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August Wilhelm Dressler, "Triumph der Mode"

elegant gekleidete Damen, mit der Zeitschrift Vogue in ihren Händen durch ein Trümmerfeld stolzierend und den Bettler an ihrer Seite wissentlich ignorierend, im unteren Bereich betitelt "Triumph der Mode", Aquatintaradierung auf Velin, um 1930, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "AW Dressler ", schöner differenzierter Druck, an der unteren Blattkante kleiner Einriss, etwas griffspurig, Darstellungsmaße ca. 23 x 20 cm, Blattmaße ca. 42 x 33 cm. Künstlerinfo: eigentlich August Wilhelm Dressler, dt. Maler und Graphiker (1886 Bettelgrün, auch Bergesgrün/Böhmen bis 1970 Berlin), Vertreter der "Neuen Sachlichkeit", zunächst Lithographenlehre in Chemnitz, studierte ab 1907 zusammen mit Otto Dix an der Akademie Dresden bei Robert Sterl, Johannes Raphalel Wehle, Osmar Schindler und Richard Müller, nach Konflikten mit Richard Müller Exmatrikulation und Wechsel an die Akademie der Graphischen Künste und Buchgewerbe Leipzig, anschließend in Berlin tätig und Mitglied der "Novembergruppe", deren Ausstellungen er 1925–36 beschickt, ab 1924 Mitglied der Berliner Sezession, Anschluss an die Dresdner Sezession Gruppe 1919, beschickte Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes und der Preußischen Akademie der Künste, 1927 Rompreis und 1930–31 Stipendiat der Villa Massimo, Mitglied im Deutschen Künstlerbund Weimar, ab 1934 Dozent an der Staatsschule Berlin, 1938 als "entartet" diffamiert und Entlassung aus dem Lehramt, Vernichtung eines Großteils des Frühwerks im 2. Weltkrieg, 1956–57 Lehrauftrag an der Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin, Quelle: Vollmer, Dressler, Birgit Dalbajewa "Neue Sachlichkeit in Dresden", Akten der Reichskammer der Bildenden Künste Berlin und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3525
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 100,00 €

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Josef Eberz, Heilige Familie auf der Flucht

Maria, Joseph und das Jesuskind vor den Toren einer Stadt, Kaltnadelradierung, unter der Darstellung in Blei rechts signiert und datiert "J. Eberz (19)20", oben rechts in der Platte bezeichnet "J. Eberz 1920 M", gering fleckig, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 18 x 14 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Graphiker, Kirchenmaler und Entwerfer (1880 Limburg/Lahn bis 1942 München), Kindheit in Limburg und Frankfurt am Main, studierte 1901–03 an der Akademie München bei Peter von Halm, Hugo von Habermann und Franz von Stuck, 1904 an der Akademie Düsseldorf und 1904–05 an der Akademie Karlsruhe, 1905–12 Studium an der Akademie in Stuttgart, hier zunächst Schüler von Christian Landenberger, ab 1907 Meisterschüler bei Adolf Hölzel, Mitglied des "Hölzelkreises", beschickte 1912 die Sonderbund-Ausstellung in Köln, mit dem Hölzelkreis zeitweise in Montjoie (Monschau) in der Eifel, 1917 Übersiedlung nach Wiesbaden, 1918 Gründungsmitglied der Novembergruppe und 1919 Gründungsmitglied der Darmstädter Sezession, unternahm Studienreisen nach Dalmatien, Italien (Assisi, Amalfi, Lipari) und Paris, später in München tätig und Leiter eines Ateliers für Malerei und Grafik in den "Münchner Lehrwerkstätten", 1928 Verleihung des Professorentitels, 1929 Stipendiat der Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom, Mitglied der Neuen Sezession München, der Berliner Sezession, im Deutschen Künstlerbund Weimar, im Deutschen Werkbund, in der Gesellschaft für Christliche Kunst München, der Künstlervereinigung "Das Junge Rheinland" und im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, 1933–45 teilweise als "entartet" verfemt, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Matrikel der Münchner Akademie, "Franz von Stuck und seine Schüler" und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3526
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Ernst Fuchs, "Malcha"

den Betrachter anblickende junge Schönheit mit wallendem Haar und gelben Rosen in ihren Händen, aquarellierte Lithographie auf Bütten, Ende 20. Jh., unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Ernst Fuchs" und links nummeriert "95/120", unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 36 x 26,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Graphiker, Plastiker, Architekt und Musiker (1930 Wien bis 2015 Wien), studierte 1945–50 an der Wiener Akademie bei Albert Paris von Gütersloh, 1948 Mitgründer der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", 1950–62 Parisaufenthalt, unterbrochen von Studienreisen nach Amerika, Italien, Spanien, England und 1957 mehrmonatigen Aufenthalt im Kloster "Dormitio" in Jerusalem, pflegte Künstlerfreundschaften zu Salvador Dali, Jean Cocteau, Arno Breker, Mati Klarwein, Leonor Fini und mit dem Kreis um Jean-Paul Sartre, 1962 Rückkehr nach Wien, 1966 Professur, 1970er Jahre zunehmend Design- und Architekturentwürfe sowie Bühnenbildner, seit 1988 zeitweilig in Monaco tätig, erhielt zahlreiche Ehrungen, in internationalen Sammlungen vertreten, Quelle: Vollmer und Internet.

