Darstellung der Belagerung und Zerstörung Leipzigs, insbesondere der im 13. Jahrhundert errichteten und 1549 durch Hieronymus Lotter zur Festung ertüchtigten Pleißenburg, durch die schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg (1618-48), oben in Schriftkartusche betitelt "Das Veste Schloß Pleißenburg zu Leipzig und wie solches von den Schwedischen zur übergab bezwungen worden Anno 1642", das Blatt zeigt neben der Pleißenburg und deren Zerstörungen eindrucksvoll die Taktik der Angreifer mit der seinerzeitigen Militärtechnik, neben markanten Bauwerken wie der Thomaskirche, dem Rathausturm und dem Turm der Nikolaikirche erscheinen auch heute nicht mehr vorhandene Gebäude wie die 1561–64 errichtete "Eußerste Waßerkunst [Äußerste oder Rote Wasserkunst]" am Pleißemühlgraben, unten ausführliche Legende zur Darstellung und zum seinerzeitigen Geschehen, Kupferstich auf Bütten aus Matthäus Merians des Älteren "Theatrum Europaeum" von 1643, Blatt gering lichtrandig und fleckig, Holzwurmlöchlein, ins Passepartout eingeheftet, ungerahmt, Plattenmaße ca. 28,5 x 17 cm, Blattmaße ca. 34 x 20,5 cm. Künstlerinfo: schweizerischer Kupferstecher, Buchhändler und Verleger (1593 Basel bis 1650 Schwalbach), 1606–09 Schüler des Kupferstechers Dietrich Meyer und des Glasmalers Christof Murer in Zürich, 1610 bei Friedrich Brentel in Straßburg, 1625 Übernahme der Kunsthandlung seines Schwiegervaters Johann Theodor de Bry in Frankfurt am Main, nach seinem Tod führten seine Söhne Matthäus der Jüngere und Caspar sowie später deren Nachkommen den Verlag unter der Bezeichnung ”Merians Erben” bis 1727 weiter und vervollständigten seine Hauptwerke ”Topographia Germaniae” und ”Theatrum Europaeum”, Quelle: Thieme-Becker und Internet.
Katalog-Nr.: 3800
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
unten rechts bezeichnet und datiert "Marquisat de/Misnie/premiere Province/de la Saxe/À Paris chez le Sr. le Rouge/Ingenieur Geogr. du Roi, rue/des gr. Augustine/1758/A.P.D. R.", Darstellung des Gebiets zwischen Schweidnitz im Norden, Bautzen im Osten, Wunsiedel im Süden und Weimar im Westen, grenzkolorierter Kupferstich auf Bütten, breitrandiges Exemplar, mittig geglättete Faltlinie, geringe Einrisse, Darstellungsmaße ca. 48 x 56,5 cm, Blattmaße ca. 54 x 75 cm. Künstlerinfo: dt. Kartograph, Architekt und Kupferstecher (1707 Hannover bis um 1790), anfänglich vorwiegend als Kartograph tätig, ab 1736 in Paris ansässig, ab 1738 auch im Dienst des Moritz von Sachsen, ab 1747 auch als Importeur von Karten tätig, 1759 Veröffentlichung des Atlas d´Allemagne, ab 1773 vorwiegend Herausgabe von Gartenplänen und Gartenansichten, Quelle: Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3801
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 80,00 €
links unten zeittypische Rokokokartusche und hier bezeichnet sowie datiert "...Churfürstenth. Sachsen gehörigen Vogtlaendischen Creisses... Amsterd. bey Petr. Schenck... MDCCLVIII. (1758)", Darstellung des Gebiets zwischen Greiz im Norden, Graslitz im Osten, Selb im Süden und Schleiz im Westen, seitlich der Karte Register mit allen verzeichneten Orten, grenzkolorierter Kupferstich, an der unteren Kante Vermerk "Tob. Conr. Lotter Sculps, Aug. Vindel", mittig übliche Faltlinie, gebräunt, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt ca. 47 x 61 cm. Künstlerinfo: auch Petrus Schenk, deutsch-niederländischer Kupferstecher und Kartenverleger (1693 Amsterdam bis 1775 Amsterdam), Sohn und Schüler des Peter Schenk dem Älteren (1660–1718), ab 1718 Erbe des väterlichen Verlags, den er wesentlich ausbaute und um topographische Ansichten des mitteldeutschen Raums erweiterte, Zusammenarbeit mit dem sächsischen Kartographen und Land- und Grenzkommisar Adam Friedrich Zürner (1679–1742), später Übernahme der Druckplatten des Amsterdamer Kartenverlegers Nicolas Jansson Visscher II. und Herausgabe selbiger unter eigenem Namen, nach dem Tod seiner Schwester Maria 1770 Übernahme der Globenproduktion seines schon 1746 verstorbenen Schwagers Leonard Valck, erhielt 1752 ein auf zehn Jahre befristetes kursächsisch-polnisches Privileg zur Herausgabe seines "Atlas Saxonicus Novus", welcher letztendlich 49 sächsische Spezialkarten, meist auf Grundlage der Zürnerschen Vermessungen und diverse Veduten enthielt, neben den Karten Zürners verwendete Schenk zahlreiche Entwürfe des engen Mitarbeiters Zürners, des kursächsischen Grenzkondukteurs und Geografen Johann Paul Trenckmann aus Geringswalde, Schenk galt als bedeutendster Verleger sächsischer Spezialkarten der 1. Hälfte des 18. Jh., tätig in Amsterdam und in der bereits vom Vater begründeten Leipziger Zweigstelle seines Verlags, Quelle: Wikipedia, Sächsische Biografie und Internet.
