Gemälde

Katalog-Nr. 4356

Prof. Georg Papperitz, Die kleine Prinzessin

Ganzfigurenbildnis eines herrschaftlich im weißen Seidenkleid mit rosa Gürtel sowie üppigen weißen Spitzenhut gekleidetem blonden Mädchens auf einem Stuhl vor sommerlicher Parklandschaft, hatte sich der Künstler zunächst der Historien- und Mythenmalerei gewidmet, wandte er sich im reiferen Alter der Portraitmalerei zu, in diesem Fache wurde er zu einem gefragten Portraitist der mondänen Damenwelt, hierzu bemerkt Bruckmann "... Berühmt wurde Papperitz in den neunziger Jahren und nach der Jahrhundertwende durch seine Frauenporträts; in dieser Bildgattung arbeitete er auch eine Zeit lang erfolgreich in London. Die mondänen Damenbildnisse von Georg Papperitz sind stark an Franz von Lenbach orientiert, später besonders in der Farbigkeit und der dekorativen Wirkung auch von Franz von Stuck abhängig. ...", fein lasierende, partiell gering pastose Bildnismalerei mit trefflicher Erfassung der Stofflichkeit, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "G. Papperitz 1905", rückseitig auf neuzeitlichem Etikett als "Die kleine Prinzessin" bezeichnet, hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, retuschiert, im prächtigen, ca. 20 cm breiten goldbronzierten Stuckrahmen (geringe Erhaltungsmängel) gerahmt, Falzmaße ca. 145 x 92 cm. Künstlerinfo: eigentlich Georg Friedrich Papperitz, dt. Portrait- und Historienmaler, Dichter, Karikaturist und Bildhauer (1846 Dresden bis 1918 München), Sohn und Schüler des Landschaftsmalers Gustav Friedrich Papperitz (1813-1861), studierte 1861-64 an der Akademie Dresden, 1866-68 Studium an der Akademie Antwerpen bei Joseph van Lerius, 1867 Studienaufenthalt in Paris, 1870 Übersiedlung nach München, Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870-71, danach freischaffend in München, unternahm Studienreisen nach England, Holland, London, Paris, Italien und der Schweiz, 1896 Ernennung zum Professor, zeitweise als Portraitmaler in London, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, beschickte die Ausstellungen in Wien, Dresden, Hannover, Berlin und den Münchner Glaspalast, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Boetticher, Bénézit, Müller-Singer, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Dressler und Wikipedia.

Limit:
1800,00 €
Zuschlag:
2800,00 €

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