Katalog-Nr.: 3527
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 170,00 €

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Ernst Fuchs, "Frau Lot"

sich um einen stehenden weiblichen Akt windende Schlange, Farbradierung, 1972, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Ernst Fuchs" und links nummeriert "126/300", in der unteren linken Blattecke Prägestempel "Molden Edition Graphische Kunst", dezent durchschlagende Montagespuren, Darstellungsmaße ca. 56 x 31 cm, Blattmaße ca. 90 x 62,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Graphiker, Plastiker, Architekt und Musiker (1930 Wien bis 2015 Wien), studierte 1945–50 an der Wiener Akademie bei Albert Paris von Gütersloh, 1948 Mitgründer der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", 1950–62 Parisaufenthalt, unterbrochen von Studienreisen nach Amerika, Italien, Spanien, England und 1957 mehrmonatigen Aufenthalt im Kloster "Dormitio" in Jerusalem, pflegte Künstlerfreundschaften zu Salvador Dali, Jean Cocteau, Arno Breker, Mati Klarwein, Leonor Fini und mit dem Kreis um Jean-Paul Sartre, 1962 Rückkehr nach Wien, 1966 Professur, 1970er Jahre zunehmend Design- und Architekturentwürfe sowie Bühnenbildner, seit 1988 zeitweilig in Monaco tätig, erhielt zahlreiche Ehrungen, in internationalen Sammlungen vertreten, Quelle: Vollmer und Internet.

Katalog-Nr.: 3528
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 150,00 €

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Ernst Fuchs, "Die Geburt der Venus"

die in einem runden Gebäude stehende und sich reckende Venus an einem See, nächtliche, ins Licht des Vollmonds getauchte Szenerie, Radierung in Dunkelgrün, 1974, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Ernst Fuchs" und links nummeriert "121/200", leichte Knickspur und minimal fleckig, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 35 x 51 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Graphiker, Plastiker, Architekt und Musiker (1930 Wien bis 2015 Wien), studierte 1945–50 an der Wiener Akademie bei Albert Paris von Gütersloh, 1948 Mitgründer der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", 1950–62 Parisaufenthalt, unterbrochen von Studienreisen nach Amerika, Italien, Spanien, England und 1957 mehrmonatigen Aufenthalt im Kloster "Dormitio" in Jerusalem, pflegte Künstlerfreundschaften zu Salvador Dali, Jean Cocteau, Arno Breker, Mati Klarwein, Leonor Fini und mit dem Kreis um Jean-Paul Sartre, 1962 Rückkehr nach Wien, 1966 Professur, 1970er Jahre zunehmend Design- und Architekturentwürfe sowie Bühnenbildner, seit 1988 zeitweilig in Monaco tätig, erhielt zahlreiche Ehrungen, in internationalen Sammlungen vertreten, Quelle: Vollmer und Internet.

Katalog-Nr.: 3529
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 130,00 €

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Ernst Fuchs, "Zyklopische Landschaft"

Traumlandschaft im Licht des zur Neige gehenden Tages, mit nackter Frauenfigur und Buddhakopf am Horizont, kolorierte Radierung auf Bütten, um 1967, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Ernst Fuchs" und links nummeriert "34/200", unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 21,5 x 47,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Graphiker, Plastiker, Architekt und Musiker (1930 Wien bis 2015 Wien), studierte 1945-50 an der Wiener Akademie bei Albert Paris von Gütersloh, 1948 Mitgründer der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", 1950-62 Parisaufenthalt, unterbrochen von Studienreisen nach Amerika, Italien, Spanien, England und 1957 mehrmonatigen Aufenthalt im Kloster "Dormitio" in Jerusalem, pflegte Künstlerfreundschaften zu Salvador Dali, Jean Cocteau, Arno Breker, Mati Klarwein, Leonor Fini und mit dem Kreis um Jean-Paul Sartre, 1962 Rückkehr nach Wien, 1966 Professur, 1970er Jahre zunehmend Design- und Architekturentwürfe sowie Bühnenbildner, seit 1988 zeitweilig in Monaco tätig, erhielt zahlreiche Ehrungen, in internationalen Sammlungen vertreten, Quelle: Vollmer und Internet.