Katalog-Nr.: 3802
Limit: 200,00 €, Zuschlag: 200,00 €
rechts oben vielfigürliche Rokokokartusche und hier bezeichnet "Dynastiae Comitat Schoenburgici, Wechselburg... Glauchau, Hartenstein, Lichtenstein, Waldenburg ... Matthaeo Seutterio ...", Darstellung des Gebiets zwischen Geringswalde im Norden, Frankenberg im Osten, Schneeberg im Süden und Ronneburg im Westen, seitlich der Karte Register der Städte, grenzkolorierter Kupferstich, 1. Hälfte 18. Jh., unten rechts bezeichnet "Tob. Conr. Lotter sc." (Stecher der Karte), mittig dezente Faltlinie, rückseitig mehrere Sammlungs- und Inventarstempel, Kartenmaße ca. 49 x 51 cm, Blattmaße ca. 51 x 60 cm. Künstlerinfo: auch Saiter, Seiter, Seuter Seyder, dt. Kartograph, Kupferstecher und Verleger (1678 Augsburg bis 1757 Augsburg), Sohn des Goldschmieds Matthäus I., ab 1697 Lehre bei Johann Baptist Homann in Nürnberg, nach Augsburg zurückgekehrt, Mitarbeit im Verlag Jeremias Wolff, 1710 Gründung eines eigenen Verlags mit Druckerei, 1731 zum kaiserlichen Geographen ernannt, nach Seutters Tod 1757 wurde der Verlag durch seinen Sohn Albrecht Karl (1722–1762), den Schwiegersohn Tobias Conrad Lotter (1717–1777) und den langjährigen Mitarbeiter Johann Michael Probst (gest. 1805) weitergeführt, Quelle: Thieme-Becker und Internet.
Katalog-Nr.: 3803
Limit: 390,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Stammbaum der ottonischen und sächsischen Herrscher, beginnend mit Conrad Markgraf von Meißen und endet mit Churfürst Christian II. sowie Kurfürst Johann Georg I. nebst seinen Kindern, im unteren Bereich wohl Darstellung von Meißen oder Dresden, erarbeitet von Antonio Albizzi, kolorierter Kupferstich, Anfang 17. Jh., rückseitig Text, geglättete Mittelfalte, Darstellungsmaße ca. 54 x 39 cm, Blattmaße ca. 58 x 44,5 cm.
Katalog-Nr.: 3804
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 330,00 €
Szene der Völkerschlacht bei Leipzig, mit den Kämpfen und nachrückenden Truppen, vor der Kulisse Leipzigs mit der Paulinerkirche, die Situation gibt in etwa den heutigen Augustusplatz wieder, handkolorierte Aquatinta-Radierung, unter der Darstellung englisch betitelt "Precipitate Flight of the French trough Leipsic pursued by Allied Armies. 19th October 1813 [dt.: Überstürzte Flucht der Franzosen durch Leipzig, verfolgt von den alliierten Armeen. 19. Oktober 1813]", mittig bezeichnet "From an Original Drawing made on the Spot, 19. Octr. 1813 [Nach einer Originalzeichnung, die vor Ort am 19. Oktober 1813 angefertigt wurde]", rechts unten Verlagsangabe und datiert "London, Pub´d by R. Bowyer, Pall Mall, 1815", die Darstellung entstammt dem mehrbändigen Werk "The Triumphs of Europe in the Campaigns of the Years 1812, 1813, 1814 and An Illustrated Record of Important Events in the Annals of Europe during the Last Four Years; ... [dt.: Die Triumphe Europas in den Feldzügen der Jahre 1812, 1813, 1814 und eine illustrierte Aufzeichnung wichtiger Ereignisse in den Annalen Europas während der letzten vier Jahre; . ...]", zur Urheberschaft der unsignierten Bilder ist hier vermerkt "... nach Originalzeichnungen aus der Sammlung Seiner Kaiserlichen Majestät des Kaisers von Russland: und aus anderen authentischen Quellen ...“, im Buch wird der englische Journalist Frederic Shoberl (1775–1853) zitiert, welcher 1814 ein Buch mit Augenzeugenberichten der Schlacht herausgab, hier ist zu lesen "... Die Stadt [Leipzig] war mit Kadavern bedeckt, und die Flüsse waren mit Leichen verstopft. Tausende von Händen waren nötig, um diese abscheulichen Objekte zu bergen und zu begraben, bevor man sich der Räumung des Schlachtfeldes um Leipzig widmen konnte. Da alle Hilfe suchten, war natürlich niemand da, der sie leisten konnte. Es war schwierig zu entscheiden, ob man zuerst bauen, schlachten, brauen, backen, die Toten begraben oder den Verwundeten helfen sollte, da alle diese Punkte gleichermaßen sofortiger Aufmerksamkeit bedurften. ...", etwas gebräunt, gering fleckig sowie leicht knitterspurig, Mittelbugfalz hinterklebt und leicht geöffnet, hinter Passepartout, Darstellung ca. 28 x 52,5 cm, Blattmaße ca. 34 x 57,5 cm. Künstlerinfo: englischer Verleger, Aquarell- und Miniaturmaler, wohl auch Kupferstecher (1758 Portsmouth bis 1834 Byfleet), zunächst als Kaufmann in Portsmouth und London tätig, Ende der 1770er Jahre wohl Schüler von John Smart, 1788 zum Aquarellmaler des Königs Georg III. und zum Miniaturmaler der Königin ernannt, ab Ende der 1790er Jahre als Verleger in London tätig, beschickte 1783–1828 die Ausstellungen der Royal Academy und 1828 die Free Society, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Benezit und Internet.
