Gemälde

Katalog-Nr. 4471

”Die Begegnung von Antonius und Kleopatra!” nach Tiepolo

in den Jahren 1745–50 schuf Giovanni Battista Tiepolo (1696 Venedig bis 1770 Madrid) seine Fresken für den Palazzo Labia in Venedig, ein Motiv daraus stellt die romantisch verklärte erste Begegnung der ägyptischen Königin Kleopatra VII. (69 v. Chr. Alexandria bis 30 v. Chr. Alexandria) mit ihrem späteren Liebhaber, dem römischen Politiker und Feldherrn Marcus Antonius (um 83 v. Chr. bis 30 v. Chr. Alexandria) dar, die Überlieferung berichtet, dass Marcus Antonius die ägyptische Königin nach Tarsos zu Verhandlungen einlud, Kleopatra, die zur Sicherung ihrer Macht in Ägypten einst, den nun ermordeten, Caesar als Liebhaber gewinnen konnte, empfing den Feldherr Antonius an Bord ihrer vergoldeten Prachtgaleere und trat selbst als Inkarnation der Göttin der Liebe, Aphrodite, in Erscheinung, die erotische Atmosphäre des Empfangs, begleitet von Festen und Banketten, wie auch die Präsentation ihres Reichtums ließ Kleopatras Plan aufgehen, sie gewann Antonius fortan als Geliebten und politischen Verbündeten, die Szene mit zahlreichem Gefolge der Herrscher vor Hafenkulisse zeigt mittig den in Rüstung erschienenen Feldherrn, welcher der freizügig gekleideten Kleopatra die Hand hält, das von Tiepolo in mehreren Entwürfen und Varianten vorbereitete Fresko zeigt im Original neben der historischen Szene eine üppige Architekturrahmung in Gestalt eines Triumphbogens, welcher illusionistisch an die vorhandene Architektur des Palazzo anschloss, das vorliegende Gemälde stellt eine fein lasierend festgehaltene, verkleinerte Kopie der zentralen Szene dar, lediglich der rahmende Triumphbogen ist, im Gegensatz zum Original, nur ansatzweise wiedergegeben, Öl auf Leinwand, 19. Jh., rechts unten undeutlich signiert ”...ilani”, Craquelure, größere Fehlstelle in der Leinwand hinterlegt, randdoubliert, restauriert, gering restaurierungsbedürftig, original im prächtiger, ca. 17 cm breiter Gründerzeit-Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaß ca. 121 x 80 cm.

Limit:
4500,00 €
Zuschlag:
(unter Vorbehalt) 3000,00 €

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