Katalog-Nr.: 3530
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 140,00 €

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Gerhard Goßmann, originalgraphisches Kartenspiel

bestehend aus einem kompletten Skatspiel, drei weiteren Karten und einer Radierung einer galanten Dame mit Zwerg (handsigniert), alle 55 Graphiken als "Beleg" gekennzeichnet, Radierungen/Farbradierungen auf leichtem Karton, um 1980, teils minimal fleckig, Darstellungsmaße ca. 11 x 6,5 cm, Blattmaße ca. 19 x 13 cm. Künstlerinfo: dt. Graphiker und Illustrator (1912 Guben bis 1994 Bad Saarow-Pieskow), Kindheit in Fürstenwalde, 1928–32 Lehre als Schriftsetzer und Chromolithograph, Besuch von Zeichenkursen an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin-Charlottenburg, 1932–35 Studium an der Höheren Graphischen Fachschule Berlin, ab 1935 Beschäftigung mit Buchillustration u. a. für Kiepenheuer und Rowohlt, im 2. Weltkrieg Soldat in Skandinavien,ab 1945 Lehrer für Kunsterziehung, ab 1955 freischaffend, ab 1977 Ehrenmitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR, Quelle: Eisold „Künstler in der DDR“ und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3531
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 190,00 €

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Nach Juan Gris, Stillleben mit Gitarre

kubistische Komposition verschiedener Alltagsgenstände sowie einer Violine und Gitarre, rechts unten im Druck bezeichnet "Henri Deschamps Grav. Lith. chez Mourlot Imp.", Farblithographie, um 1975, links unten in Blei nummeriert "108/200", leicht gebräunt, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 52,5 x 38,5 cm.

Katalog-Nr.: 3532
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 140,00 €

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Wenzel Hablik, Mappenwerk "Schaffende Kräfte"

gesamter Zyklus mit 20 Originalradierungen, je unter Passepartout und 19 radierten Aphorismen mit schönem Plattenton sowie einem faksimilierten Einleitungsblatt, Mappe nicht vorhanden, die Folge wurde 1909 bei Felsing in einer Auflage von lediglich 30 Mappen gedruckt und 1912 in der dritten Sturm-Ausstellung bei Herwarth Walden präsentiert, diese graphische Folge zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Werken des utopischen Expressionismus, die Radierungen unter der Darstellung links mit kleinem ligierten Monogramm in Blei "WH", unterschiedlich starke Erhaltungsmängel, die Radierungen in restaurierungsbedürftigem Zustand und teils mit Verlusten, Darstellungsmaße der Radierungen 19,5 x 19,5 cm, Tafelmaße ca. 30 x 30 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Graphiker, Plastiker und Kunstgewerbler (1881 Brüx bis 1934 Itzehoe), vom 8.–12. Lebensjahr Tischlerlehre in der väterlichen Werkstatt, 1895 Meister, 1896 Porzellanmalerlehre in Brüx, 1898–1902 Schüler der Fachschule für Tonindustrie in Teplitz-Schönau, studierte 1902–05 an der Kunstgewerbeschule Wien bei Felician von Myrbach, Rudolf von Larisch und Carl Otto Czeschka, 1902/03 erste Zeichnungen von kristallinen Architekturen, studierte 1905–07 an der Akademie in Prag bei Franz Thiele, 1906 Studienreise nach Norditalien und der Schweiz (Besteigung des Mont Blanc), 1907 Bekanntschaft mit Ferdinand Avenarius, Stipendium des “Kunstwarts” für Syltaufenthalt, ab 1908 in Itzehoe tätig, unternahm zahlreiche Studienreisen, Bekanntschaft mit Herwarth Walden, Karl Schmidt-Rottluff, Bruno und Max Taut, Hans Scharoun, betrieb mit seiner Frau Elisabeth Lindemann die “Handweberei Hablik-Lindemann” in Itzehoe, fertigte zahlreiche kunstgewerbliche Entwürfe und Innenraumausstattungen, Mitglied des Deutschen Werkbunds, im Verein Deutscher Künstler Böhmens und im Deutschen Künstlerbund Weimar, vertreten auf zahlreichen Ausstellungen, u. a. 1921 Grassimuseum Leipzig, dt. Werkbundausstellung, Nachlass im Wenzel-Hablik-Museum Itzehoe, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler und Internet.