Katalog-Nr.: 3805
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 360,00 €
Szene aus der Leipziger Grimmaischen Vorstadt vor dem Grimmaischen Tor, welche sich vom heutigen Augustusplatz bis zum Johannisfriedhof erstreckte, das Motiv zeigt den platzartig geweiteten Grimmaischen Steinweg mit den dramatischen Spuren der Schlacht, einige versprengte Kosaken bergen Verwundete und Tote, die zwischen Pferden, geborstenen Wagen und Kanonen liegen, im Hintergrund der Johannisfriedhof mit der Johanniskirche, handkolorierte Aquatinta-Radierung, unter der Darstellung englisch betitelt "View of the Grimma Suburb, Leipsic [dt.: Blick auf die Grimmaer Vorstadt, Leipzig]", darunter Verlagsangabe und datiert "Published by R. Bowyer, Pall Mall, 1816", die Darstellung entstammt dem mehrbändigen Werk "The Triumphs of Europe in the Campaigns of the Years 1812, 1813, 1814 and An Illustrated Record of Important Events in the Annals of Europe during the Last Four Years; ... [dt.: Die Triumphe Europas in den Feldzügen der Jahre 1812, 1813, 1814 und eine illustrierte Aufzeichnung wichtiger Ereignisse in den Annalen Europas während der letzten vier Jahre; ...]", zur Urheberschaft der unsignierten Bilder ist hier vermerkt "... nach Originalzeichnungen aus der Sammlung Seiner Kaiserlichen Majestät des Kaisers von Russland: und aus anderen authentischen Quellen ...“, im Buch wird der englische Journalist Frederic Shoberl (1775–1853) zitiert, welcher 1814 ein Buch mit Augenzeugenberichten der Schlacht herausgab, hier ist zu lesen "... Die Stadt [Leipzig] war mit Kadavern bedeckt, und die Flüsse waren mit Leichen verstopft. Tausende von Händen waren nötig, um diese abscheulichen Objekte zu bergen und zu begraben, bevor man sich der Räumung des Schlachtfeldes um Leipzig widmen konnte. Da alle Hilfe suchten, war natürlich niemand da, der sie leisten konnte. Es war schwierig zu entscheiden, ob man zuerst bauen, schlachten, brauen, backen, die Toten begraben oder den Verwundeten helfen sollte, da alle diese Punkte gleichermaßen sofortiger Aufmerksamkeit bedurften. ...", Blatt lichtrandig, etwas fleckig und leicht knitterspurig, hinter Passepartout, Darstellung ca. 22,5 x 32,5 cm, Blattmaße ca. 31 x 44 cm. Künstlerinfo: englischer Verleger, Aquarell- und Miniaturmaler, wohl auch Kupferstecher (1758 Portsmouth bis 1834 Byfleet), zunächst als Kaufmann in Portsmouth und London tätig, Ende der 1770er Jahre wohl Schüler von John Smart, 1788 zum Aquarellmaler des Königs Georg III. und zum Miniaturmaler der Königin ernannt, ab Ende der 1790er Jahre als Verleger in London tätig, beschickte 1783–1828 die Ausstellungen der Royal Academy und 1828 die Free Society, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Benezit und Internet.
