Residenzschloss im hellen, warmen Sonnenlicht, pastose, impressionistische Vedutenmalerei, Öl auf Karton, um 1940, rechts unten signiert "Alfred Winkler", rückseitig Rahmungsetikett "art + form ... Dresden" sowie Etikett "Eigentum der Commerzbank AG ...", Altersspuren, gerahmt, Falzmaße ca. 80 x 120 cm. Künstlerinfo: dt. Stadtplaner und Maler (1896 Nünchritz bis 1962 Radebeul), ab Anfang der 1920er Jahre in Dresden ansässig, hier Beamtenlaufbahn beim Rat der Stadt Dresden im Stadtplanungsamt bis kurz vor seinem Tod, malte in seiner Freizeit Ansichten von Dresden, der Alpen und der Sächsischen Schweiz, Quelle: Otto Schubert in "Neue Bauwelt" 1946, Heft 9 "Brief aus Dresden" und Internet.
Katalog-Nr.: 3929
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Komposition aus verschiedenen Figuren und Zeichen, Farblichtdruck auf leichtem Karton, unter der Darstellung in Blei rechts signiert und datiert "Heinze (19)95", links bezeichnet "Druckerexempl." sowie mittig betitelt "Strom", hinter Glas gerahmt, Blattmaße ca. 68 x 98 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Graphiker, Bildhauer und Buchkünstler (geboren 1950 in Leipzig), 1966–69 Ausbildung als Maurer mit Abitur, 1969–74 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, 1974–77 Meisterschüler von Bernhard Heisig und Werner Tübke, ab 1977 Mitglied im VBK der DDR, ab 1980 Zusammenarbeit mit Olaf Wegewitz, Mitinitiator des „1. Leipziger Herbstsalons“, 1983–86 Arbeit am Kunstbuch „unaulutu“, seit 1985 Zusammenarbeit mit der Keramikerin Claudia Rückert, 1989–90 Studienreise nach Mexiko und Kuba, lebt und arbeitet in Groß-Pelsen, Quelle: Eisold „Künstler in der DDR und Internet.
Katalog-Nr.: 3933
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 0,00 €
spontan wirkende, dynamische Komposition des aus Leipzig stammenden Künstlers, Mischtechnik auf Papier und auf starken Karton kaschiert, oben mittig signiert, datiert und betitelt "Kowski (19)93 fischendes Kind", geringe Altersspuren, hinter Glas in Objektrahmen freigestellt, Blattmaße ca. 72 x 102 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1963 in Leipzig geboren), Lehre als Schriftmaler, 1984–89 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, in zahlreichen Museen im In- und Ausland vertreten, lebt und arbeitet in Berlin. Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 3936
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €
an Konstruktionszeichnungen erinnernde Komposition über braun changierendem Grund, Kohle und Deckfarben auf Karton, an der unteren Kante von Hand signiert und datiert "Kowski (19)98" sowie betitelt "Stuhl I-18", leichte Wischspuren wohl vom Künstler beabsichtigt, hinter Glas gerahmt, Falzmaße ca. 140,5 x 100,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1963 in Leipzig geboren), Lehre als Schriftmaler, 1984–89 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, in zahlreichen Museen im In- und Ausland vertreten, lebt und arbeitet in Berlin. Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 3937
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €
strenges geometrisches Liniengerüst über blauem, nicht deckend blau überarbeitetem Grund, Kohle und Deckfarben auf Karton, unter der Darstellung links von Hand signiert und datiert "Kowski (19)98" und betitelt "Stuhl I-27", hinter Glas gerahmt, Falzmaße ca. 140,5 x 101 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1963 in Leipzig geboren), Lehre als Schriftmaler, 1984–89 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, in zahlreichen Museen im In- und Ausland vertreten, lebt und arbeitet in Berlin. Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 3938
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €
typisches Thema des Künstlers um die Probleme der menschlichen Existenz mit Schriftzug "Ecce Homo" und Prägung eines menschlichen Torsos, Farbradierung mit schwarzer Prägung auf Bütten, links unter der Platte in Blei nummeriert "27/30" und rechts unten handsigniert und datiert "Morgner [19]92", freigestellt hinter Glas gerahmt, Plattenmaße ca. 49,5 x 32 cm. Künstlerinfo: eigentlich Michael Kurt Thomas Morgner, dt. Maler, Zeichner, Graphiker und Plastiker (geboren 1942 in Dittersdorf bei Chemnitz), 1960–61 Tätigkeit bei der DEWAG, 1961–66 Studium an der HGB Leipzig bei Heinz Wagner, Harry Blume und Irmgard Horlbeck-Kappler, ab 1966 freischaffend in Dittersdorf, 1974 Umzug nach Einsiedel, Gründungsmitglied der "Galerie oben", 1977 Mitbegründer der Produzentengalerie "Clara Mosch", bis 1988 Mitglied und zeitweise Bezirks-Vorstandsmitglied des VBK der DDR, unternahm Studienreisen, u. a. in die UdSSR und nach Polen, beschickte zahlreiche Ausstellungen, 1991 Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste Dresden und der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, tätig in Einsiedel, Quelle: Eisold "Künstler in der DDR" und Internet.