Katalog-Nr.: 3533
Limit: 300,00 €, Zuschlag: 500,00 €

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Rudolf Hausner, "Adam, Maschinist"

durch ein stilisiertes Schaufelrad blickende Matrosen und oberhalb rauchende Schornsteine, surreale Komposition von kräftiger Farbigkeit, Farbsiebdruck, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "R. Hausner", links nummeriert "12/400", betitelt "Adam Maschinist" und datiert "1971", in der Darstellung Rissbildung, diese teils retuschiert, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 51 x 50 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler und Graphiker, Briefmarkenentwerfer, Publizist sowie Pianist (1914 Wien bis 1995 Mödling), bedeutender Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, studierte ab 1931 an der Akademie Wien bei Carl Fahringer und Karl Sterrer, unternahm als Pianist des "Pinguin-Jazz-Quartetts" ab 1932 ausgedehnte Konzert- und Studienreisen, unter anderem nach England, Frankreich, Italien, der Schweiz, Griechenland, Türkei, Ägypten und Skandinavien, unterhielt ein Atelier in Wien, 1938 Ausstellungsverbot, 1941–45 Kriegsdienst und Zerstörung des Wiener Ateliers, 1946 Gründung der surrealistischen Gruppe im österreichischen Art-Club mit Edgar Jené, Ernst Fuchs, Wolfgang Hutter, Fritz Janschka, Anton Lehmden und Arik Brauer, 1957 erstes "Adam-Bild", 1959 Teilnehmer der documenta II in Kassel, 1959 Gründung der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, ab 1966 Professor in Hamburg und ab 1968 Professor an der Akademie Wien, Quelle: Vollmer und Internet.

Katalog-Nr.: 3534
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 140,00 €

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Max Kaus, "Apollon"

Portrait des Gottes der Künste und der Weissagung mit nach links gerichtetem Blick, kontrastreicher Holzschnitt auf blauer Tonplatte, unter der Darstellung in Blei rechts nummeriert "15/200" sowie links signiert und datiert "MKaus (19)73", leicht knitterspurig und an der oberen Blattkante Papierbeschädigung, Darstellungsmaße ca. 18,5 x 17,5 cm, Blattmaße ca. 38 x 32 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Graphiker und Illustrator (1891 Berlin bis 1977 Berlin), zunächst Malerlehre, 1908-13 Schüler der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1913 eigenes Atelier, 1913-14 Studium an der Akademie in Berlin bei Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner, 1914 mit Reisestipendium in Paris, ab 1920 Mitglied der “Freien Sezession” und Bekanntschaft mit Karl Schmidt-Rottluff und Otto Mueller, weiterhin Mitglied der "Berliner Sezession" und der "Münchner Expressionistischen Werkstätten", ab 1926 Dozent an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin-Charlottenburg, 1936-39 Professor an den Vereinigten Staatsschulen Berlin, 1945-59 tätig als Professor und stellvertretender Direktor der Hochschule der Bildenden Künste Berlin, Mitglied der “Neuen Gruppe” Berlin, erhielt diverse Ehrungen, u. a. 1927 den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg und 1929 den Villa-Romana-Preis, in zahlreichen Museen vertreten u. a. Nationalgalerie und Kupferstichkabinett Berlin, Städelinstitut Frankfurt am Main, Museum Moritzburg Halle, Wallraf-Richartz-Museum Köln sowie Museen in Stettin, Erfurt, USA (Detroit), Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands und im Deutschen Künstlerbund Weimar, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler, Goldstein und Internet.

Katalog-Nr.: 3535
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 50,00 €

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Ernst Ludwig Kirchner, Grafikkonvolut

sieben Holzschnitte, entstanden als Illustrationen, Titel "Kleinkern und der Fremde", "Neben der Heerstraße – Titelblatt", "Hirte am Brunnen", "Briggel verflucht das Geld", "Unter dem Rebstock", "Der niedergestochene Wintsch" und "Zwei Tänzerinnen", auf Rahmenrückseite diverse Angaben zur Graphik, Holzschnitte, ca. 1920–32, teils gebräunt, je unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitte max. ca. 10 x 12 cm. Künstlerinfo: bedeutender dt. Maler, Graphiker, Bildhauer und Entwerfer (1880 Aschaffenburg bis 1938 Frauenkirch bei Davos), Kindheit in Chemnitz, zunächst 1901–05 Architekturstudium an der Technischen Hochschule (TH) in Dresden, zwischenzeitlich an der TH München und Kunstschüler an der Münchner Debschitz-Schule, 1905 zusammen mit Fritz Bleyl, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel Gründung der Künstlergruppe „Brücke“ in Dresden, 1907–11 Sommeraufenthalte der Gruppe in Goppel, auf Fehmarn und den Moritzburger Teichen, 1911 Umzug nach Berlin, 1912 zusammen mit Max Pechstein erfolglose Gründung der Malschule „MUIM (Moderner Unterricht im Malen)“, 1913 Zerwürfnis der Brücke infolge Kirchners Brückechronik, durch die seit 1914 beschickten Werk-Ausstellungen des Jenaer Kunstvereins zunehmende Popularität, 1917 Umzug in die Schweiz, 1931 Mitglied der Akademie der Künste Berlin, 1933–45 in Deutschland als „entartet“ diffamiert, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer und Internet.