Katalog-Nr.: 3806
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 360,00 €
edler Ritter hoch zu Ross, mit seiner Prinzessin auf dem Schoß, begleitet von Zwergen, hier Variante ohne Druckvermerk, ein Abzug wurde 1866 auf der alljährlichen Kunstausstellung der Königlichen Akademie in Dresden gezeigt, unter der Darstellung betitelt "Wer das Glück hat, führt die Braut heim", Kupferstich, um 1865, im Druck bezeichnet links "Erfunden von Eduard Steinle" und rechts "Gest. v. Ludwig Friedrich in Dresden.", einige, teils hinterlegte Einrisse im Randbereich und minimal fleckig, Darstellung gut erhalten, Darstellungsmaße ohne Schrift ca. 48 x 32,5 cm, Blattmaße ca. 69,5 x 51,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Gotthelf Emil Louis (Ludwig) Friedrich, dt. Maler und Graphiker (1827 Friedrichstadt bei Dresden bis 1916 Dresden), bis 1849 Studium an der Königlichen Kunstakademie in Dresden, hier Schüler von Ludwig Richter, Mitarbeiter von Julius Taster in München, 1902 Ernennung zum Professor, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3807
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 150,00 €
in einer felsigen Landschaft umherziehender Zentaur, Blatt 6 aus Intermezzi, Opus IV, Radierung auf Japanpapier und auf Bütten kaschiert, Ersterscheinung 1881, unter der Darstellung, in der Platte links signiert "Max Klinger" und rechts nummeriert "VI", an der unteren linken Blattecke bezeichnet "... M. Klinger, Bergsturz", Japanpapier gebräunt und minimale Altersspuren, hinter Acryl gerahmt, Darstellungsmaße ca. 39,5 x 27,5 cm, Blattmaße ca. 61 x 45 cm. Künstlerinfo: bedeutender dt. Graphiker, Maler und Bildhauer (1857 Leipzig bis 1920 Großjena bei Naumburg/Saale), Sonntagsschüler der Zeichenschule Bauer in Leipzig, studierte ab 1874 bei Karl Gussow und Ludwig Des Coudres an der Akademie Karlsruhe, 1875 Wechsel mit Gussow an die Akademie Berlin, erhält 1876 Akademiezeugnis mit Prädikat „Außerordentlich“ und Silberne Medaille, 1879 in Brüssel tätig, hier Schüler von Emile Charles Wauters, 1880 in München ansässig, ab 1881 Atelier in Berlin, Freundschaft zu Karl Stauffer-Bern und Bekanntschaft zu Alfred Lichtwark, Studien- und Arbeitsaufenthalte in Paris und Rom, 1892 Gründungsmitglied der “Gruppe der XI”, ab 1893 Atelier in Leipzig, 1897 zum Professor der Leipziger Akademie ernannt, korrespondierendes Mitglied der Wiener Secession, 1901 Gründungsmitglied und ab 1906 Vorsitzender des Villa-Romana-Vereins, 1903 Erwerb des Weinberghäuschens in Großjena bei Naumburg, Quelle: Thieme-Becker, Wikipedia und Internet.
Katalog-Nr.: 3808
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 0,00 €
fast lebensgroße Portraits eines jungen Herrn und einer jungen Dame in schlichter schwarzer Kleidung, einfühlsame Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, rechts bzw. links unten signiert "Mittenzwey" sowie datiert "1867", jeweils mit Craquelure und Retuschen, das Damenbildnis mit restaurierter Leinwandstelle, im imposanten, goldfarbenen ovalen Prunkrahmen der Zeit, Falzmaße je ca. 66,5 x 49 cm. Künstlerinfo: eigentlich Carl Gottlob Mittenzwey, auch Karl Gottlob Mittenzweij, Mittenzwei, Mittentzwei, Mittentzweij oder Mittentzwey, dt. Portrait-, Landschafts- und Vedutenmaler sowie Zeichner und Kunstpädagoge (1822 Reichenbach im Vogtland bis 1890 Zwickau), studierte ab 1842 an der Akademie Dresden, weitergebildet in Antwerpen, später in Zwickau als Portraitmaler und Zeichenlehrer am Zwickauer Gymnasium tätig, Privatlehrer des jungen Fritz von Uhde, lieferte 1859 die Zeichnungen für die Lithographien des "Albums der Obererzgebirgischen Staats-Eisenbahn", Initiator zur Gründung des Zwickauer Kunstvereins und langjähriger Stadtverordneter in Zwickau, Quelle: Adressbuch der Kreisstadt Zwickau 1854, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Rudolf von Arps-Aubert "Carl Gottlob Mittenzwey: ein Zwickauer Porträtmaler des 19. Jahrhunderts", Dick-Brüggenthies-Münzel "Der Erfinder des Mittenzwey-Okulars: Moritz Mittenzwey (1836–1889)", Ulf Küster in "Fritz von Uhde – Vom Realismus zum Impressionismus".
Katalog-Nr.: 3809
Limit: 360,00 €, Zuschlag: 650,00 €
in zwischen Hügeln und Feldern gelegenes Dorf führender Weg mit einem Bauern auf dem Heimweg, im Hintergrund die typische Berg- und Hügellandschaft des Zittauer Gebirges, teils mit spitzem Pinsel ausgeführte Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, um 1870, links unten signiert "B. Mühlig", auf der Rahmenrückseite Zettel und hier alt bezeichnet "Oybin", somit entstand das Werk in der Näher der bekannten und von vielen Künstlern festgehaltenen Burg- und Klosterruine unweit der tschechischen Grenze, Alterscraquelure und im Randbereich Verluste der Farbschicht (die Ränder mit Ponalkleber verfestigt), in goldbronzierter Leiste der Zeit gerahmt, Falzmaße ca. 18 x 28 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts-, Genre- und Tiermaler sowie Illustrator und Porzellanmaler (1829 Eibenstock bis 1910 Dresden), Bruder des Meno Mühlig (1823–73) und Vater des Albert Ernst Mühlig (1862–1901), Ausbildung zum Tierpräparator, später autodidaktische Hinwendung zur Malerei, gefördert von seinem Bruder Meno Mühlig und von Hauptmann Wilhelm Hermann von Witzleben, ab 1854 mit Witzleben Studienreisen nach Böhmen, beschickte ab 1852 Ausstellungen, Mitglied des sächsischen Kunstvereins und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, war tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher, Müller-Singer, Bénézit, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Fabia Günther "Spätromantische Idylle" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3810
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 360,00 €
Blick auf den beschaulichen, von Feldern und leichten Hügeln umgebenen Ort in Ostsachsen (nicht eindeutig zuordenbar), mit feinem Pinsel ausgeführtes Aquarell, im unteren rechten Bereich signiert und datiert "Alfred Müller 1866", unter der Darstellung mittig betitelt "Haselbach", im unteren Randbereich kleinere Retuschen, minimal fleckig, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ohne Schrift ca. 15,5 x 22,5 cm.