Katalog-Nr.: 3949
Limit: 280,00 €, Zuschlag: 0,00 €
dunkelrote Farbfläche mit gelben, orangen und roten Strichstrukturen sowie skurriler Figur auf blauem Grund, pastose Malerei mit breitem, teils flächigem Pinselduktus, Öl auf grüner Leinwand und Spannrahmen, um 1990, rechts unten mit "XXX" signiert, ungerahmt, Maße ca. 140 x 110 cm. Künstlerinfo: dt. bildender Künstler (geboren 1959 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)), Lehre als Landschaftsgärtner, Studium der Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, seit 1985 freischaffend, hatte Lehraufträge an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg und am Bilbao Arte Centre, seit 2002 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, gilt als Begründer der Kunstgattung Spottkunst, lebt und arbeitet in Chemnitz, Quelle: Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3951
Limit: 500,00 €, Zuschlag: 0,00 €
typische Landschafts- und Vegetationslandschaft des Künstlers, Radierung mit Aquatinta auf Bütten, links unter der Platte nummeriert 11/20 sowie rechts unter der Platte handsigniert und datiert "Uhlig [19]79/80", am unteren Büttenrand mittig, teils undeutlich betitelt "Buschwerk" (Stecklenburg?)!, leichte Altersspuren, freigestellt hinter Glas und Passepartout gerahmt, Plattenmaße ca. 24 x 56 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner und Graphiker (geboren 1937 in Dresden), 1951–54 Lehre als Schrift- und Schildermaler, 1954–55 Schriftzeichner an der TU Dresden, 1955–60 Studium an der HBK Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer, 1960–61 freiberuflich tätig, 1961–63 Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin bei Hans Theo Richter, anschließend freiberuflich tätig, arbeitete bis 1979 auch als Lohndrucker im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz, Studienaufenthalte in Brodowin bei Chorin und (zusammen mit Gerda Lepke) in Lübow bei Penzlin, Glowe und im Erzgebirge, 1982–98 Sommeraufenthalte bei Deutschneudorf, 1989 Gastdozent an der Akademie Nürnberg, 1991 Gastprofessur an der Internationalen Akademie für Kunst und Gestaltung Hamburg, 1995–2002 Professor an der HBK Dresden, 1996 Vernichtung zahlreicher Arbeiten beim Brand des Künstlerhauses Loschwitz, unternahm Studienreisen nach Bulgarien, Polen, London, Mittelasien, die USA, Dänemark und Holland, Mitglied des VBK der DDR, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem 1887 den Käthe-Kollwitz-Preis, 1998 den Hans-Theo-Richter-Preis und den Sächsischen Verdienstorden, 2005 Ehrengast der Deutschen Akademie Rom in der Villa Massimo, zeitweise in Berlin Pankow ansässig, 1959–96 im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz, ab 1996 in Dresden-Helfenberg, seit 1991 jeweils im Frühjahr und Herbst Arbeitsaufenthalte in Südfrankreich (Faucon), Quelle: Vollmer, Eisold „Künstler in der DDR“ und Internet.
Katalog-Nr.: 3957
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 0,00 €
junges Paar beim Tanz, im zur linken Seite hin durch einen Vorhang begrenzten Bildausschnitt, siehe Werkverzeichnis Hofmaier 227 und Bibliographie Gallwitz 196, kontrastreicher Holzschnitt mit partiellen Schraffuren auf Maschinenbütten, 1922, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Beckmann", im linken Bereich durchschlagende Montagespuren, dezente Knickspuren und etwas ungleichmäßig beschnitten, im Passepartout freigestellt und hinter Glas gerahmt, auf Rahmenrückwand diverse Infos zum Künstler, Darstellungsmaße ca. 18,3 x 10,6 cm, Blattmaße ca. 20 x 13,5 cm. Künstlerinfo: Max Carl Friedrich Friedrich Beckmann, bedeutender dt. Maler, Grafiker und Bildhauer (1884 Leipzig bis 1950 New York), 1901-03 Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar bei Carl Frithjof Smith, ab 1902 lebenslange Freundschaft mit Ugi Battenberg und Minna Tube, 1903 mehrmonatiger Parisaufenthalt, die 1904 geplante Italienreise führte ihn nur bis nach Genf und hier Besuch bei Ferdinand Hodler, 1906 Villa-Romana-Preis und Beteiligung an der 11. Ausstellung der Berliner Sezession, Beitritt zum deutschen Künstlerbund und Heirat mit Minna Tube, 1907 Beitritt zur Berliner Sezession, 1908 zweite Parisreise und Geburt des Sohns Peter, 1909 Bekanntschaft mit Julius Meier-Graefe, 1910 zum Vorstandsvorsitzenden der Berliner Sezession gewählt, 1913 Austritt aus der Berliner Sezession und Gründung der Freien Sezession, 1914 freiwilliger Sanitätshelfer im 1. Weltkrieg, 1915 durch Kriegserlebnisse Nervenzusammenbruch, 1924 lernte Beckmann in Wien Mathilde Kaulbach kennen (Tochter von Friedrich August Kaulbach) und Trennung von Minna Tube, ab 1925 Meisteratelier in der Kunstschule des Städel in Frankfurt am Main, 1928 Verleihung des Reichsehrenpreises Deutscher Kunst und Retrospektive in Mannheim, 1930 Teilnahme an der Biennale in Venedig, 1932 Einrichtung des Beckmann-Saals in der Nationalgalerie Berlin, 1933, nach Machtergreifung der Nationalsozialisten, fristlose Kündigung seiner Professur im Städel und Entfernung zahlreicher Werke aus deutschen Museen und Sammlungen, Beschäftigung mit der Plastik, 1937 auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ vertreten, Exil in Amsterdam, 1939 Versuch, ein Visum in die USA zu erhalten - wurde ihm bis 1947 verwehrt, ab 1947 Lehrer an der Art School der Washington University in St. Louis und ab 1949 Professor an der Art School des Brooklyn Museums in New York, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer, Wikipedia und Internet.