Katalog-Nr.: 3536
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 170,00 €

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Oskar Kokoschka, Paar Lithographien

"Frau mit Kind und Tod", 1917 und "Am Spinnrad", 1914, Lithographien, jeweils im Stein monogrammiert "OK", gleichmäßig gebräunt, als Pendants unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Passepartoutausschnitte ca. 34 x 29 cm. Künstlerinfo: österreichischer Maler, Graphiker, Modelleur und Schriftsteller (1886 Pöchlarn bis 1980 Montreux), studierte an der Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie bei Gustav Klimt, W. Löffler und Adolf Loos, um 1910 Übersiedlung nach Berlin und Mitarbeit an der Zeitschrift "Der Sturm" von Herwarth Walden, 1911 Rückkehr nach Wien, tätig als Assistent an der Kunstgewerbeschule und Zusammenarbeit mit den Wiener Werkstätten, 1914 Mitglied der Freien Sezession Berlin und Kriegsfreiwilliger, nach Verwundung 1917 Übersiedlung nach Dresden, hier 1919–26 Mitglied des akademischen Rats und Professor an der Kunstakademie, bereits ab 1924 von seinen Professorenpflichten beurlaubt, unternimmt Kokoschka eine sieben Jahre andauernde Reise durch Europa, Nordafrika und die Länder am östlichen Mittelmeer, 1931 Rückkehr nach Wien und wechselnde Aufenthalte in Paris und Wien, 1933–45 als “entartet” diffamiert, 1934 Flucht nach Prag, hier Prof. an der Kunstakademie und 1937 Gründung des “Oskar Kokoschka-Bundes”, 1938 Emigration nach England, 1946 britische Staatsbürgerschaft, 1953 Gründung der “Schule des Sehens” in Salzburg und Übersiedlung nach Villeneuve, in der Folge zahlreiche Reisen, Ausstellungen (z.B. documenta in Kassel) und internationale Ehrungen, 1975 wieder österreichischer Staatsbürger, Mitglied des Deutschen und des Österreichischen Künstlerbundes, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3537
Limit: 150,00 €, Zuschlag: 160,00 €

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Christian Kruck, "Olivenhain"

Olivenbäume im warmen roten Licht der untergehenden Sonne, Farblithographie (Steindruckmalerei) auf Velin, um 1980, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "CKruck" und links nummeriert "1/100", rückseitig Farbabdruck, geringe Lagerspuren, Darstellungsmaße ca. 47,5 x 68 cm, Blattmaße ca. 50,5 x 69,5 cm, Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker (1925 Hamburg bis 1985 Frankfurt am Main), 1936 Übersiedlung nach Nürnberg und Lehre als Steindrucker, ab 1942 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, Ende der 1940er Jahre Bekanntschaft mit zahlreichen Künstlern wie Otto Dix und Erich Heckel, ab 1949 wieder in Hamburg ansässig, Entwicklung des Verfahrens der Steindruckmalerei, ab 1953 Leiter der Druckwerkstätten an der Städelschule in Frankfurt am Main, 1962 Lehrauftrag am Pratt Graphic Art Center in New York. Quelle: Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3538
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 100,00 €

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Sigmund Lipinsky, "Pandora"

Aktfigur einer jungen, von dunklen Schleiern umwehten mystischen Frau vor mediterraner Landschaft, die griechische Mythologie berichtet von Pandora [dt.: die Allbegabte] als eine auf Geheiß von Zeus von Hephaistos in Lehm geschaffene, ungewöhnlich schöne und mit diversen Göttergaben gesegnete Frau von übernatürlicher Schönheit, Geschicklichkeit, musikalischem Talent, von Neugier und Übermut, dazu von Aphrodite mit Liebreiz beschenkt, Hermes gab ihr eine betörende Sprache und Athene schmückte sie mit Blumen, die ursprünglich positiv konnotierte Pandora wurde zusammen mit Demeter (Göttin der Fruchtbarkeit) und Gaia (Erdgöttin) verehrt, der antike griechische Dichter Hesiod (* vor 700 v. Chr.) fügte der Schönheit jedoch eine weitere Seite hinzu – aus Rache dafür, dass Prometheus den Menschen das Feuer vom Himmel stahl, sollte Pandora im Auftrag des Zeus einen Krug bzw. eine Büchse mit Plagen bei sich führen, welche die neugierigen Menschen – so war sich Zeus sicher – öffnen würden, die berühmte sprichwörtliche "Büchse der Pandora" steht somit für vermeidbar in die Welt gebrachtes Ungemach, in vorliegender Darstellung öffnet Pandora selbst die Büchse und gibt den Blick auf Athenes weiße Blüten frei – allein die Aura des schwarzen Schleiers deutet eben jenes Ungemach an, von dem der antike Dichter berichtet, die um 1911 feinst ausgeführte Jugendstilradierung gehört zu den bekanntesten Blättern des Künstlers, welcher gekonnt die subtile Erotik junger schöner Frauen mit spannungsvoller Mystik zu verbinden vermochte, hierzu bemerkt Richard Braungart im Juni 1923 in "Die Kunst für alle" "... Lipinsky aber ist eine Persönlichkeit von scharfgeprägtem, eigenem Profil. Viel hat er freilich [in der Graphik] nicht geschaffen; denn er ist ein langsamer Arbeiter von fast unwahrscheinlicher Gewissenhaftigkeit. Aber dafür sind auch alle seine Blätter von einer Qualität, die sie zu Sammelobjekten ersten Ranges und zu repräsentativen Beispielen moderner europäischer Graphik macht. ... ", rechts unter der Platte in Blei handsigniert und ortsbezeichnet "S. Lipinsky Rom", hinter Glas und Passepartout gerahmt, Plattenmaße ca. 34 x 18 cm. Künstlerinfo: auch Lipiński oder Lipinski, dt.-jüdischer Maler, Graphiker, Exlibriskünstler und Zeichner (1873 Graudenz/Westpreußen bis 1940 Rom), ab 1887 Jugend in Berlin, 1888 Abitur und bis 1890 Vorbereitungsklasse zur Akademie, studierte 1890–96 an der Akademie Berlin bei Woldemar Friedrich und Joseph Scheurenberg, anschließend bis 1900 Meisterschüler bei Anton von Werner, 1899 Studienreise in die Niederlande, 1900 Ehrung mit dem großen Staatspreis mit Romstipendium, 1900–1902 Mitarbeiter Anton von Werners an den Kartons zu den Mosaiken der Kuppel des Berliner Doms, 1902 Übersiedlung nach Rom, 1903 kurzzeitig in Deutschland, 1904 mit Stipendium der Michael-Beer-Stiftung erneut in Rom, hier freundschaftlich mit Otto Greiner und Max Klinger verbunden, ab 1905 Mitglied des Deutsche Künstlervereins in Rom als Nachfolger der Ponte-Molle-Gesellschaft, ab 1911 zunehmend Hinwendung zu Radierung und Kupferstich, um 1911 Gründung und Betrieb der "Sigmund Lipinsky Akademie" in Rom, während des 1. Weltkriegs in München tätig, hier Anschluss an die Münchener Neue Secession, die Neue Künstlervereinigung München und zu Künstlern der Berliner Neuen Secession, 1919 Rückkehr nach Rom, hier freischaffend und als Dozent an der englischen Akademie [British Academy of Arts] und der eigenen Kunstschule tätig, regelmäßige Sommeraufenthalte an der Küste von Terracina und auf Capri, 1939 Genesungsaufenthalt in der Schweiz, Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Dressler, Richard Braungart Juni 1923 in "Die Kunst für alle" und Internet.

Katalog-Nr.: 3539
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 420,00 €

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Plakat El Lissitzky

erschienen 1983 anlässlich einer Ausstellung in der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Farboffset auf Papier, gleichmäßig gebräunt, minimal fleckig, in den Ecken Spuren von Reißzwecken, hinter Glas gerahmt, Plakatmaße ca. 77,5 x 55 cm.

Katalog-Nr.: 3540
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Franz Marc, Paar Exlibris

nackte Frau, an einem kahlen Baum mit Malerpalette lehnend und Text "Franz Marc ex Libris" (entstanden 1904) und sich reckende junge Frau mit Buch und Text "Ex Libris Paul Marc", Klischeedruck, auf Unterlagekarton montiert, Darstellungsmaße ca. 7,1 x 7,2 cm und 7 x 5,5 cm, Blattmaße ca. 10 x 9,5 cm und 10 x 7,5 cm. Künstlerinfo: dt. Maler und Graphiker des Expressionismus (1880 München bis 1916 Verdun), ab 1901 Studium an der Münchner Akademie, 1904 und 1907 Reise nach Paris und Auseinandersetzung mit den Werken von van Gogh und Manet, ab 1910 Freundschaft mit August Macke, 1911 Bekanntschaft mit Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter, Mariane von Werefkin und Wassily Kandinsky sowie Gründung der Künstlergemeinschaft „Blauer Reiter“, 1916 als Soldat gefallen, Quelle: Internet.

Katalog-Nr.: 3541
Limit: 120,00 €, Zuschlag: 150,00 €

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Gerhard Marcks, Die Ruderer

Gruppe von in einem Boot stehenden nackten jungen Männern beim Rudern, frühe Arbeit des Künstlers, Holzschnitt auf Papier, um 1921, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Marcks" (Signatur eher untypisch – vermutlich weil Frühwerk) und links nummeriert "95/150", gleichmäßig gebräunt und gering fleckig, unter Passepartout und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 36,5 x 25,5 cm. Künstlerinfo: dt. Bildhauer und Grafiker (1889 Berlin bis 1981 Burgbrohl), ab 1908 Werkstattgemeinschaft mit Richard Scheibe, Förderung durch August Gaul und Georg Kolbe, Tätigkeit als Entwerfer für die Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst, 1917 Zusammenarbeit mit der Steingutfabrik Velten-Vordamm, ab 1918 Lehrtätigkeit an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Berlin, 1919 Berufung an das Bauhaus in Weimar, ab 1920 Leiter der Bauhaustöpferei in Dornburg, hier Zusammenarbeit mit Otto Lindig und Max Krehan, durch Lyonell Feininger Anregung, sich mit dem Holzschnitt zu beschäftigen, 1925 Berufung an die Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle, 1928 Villa-Romana-Preis, 1933 Entlassung aus dem Lehramt, 1937 Beschlagnahmung von 86 seiner Werke durch die Nationalsozialisten und Diffamierung als „Entarteter Künstler“ und mit Ausstellungsverbot belegt, 1945 Berufung an die Landeskunstschule Hamburg, ab 1950 freischaffend in Köln tätig, ab 1955 Mitglied der Akademie der Künste, 1974 Umzug in die Eifel, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer, Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3542
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 450,00 €

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Henri Matisse, "Fougére"

abstrahierte, an Pflanzen erinnernde Form in Grün vor schwarzem Grund, nach einem Scherenschnitt des Künstlers aus seinen letzten Schaffensjahren, Farblithographie, rechts unten im Druck signiert und datiert "H. Matisse (19)53", hinter Glas gerahmt, Falzmaße ca. 48 x 40,5 cm. Künstlerinfo: frz. Maler , Graphiker und Bildhauer (1869 Le Cateau-Cambrésis bis 1954 Ciemiez bei Nizza), 1887–89 Jurastudium in Paris, 1891 Aufgabe seiner Juristenkarriere und ging nach Paris, hier Studium an der École des Arts Décoratifes, 1893 Wechsel an die École des Beaux-Arts zu Gustave Moreau, 1900 erste, jedoch erfolglose Ausstellungen, schloss sich den „Les Fauves“ an und wurde so zum Begründer des Fauvismus, Bekanntschaft mit Pablo Picasso, Beschäftigung mit dem Holzschnitt und der Lithographie, ab 1941 schwere Erkrankung, von der er sich nicht mehr erholte, im Krankenlager entstanden großformatige Papiercollagen, Quelle: Wikipedia und Internet.

Katalog-Nr.: 3543
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 150,00 €

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Henri Matisse, "Die Traurigkeit des Königs"

typische farbenfrohe Lithographie nach einem Scherenschnitt/Collage aus dem Jahre 1952, rechts unten monogrammiert "HM", auf der Rückseite typographisch bezeichnet "La Tristesse du Roi par Henri Matisse" sowie zwei Vignetten, mittig geglättete Faltlinie, minimal fleckig und am Blattrand kleiner Einriss, Darstellungsmaße ca. 33,5 x 44 cm, Blattmaße ca. 35 x 51 cm. Künstlerinfo: frz. Maler , Graphiker und Bildhauer (1869 Le Cateau-Cambrésis bis 1954 Ciemiez bei Nizza), 1887–89 Jurastudium in Paris, 1891 Aufgabe seiner Juristenkarriere und ging nach Paris, hier Studium an der École des Arts Décoratifes, 1893 Wechsel an die École des Beaux-Arts zu Gustave Moreau, 1900 erste, jedoch erfolglose Ausstellungen, schloss sich den „Les Fauves“ an und wurde so zum Begründer des Fauvismus, Bekanntschaft mit Pablo Picasso, Beschäftigung mit dem Holzschnitt und der Lithographie, ab 1941 schwere Erkrankung, von der er sich nicht mehr erholte, im Krankenlager entstanden großformatige Papiercollagen, Quelle: Wikipedia und Internet.