Katalog-Nr.: 3811
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 0,00 €
nackte Männer und Frauen am Bach, in sommerlicher mediterraner Landschaft mit Tempelruinen, im warmen Abendlicht, 1846 veröffentlichte Papperitz in Dresden ein Mappenwerk "Zwölf Radirungen von G. F. Papperitz, Landschaftsmaler" in dem ein Blatt "Porta del Oriente a Paesto [dt.:Tor zum Osten in Paestum]" enthalten ist, mit großer Wahrscheinlichkeit skizziert Papperitz in vorliegendem Werk im Hintergrund mittig den Poseidontempel und rechts davon den Tempel der Hera in Paestum/Kampanien, nicht zuletzt die Italien- und Griechenlandbegeisterung seines Lehrers Carl Rottmann dürfte den jungen Maler Papperitz 1838–41 verleitet haben, auf Grand Tour nach Italien zu ziehen und für einige Jahre in Rom der vitalen deutschen Künstlergemeinschaft anzugehören, die italienischen Motive dominierten, auch zurückgekehrt nach Deutschland, als Sehnsuchtslandschaften sein künstlerisches Schaffen, dabei ist augenscheinlich, dass es dem Künstler nicht um Details und topographische Genauigkeit, sondern wie im vorliegenden Kabinettstück sichtbar um die Stimmung aus Licht und Mythos der arkadischen Landschaft ging, gering pastose Malerei in warmtoniger Farbigkeit, Öl auf Karton, Mitte 19. Jh., unsigniert, rückseitig gestempelt "Nachlass G. F. Papperitz – O. Schütz" – 1920 gelangte aus dem Nachlass des Enkels Oskar Schütz in Dresden ein Werkkonvolut zur Versteigerung nach Frankfurt am Main – die meist unsignierten Werke wurden mit dem hier verwendeten Nachlassstempel versehen, geringe Craquelure, winzige Farbplatzer, gerahmt, Falzmaße ca. 18,5 x 27 cm. Künstlerinfo: irrtümlich Gustav Heinrich Pappritz, dt. Landschafts- und Genremaler sowie Radierer (1813 Dresden bis 1861 Dresden), studierte ab 1833 an der Akademie Dresden, hier Schüler von Johan Christian Clausen Dahl, ab 1836 weitergebildet bei Carl Rottmann in München, 1838–41 Studienaufenthalt in Rom, unternahm Studienreisen nach Norwegen und 1851 Aufenthalt in Spanien (unter anderem in der andalusischen Stadt Elche), beschickte Münchner, Wiener und Dresdner Kunstausstellungen, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Heller, Boetticher, Schülerlisten der Dresdner Akademie, Friedrich Noack "Deutsches Leben in Rom, 1700 bis 1900", Müller-Singer, Müller-Klunzinger, Seubert und Internet.
Katalog-Nr.: 3812
Limit: 700,00 €, Zuschlag: 0,00 €
Halbfigurenbildnis einer sitzenden älteren Dame mit dezentem Schmuck, im spitzenbesetzten grauen Seidenkleid, eine Lorgnette in der linken Hand haltend, im Halbprofil vor dunklem, dezent tapetenartig gemustertem Grund, vermutlich handelt es sich bei der Dargestellten um ein Altersbildnis der sächsischen Königin und ab 1853 Ehefrau des künftigen Königs Albert von Sachsen (1828-1902), Carola von Sachsen (geboren als Carola von Wasa-Holstein-Gottorp, 1833 Kaiserstöckl bei Schloss Schönbrunn in Wien bis 1907 Dresden), Anton und Carola waren als Königspaar äußerst populär, so widmete sich Carola unter anderem bereits als Prinzessin karitativen Projekten - 1855 übernahm sie das Protektorat des sächsischen Pestalozzivereins, der sich der Unterstützung von hilfebedürftigen Witwen und Waisen verpflichtet sah, kümmerte sich im Deutschen Krieg 1866 um Verwundete und gründete 1867 den Albertverein, der sich der Krankenpflege verschrieb und der maßgeblich vom Königspaar unterstützt wurde, Leon Pohle - bereits seit 1877 Professor in Dresden und später zum Geheimen Hofrat ernannt, fertigte laut Boetticher 1882 und 1899 großformatige Gemälde von König Albert von Sachsen, neben zahlreichen anderen Mitgliedern der sächsischen Königsfamilie schuf Pohle laut Boetticher 1881 ein großformatiges Gemälde Carolas in königlicher Robe mit Krone, welches um 1887 als Holzstich publiziert wurde, unser Gemälde hat starke Ähnlichkeit mit überlieferten Fotos Carolas anlässlich des Wettinfestes 1889 und weiteren in den Folgejahren entstandenen Aufnahmen, das Gemälde zeigt eine in zurückhaltender, doch eleganter bürgerlicher Robe gekleidete Frau mit liebevoll-nachsichtigem, mütterlichem Blick - so wie sich Carola zeitlebens sah, lasierende Portraitmalerei mit trefflich erfasster Stofflichkeit und fein abgestimmter Farbigkeit, um 1890, rechts oben signiert "Leon Pohle", minimale Craquelure, partiell etwas farbschwundrissig, fachgerecht restaurierte kleine Fehlstellen in der Leinwand, im Goldstuckrahmen gefasst, Falzmaße ca. 99 x 72,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich Leon Pohle, dt. Genre-, Historien- und Portraitmaler (1841 Leipzig bis 1908 Dresden), 1857-60 Studium an der Akademie Dresden, 1860-64 Schüler von Joseph van Lerius in Antwerpen, 1864-66 Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar bei Ferdinand Pauwels, ab 1866 in Leipzig und Weiterbildung auf Studienreisen nach Paris, München und Wien, 1868-77 freischaffend in Weimar, 1877-1903 Professor an der Akademie Dresden, zum Geheimen Hofrat ernannt, beschickte diverse Ausstellungen in Berlin, Dresden, München, Wien, Hamburg, Stuttgart, Antwerpen und die Weltausstellung 1867 in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Boetticher und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3813
Limit: 550,00 €, Zuschlag: 1700,00 €
idyllisch komponierte sommerliche Hochgebirgslandschaft, mit Hirten und ihrer Herde aus Schafen und Ziegen am Gebirgsbach, vor steil aufragender Bergkulisse, gering pastose Genremalerei in der Nachfolge Ludwig Richters, Öl auf Leinwand, 1860er Jahre, rechts unten undeutlich monogrammiert "W.R.", Craquelure, wachsdoubliert, restauriert, schön in Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaße ca. 54,5 x 75 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner und Graphiker (1827 Dresden bis 1889 Dresden), anfänglich in der Lithographischen Anstalt seines Vaters Johann Heinrich Gottlob Rau tätig, 1841-52 Studium an der Kunstakademie in Dresden, hier Schüler von Ludwig Richter, 1858-62 Italienaufenthalt (unter anderem Olevano im Sabinergebirge), 1866-67 weitere Italienreise nach Olevano und Rom mit Albert Venus, Paul Mohn und Carl Wilhelm Müller, 1873-87 Zeichenlehrer am Polytechnikum in Dresden, parallel bis 1886 mehrere Jahre Lehrer für Aquarellmalerei an der Dresdner Akademie, 1877 Ernennung zum Professor, beschickte Dresdner Kunstausstellungen, tätig in Dresden, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Müller-Singer, Schülerlisten der Dresdner Akademie und Friedrich "Ludwig Richter und sein Schülerkreis".
Katalog-Nr.: 3814
Limit: 400,00 €, Zuschlag: 0,00 €
ländliche Szene mit Kinder umsorgender Magd, mit Schmetterlingen spielenden Kind auf der Zaunsäule, Katze am Milchkrug und weiteren drei Kindern, Lamm und Enten fütternd, Mischtechnik (Graphit, teils lavierter Tusche und etwas weißgehöht) auf leichtem, bräunlichem Karton, Mitte 19. Jh., auf Zeichnungsrückseite Zuschreibung "Originalzeichnung von Ludwig Richter" sowie teils unleserlich bezeichnet "AA... 400M", in Passepartout freigestellt und hinter Glas in Biedermeierleiste gerahmt, Blattmaße ca. 16,5 x 11,2 cm. Künstlerinfo: eigentlich Adrian Ludwig (Louis) Richter, dt. Maler, Radierer, Zeichner und Illustrator (1803 Dresden-Friedrichstadt bis 1884 Dresden-Loschwitz), ab 1815 Lehre bei seinem Vater, dem Zeichner und Kupferstecher Carl August Richter, studierte parallel dazu mit Stipendium an der Akademie Dresden, 1820-21 als Zeichner und Reisebegleitung des russischen Fürsten Narischkin in Südfrankreich und Paris (die entstandenen Werke gingen als Geschenk an die russische Zarin), 1821-23 Mitarbeiter seines Vaters in Dresden, 1823-26 Italienreise mit längerem Romaufenthalt, 1828-35 Lehrer an der Staatlichen Zeichenschule der Porzellanmanufaktur in Meißen, ab 1836 Nachfolger seines Vaters als Lehrkraft an der Dresdner Akademie, 1836 Wanderung durch den Harz, Franken und das Riesengebirge, ab 1838 erste Holzschnittillustrationen und 1841 Ernennung zum Professor für Landschaftsmalerei an der Dresdner Akademie, zahlreiche Ehrungen, unter anderem Goldmedaille auf der Weltausstellung Paris 1855 für sein Gemälde „Brautzug im Frühling“, 1873 Aufgabe der künstlerischen Arbeit infolge eines Augenleidens, 1876 Ausscheiden aus der Dresdner Akademie, tätig in Dresden-Loschwitz, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3815
Limit: 1500,00 €, Zuschlag: 0,00 €
ländliche Idylle mit um eine Blumenkrone tanzenden Kindern und entzückt dem Geschehen zusehenden Erwachsenen, Motiv als Holzstich erschienen in "Neuer Strauss fürs Haus" 1864 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig, siehe Hoff 465, Graphit, Farbstifte und etwas Tusche auf leichtem Karton, unten rechts bezeichnet und datiert "L. Richter 1864", gleichmäßig leicht gebräunt, in Passepartout freigestellt und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca.21,9 x 16,3 cm, Blattmaße ca. 23,4 x 16,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Adrian Ludwig (Louis) Richter, dt. Maler, Radierer, Zeichner und Illustrator (1803 Dresden-Friedrichstadt bis 1884 Dresden-Loschwitz), ab 1815 Lehre bei seinem Vater, dem Zeichner und Kupferstecher Carl August Richter, studierte parallel dazu mit Stipendium an der Akademie Dresden, 1820-21 als Zeichner und Reisebegleitung des russischen Fürsten Narischkin in Südfrankreich und Paris (die entstandenen Werke gingen als Geschenk an die russische Zarin), 1821-23 Mitarbeiter seines Vaters in Dresden, 1823-26 Italienreise mit längerem Romaufenthalt, 1828-35 Lehrer an der Staatlichen Zeichenschule der Porzellanmanufaktur in Meißen, ab 1836 Nachfolger seines Vaters als Lehrkraft an der Dresdner Akademie, 1836 Wanderung durch den Harz, Franken und das Riesengebirge, ab 1838 erste Holzschnittillustrationen und 1841 Ernennung zum Professor für Landschaftsmalerei an der Dresdner Akademie, zahlreiche Ehrungen, unter anderem Goldmedaille auf der Weltausstellung Paris 1855 für sein Gemälde „Brautzug im Frühling“, 1873 Aufgabe der künstlerischen Arbeit infolge eines Augenleidens, 1876 Ausscheiden aus der Dresdner Akademie, tätig in Dresden-Loschwitz, Quelle: Thieme-Becker und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3816
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 2800,00 €
Blick von einem leicht erhöhten Standort auf den belebten Marktplatz der Messestadt mit Siegesdenkmal und zu seiner Rechten das Alte Rathaus mit seiner Kolonnade, Mischtechnik (Aquarell und Deckweiß) auf Papier, rechts unten signiert und datiert "E. Satzger 1892", etwas geblichen, unter Passepartout der Zeit hinter Glas in Berliner Leiste gerahmt (teils bestoßen), Passepartoutausschnitt ca. 29 x 35,5 cm.
Katalog-Nr.: 3817
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 260,00 €
durch ein bewaldetes Tal in bergiger Landschaft macht sich ein Reisigsammler, mit dem Korb auf dem Rücken, aus der heimeligen Hütte zur Arbeit auf, aus deren Schornstein Rauch dringt, ein kleiner Bach rauscht durch felsiges Gelände, während das Laub der Bäume schon herbstliche Farben trägt, auf einer Anhöhe eine weitere Holzhütte unter leicht bewölktem Himmel, anrührende, romantische, gering pastose Landschaftsmalerei in freundlicher Farbigkeit, Öl auf Leinwand, Mitte 19. Jh., rechts unten Signaturfragment wohl lautend "Zimmermann", rückseitig auf der Leinwand Nummerierung "3", auf dem Rahmen Etikett wohl früherer Ausstellung mit Nummer "2339", minimales Craquelure, leichte umlaufende Druckstellen durch den Keilrahmen, Leinwandfehlstelle im Bereich des Dachs der Hütte, reinigungsbedürftig, imposanter Goldstuckrahmen der Zeit mit einigen Bestoßungen, Falzmaße ca. 50,5 x 68 cm. Künstlerinfo: eigentlich Albert August Zimmermann, dt. Landschaftsmaler (1808 Zittau bis 1888 München), Sohn des Zittauer Stadtmusikus Karl Friedrich August Zimmermann, zunächst selbst Musikerlaufbahn, um 1825 autodidaktische Hinwendung zur Malerei, 1830–31 kurzzeitig an der Dresdner Akademie, betrieb autodidaktische Studien in Dresden und unternahm Studienreisen ins Erzgebirge und in die Sächsische Schweiz, ab 1833 Weiterbildung in München, hier Gründung einer privaten Malschule, 1854–59 Berufung als Professor an die Akademie Mailand, 1860–73 Professor an der Akademie Wien, 1869 Ehrung mit dem Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens, tätig in Hacking bei Wien, ab 1876 in Hellbrunn bei Salzburg und ab 1885 in München ansässig, Quelle: Thieme-Becker und Nagler.
Katalog-Nr.: 3818
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 120,00 €
Johann Poppel, Blick auf die Göltzschtalbrücke, Stahlstich und J. H. Ketzschau, Souvenierblatt "Mylau und seine Hauptgebäude", kolorierte Lithographie, je Mitte 19. Jh., teils etwas fleckig und gebräunt, je unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt max. ca. 17,5 x 25 cm.