Katalog-Nr.: 3966
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Harlekin mit Kostüm und maskiertem Affen, erschienen in "Deutsche Grafiker der Gegenwart" bei Kurt Pfister/Leipzig, siehe Hofmaier 173 und Gallwitz 146. Kreidelithographie auf leichtem Karton, 1920, gleichmäßig gebräunt, rückseitig typographisch bezeichnet "Beckmann: Pierrot mit Maske", Originallithographie, vorwiegend im Randbereich gebräunt, rückseitig Spuren alter Montierung, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 31,5 x 22 cm. Künstlerinfo: Max Carl Friedrich Friedrich Beckmann, bedeutender dt.-jüdischer Maler, Grafiker und Bildhauer (1884 Leipzig bis 1950 New York), 1901-03 Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar bei Carl Frithjof Smith, ab 1902 lebenslange Freundschaft mit Ugi Battenberg und Minna Tube, 1903 mehrmonatiger Parisaufenthalt, die 1904 geplante Italienreise führte ihn nur bis nach Genf und hier Besuch bei Ferdinand Hodler, 1906 Villa-Romana-Preis und Beteiligung an der 11. Ausstellung der Berliner Sezession, Beitritt zum deutschen Künstlerbund und Heirat mit Minna Tube, 1907 Beitritt zur Berliner Sezession, 1908 zweite Parisreise und Geburt des Sohns Peter, 1909 Bekanntschaft mit Julius Meier-Graefe, 1910 zum Vorstandsvorsitzenden der Berliner Sezession gewählt, 1913 Austritt aus der Berliner Sezession und Gründung der Freien Sezession, 1914 freiwilliger Sanitätshelfer im 1. Weltkrieg, 1915 durch Kriegserlebnisse Nervenzusammenbruch, 1924 lernte Beckmann in Wien Mathilde Kaulbach kennen (Tochter von Friedrich August Kaulbach) und Trennung von Minna Tube, ab 1925 Meisteratelier in der Kunstschule des Städel in Frankfurt am Main, 1928 Verleihung des Reichsehrenpreises Deutscher Kunst und Retrospektive in Mannheim, 1930 Teilnahme an der Biennale in Venedig, 1932 Einrichtung des Beckmann-Saals in der Nationalgalerie Berlin, 1933, nach Machtergreifung der Nationalsozialisten, fristlose Kündigung seiner Professur im Städel und Entfernung zahlreicher Werke aus deutschen Museen und Sammlungen, Beschäftigung mit der Plastik, 1937 auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ vertreten, Exil in Amsterdam, 1939 Versuch, ein Visum in die USA zu erhalten - wurde ihm bis 1947 verwehrt, ab 1947 Lehrer an der Art School der Washington University in St. Louis und ab 1949 Professor an der Art School des Brooklyn Museums in New York, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer, Wikipedia und Internet.
Katalog-Nr.: 3967
Limit: 360,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Konvolut von acht unikatären, großformatigen Arbeiten mit experimentellem Charakter, Materialdrucke, Schablonentechnik, Airbrush und Rakel auf Karton, 1994-96, jeweils Künstlerstempel "HSR", auf der Rückseite jeweils von Hand bezeichnet, signiert und datiert sowie Künstleraufkleber, geringe Erhaltungsmängel, Bogenmaße max. ca. 75 x 100 cm. Künstlerinfo: dt. Malerin und Graphikerin (1958 bis 2009), in Leipzig tätig, Ehefrau von Kurt Römhild. Quelle: Internet.
Katalog-Nr.: 3968
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €