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Katalog-Nr. 54

Ariadne auf dem Panther nach J. H. Dannecker

2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, Marmor und Serpentin, äußerst qualitätvolle Ausführung der berühmten Ariadne auf dem Panther, die laut Johann Heinrich Dannecker symbolisch für die Bezähmung der Wildheit durch die Schönheit steht, Darstellung der Braut des Dionysos als Akt, mit weich fallenden Tüchern ruhig auf der gefährlichen Raubkatze thronend, auf mehrteiliger Serpentinsäule, sehr gut erhalten, H Skulptur ca. 60 cm, H gesamt ca. 170 cm. Info: Das Original gilt als populärste deutsche Skulptur des 19. Jahrhunderts und befindet sich in der Skulpturensammlung des Liebighauses in Frankfurt. Nach Fertigstellung in Stuttgart und dem Verkauf bezog sie 1814 das erste Museum Frankfurts. Es wurde vom Käufer Simon Moritz von Bethmann für die Skulptur ein eigens zu diesem Zweck geplantes Gebäude, das "Odeon", erbaut. 1856 zog die Gruppe in den Privatbesitz des Bethmanns um und wurde dort im "Ariadneum", einem Annex des Landhauses der Familie, mit weiteren bekannten Kunstwerken ausgestellt, bis sie in der Brandnacht vom 4. auf den 5. Oktober 1943 mit dem gesamten Gebäude in Flammen aufging und stark beschädigt verblieb. Erst 1977 trauten sich Restauratoren an die aufwendige Restaurierung. Heute befindet sich die Skulptur im Liebighaus in Frankfurt. Quelle: Liebighaus. Künstlerinfo: deutscher Bildhauer (1758 Stuttgart bis 1841 ebenda), Sohn eines Stallknechts und Kutschers im Dienste des württembergischen Herzogs, ab 1771 „Militärische Pflanzschule“ Stuttgart, zunächst als Balletttänzer, bald als Bildhauereleve, die „Militärische Pflanzschule“ wurde 1773 zur Militärakademie umgenutzt und später als Hohe Karlsschule zur Universität erhoben, bis 1780 dort, lernte neben den Bildhauern Johann Valentin Sonnenschein (1749-1828) und Pierre François Lejeune (1721-1790) die Maler Adolf Friedrich Harper (1725-1806) und Nicolas Guibal (1725-1784), unter dem Leiter der Künstlerfakultät, mit Abschluss der Akademieausbildung zum Hofbildhauer bei lebenslanger Dienstverpflichtung ernannt und mit ersten, meist dekorativen Aufträgen betraut, 1783-1785 herzogliches Stipendium für Aufenthalt in Paris, Arbeit im Atelier von Augustin Pajou (1730-1809), vier Studienjahre in Rom, 1790 Professur an der Hohen Karlsschule, ab 1794 private Lehrtätigkeiten nach Aufhebung der Hohen Karlsschule, oberste Direktion der 1829 in Stuttgart neu gegründeten, anfänglich mit der Real- und Gewerbeschule verbundenen, 1832 institutionell entflochtenen K. Kunstschule, angesehener Bürger Stuttgarts, sein Haus am Schlossplatz war ein kultureller Mittelpunkt der Stadt. Seine Werke wurden von internationalem Publikum wahrgenommen und zahlreich kopiert. Quelle: Internet.

Limit:
12000,00 €

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