Katalog-Nr.: 3819
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 0,00 €
nach dem Hubertusburger Friede 1763 überließ der sächsische Kurfürst Friedrich August II. (1696–1763) der Stadt Leipzig ihre Befestigungsanlagen, die den Bereich für die Anlage öffentlicher Parkanlagen nutzte, Friedrich Gottlob Leonhardi (1757–1814) erinnerte sich 1799 "... Zu den mannigfaltigsten und angenehmsten Spaziergängen gehören vorzüglich die Promenaden um die Stadt herum, welche besonders seit 1770 aus den vormahligen Vestungswerken und mit stillstehendem übelriechenden Wasser angefüllten Stadtgräben nach und nach ... entstanden sind. (…) Die ganze Gegend zwischen der Stadt und Vorstadt ist in und um die öffentlichen Spatziergänge theils mit hochstämmigen Bäumen, theils mit Sträuchern beflanzt, die entweder bey uns einheimisch sind, oder ihr Vaterland außerhalb Teutschland haben. ...", im Südosten der Stadt, zwischen Peterstor und Grimmaischen Tor, wurde der ehemalige Zwinger als Baumschule genutzt, auf Beschluss von Bürgermeister Otto Koch wurden die Bäume wie im Bild festgehalten am 23.3.1857 gerodet, später das Terrain aufgefüllt und durch Peter Joseph Lenné (1789–1866) zum Schillerpark umgestaltet, links im Hintergrund die Pleißenburg, seltene Farblithographie auf kräftigem Papier, unten mittig betitelt "Guillotinirung der Promenaden – Leipzig am 23. März 1857", links unten bezeichnet "Lithogr. Institut von Adolph Werl in Leipzig" und rechts "Verlag von Adolph Werl", etwas fleckig und lichtrandig, minimal knitterspurig, ins Passepartout eingeheftet, ungerahmt, Darstellungsmaße ca. 18 x 31 cm.
Katalog-Nr.: 3820
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 120,00 €
auf Rahmenrückwand betitelt "Blick zum Greising (Osterzgeb.)" und "Im Fichtelberggebiet", Aquarelle über Graphit, um 1970, jeweils in Blei signiert "Becker", teils leicht gebräunt, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitte je ca. 30 x 30 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1903 Dresden bis 1987 Dresden), 1925-31 Studienaufenthalte in Rom und der Schweiz sowie an der Akademie Dresden, unternahm Studienreisen nach Norwegen, Italien, Frankreich, Österreich, Spanien und in die Karpaten und der Schweiz, 1939-45 Kriegsdienst im 2. Weltkrieg, 1945 Verlust des Frühwerks bei der Zerstörung Dresdens, thematisierte besonders nach 1945 das Erzgebirge in seinem bildnerischen Schaffen, tätig in Dresden, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Rochhaus "Künstlerlexikon Erzgebirge" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3821
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 280,00 €
auf Rahmenrückwand betitelt "Am Kahleberg (Osterzgebirge)" und "Bärensteinblick zum Haßberg", Aquarelle über Graphit, um 1970, jeweils signiert "Becker", unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitt je ca. 20 x 20 cm. Künstlerinfo: dt. Maler (1903 Dresden bis 1987 Dresden), 1925-31 Studienaufenthalte in Rom und der Schweiz sowie an der Akademie Dresden, unternahm Studienreisen nach Norwegen, Italien, Frankreich, Österreich, Spanien und in die Karpaten und der Schweiz, 1939-45 Kriegsdienst im 2. Weltkrieg, 1945 Verlust des Frühwerks bei der Zerstörung Dresdens, thematisierte besonders nach 1945 das Erzgebirge in seinem bildnerischen Schaffen, tätig in Dresden, Quelle: Vollmer, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Eisold "Künstler in der DDR", Rochhaus "Künstlerlexikon Erzgebirge" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3822
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 360,00 €
von Hügeln umgebene Anwesen, wohl auf einer Studienreise nach Bulgarien entstanden, pastose, kraftvolle Landschaftsmalerei von intensiver Farbigkeit, Öl auf Hartfaserplatte, links unten ligiertes Monogramm und datiert "FB (19)76", ungerahmt, Maße ca. 49,5 x 59 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943-46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946-48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948-56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957-64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3823
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 330,00 €
lichtdurchfluteter Blick auf teils hinter dichten Bäumen versteckte Häuser, unter locker bewölktem Himmel, wohl Buchwald, pastose Malerei mit kräftigem Farbauftrag, Öl auf Hartfaserplatte, links unten monogrammiert und datiert "FB (19)67", an den Rändern kleine Farbverluste, ungerahmt, Maße ca. 58 x 52 cm. Künstlerinfo: eigentlich Fredo Robert Bley, dt. Maler und Graphiker (1929 Mylau im Vogtland bis 2010 Reichenbach), 1943-46 zusammen mit Wolfgang Mattheuer Lithographenausbildung bei Carl Werner in Reichenbach, um der Dienstverpflichtung zum Uranbergbau der Wismut zu entgehen 1946-48 als Land- und Forstarbeiter in Thüringen tätig, 1948-56 Lehre und Tätigkeit als Dekorations- und Schriftenmaler, Anregung durch den Maler Walter Löhner, weitestgehend Autodidakt, seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR, aus materiellen Zwängen 1957-64 parallel als Ziegelei- und Baufacharbeiter tätig, ab 1966 freischaffend, parallel zeitweise Werksvertrag mit dem VEB Baumechanik Lengenfeld und bis 1990 Zirkelleiter für Malerei in der "NEMA" Netzschkau, beschickte zahlreiche Ausstellungen, unter anderem 2002 im neuen Bundeskanzleramt Berlin, tätig in Mylau, ab 1960 im selbst errichteten Eigenheim in Buchwald, Quelle: AKL, Eisold “Künstler in der DDR” und Frank Weiß "Malerei im Vogtland" und Wikipedia.
Katalog-Nr.: 3824
Limit: 180,00 €, Zuschlag: 420,00 €