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Katalog-Nr. 3766

Johann Wolfgang von Goethe, Landschaft mit Wasserfall

stimmungsvolle Hochgebirgslandschaft mit Hirtenstaffage nach einem Gemälde von Alexander Thiele (1685–1752), hierzu bemerkt 1837 das Nagler-Künstlerlexikon: ”Goethe, Wolfgang von, der gefeiertste Namen der deutschen Literatur, der aber auch in der Kunstgeschichte eine Stelle findet. ... Von seiner Vaterstadt Frankfurt begab sich Goethe auf die Universität Leipzig und hier setzte er auch seine Kunststudien fort. Er wohnte mit dem Kupferstecher Stock in einem Hause, und jetzt verlegte er sich auf die Aetzkunst. Aus jener Zeit stammen verschiedene Landschaften nach Thiele und Andern, und auch in der Formschneidekunst versuchte er sich. ... Man kennt von Goethe zwei kleine Landschaften mit Wasserfällen, von Gebüsch umschlossen: Peint par A. Thiele, gravé par Goethe. Das eine hat der junge Kunstliebhaber seinem Vater gewidmet, das andere dem Dr. Herrmann. Diese Blätter sind selten, und in Bezug auf künstlerische Behandlung nicht unbedeutend. Goethe fertigte sie 1767 und im folgenden Jahre verließ er Leipzig.”, Kupferstich/Bütten, posthumer Abzug, links unter der Abbildung in der Platte bezeichnet ”peint par A. Thiele” und re. in der Pl. sign. ”gravé par Goethe” darunter französisch dediziert ”Dedie à Monsieur le Docteur Hermann – Asseseur de la Cour provinciale supreme de Justice de SAElect. de Saxe et Senateur de la Ville de Leipsic – par son Ami Goethe”, hinter Glas und Passep. gerahmt, Plattenmaß ca. 16 x 12 cm. Künstlerinfo: bedeut. dt. Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann (1749 Frankfurt/Main bis 1832 Weimar), Kindheit in Frankfurt am Main, ab 1765 Jurastudium in Leipzig, hier parallel Gasthörer der Poetikvorlesungen von Christian Fürchtegott Gellert und Zeichenunterricht bei Adam Friedrich Oeser, beeinflusst von seinem Leipziger Hausgenossen, dem Kupferstecher Johann Michael Stock, Hinwendung zur Radierung und zum Holzstich, es entstehen erste Dichtungen, 1768 Erkrankung und Rückkehr nach Frankfurt, ab 1770 Fortsetzung seines Jurastudiums in Straßburg, 1771 Rückkehr nach Frankfurt und erste Dichtungen des Sturm und Drang, 1772–73 Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar, 1775 Reise durch die Schweiz, Ende 1775 Annahme der Einladung des Herzogs August von Sachsen-Weimar-Eisenach nach Weimar und ab 1776 als Geheimer Legationsrat und Mitglied des ”Consiliums” im Staatsdienst des Herzogtums, später zum Geheimrat ernannt und 1782 in den erblichen Adelsstand erhoben, unternahm zahlreiche Kur- und Studienreisen, unter anderem nach Italien, parallel zu seinen dichterischen, naturwissenschaftlichen und politischen Wirken entstanden in der Folge zahlreiche Zeichnungen, tätig in Weimar, Quelle: Nagler, Thieme-Becker und Internet.

Limit:
120,00 €
Zuschlag:
190,00 €

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