Katalog-Nr.: 3544
Limit: 100,00 €, Zuschlag: 120,00 €

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Willy Menz, Graphikkonvolut

sechs Arbeiten, betitelt "Elbe", "Spanischer Hafen", "Dampfer", "Christus mit Jüngern", "Trauerfeier" und "Kanal", erschienen in "Rote Erde", Holzschnitte, um 1923, unsigniert, unter der Darstellung typographisch betitelt, bezeichnet "Willy Menz" und "Originalholzstock" sowie Seitennummer, leicht gegilbt und minimal fleckig, Darstellungsmaße max. ca. 20,5 x 15 cm, Blattmaße ca. 32,5 x 25 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Graphiker und Kunstschullehrer (1890 Quetzaltenango/Guatemala bis 1969 Bremen), Sohn eines Bremer Kaufmanns, 1905-06 Besuch der Bremer Kunstgewerbeschule, Lehre als Lithograph, 1908-12 Studium an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig, Meisterschüler von Franz Hein, ab 1911 in Bremen ansässig, 1912 Gründung der graphischen Werkstatt und Kunstschule „Menz & Praeger“, ab 1917 Lehrer an der Kunstgewerbeschule, 1931 Ernennung zum Professor, 1934 aus politischen Gründen in den Ruhestand versetzt, ab 1947 Direktor der Staatlichen Kunstschule Bremen, Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3545
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 80,00 €

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Maurillo Minuzzi, "Stilleben mit Zons"

phantasievolle, surrealistische Collage von historischen Sehenswürdigkeiten der heute zu Dormagen gehörigen Stadt Zons am Niederrhein, dargestellt sind der Krötschenturm, die Pfefferbüchse auf der Stadtmauer, der Torturm der Burg, der Mühlenturm, der Juddeturm, der Zollturm und das Südtor hinter Kanone und überdimensioniertem Apfel nebst Birne, die Graphik besticht durch eine überragende Qualität der Griffelkunst, gepaart mit der an René Magritte und Max Ernst geschulten Phantasie, Radierung, links unten in der Platte bezeichnet "Stilleben mit Zons", links unter der Platte in Bleistift nummeriert "59/150" und rechts handsigniert sowie datiert "Minuzzi [19]81", hinter Glas gerahmt, Plattenmaße ca. 25,5 x 49,5 cm. Künstlerinfo: italienischer Maler, Graphiker und Bildhauer (1939 Pramaggiore bis 2021 Köln), 1952–54 Schüler der Handelsschule Mailand, 1955–57 Schüler der Scuola Superiore d'arte Applicata in Mailand bei Carlo Russi, 1957–59 Lehre zum Technischen Zeichner, 1959–62 Studium an der Ingenieurschule Silvio Pellico in Mailand, anschließend in diversen Berufen tätig und zweijähriger Aufenthalt in den USA, 1965 Übersiedlung nach Köln, 1966–70 Studium der Graphik an den Kölner Werkkunstschulen und Meisterschüler bei Alfred Will, anschließend freischaffend im Rheinland, 1972–88 Dozent für Druckgraphik an der Kölner Fachhochschule für Kunst und Design, 1994 Ehrung als Cavaliere [Ritter] des Verdienstordens der Italienischen Republik, tätig in Köln-Südstadt, Quelle: Website des Künstlers, Todesanzeige des Künstlers und Internet.

Katalog-Nr.: 3546
Limit: 20,00 €, Zuschlag: 280,00 €

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Arno Mohr, "In der Nationalgalerie"

Blick in das Treppenhaus der Alten Nationalgalerie mit einigen Besuchern, Feder- und Pinsellithographie auf getöntem Papier, unter der Darstellung rechts in Blei monogrammiert und datiert "A. M. (19)75", Blattmaße ca. 30 x 21 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Graphiker und Gebrauchsgraphiker (1910 Posen bis 2001 Berlin), ab 1911 in Berlin, zunächst 1924–27 Lehre zum Schildermacher bei Ladewig & Co. in Berlin, anschließend tätig im Beruf, 1929–30 Abendkurse an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Berlin, 1933–34 Studium an der Vereinigten Staatsschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg bei Maximilian Klever und Erich Wolfsfeld, anschließend autodidaktisch weitergebildet und in verschiedenen Berufen tätig, u. a. 1937 Anstellung als Zeichner in einer Berliner Lampenfabrik, 1940–46 Kriegsdienst und -gefangenschaft, 1946–75 Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, parallel Werkstatt für Druckgrafik in Lichtenberg, Mitglied (zeitweise Bezirksvorsitzender, Präsidiumsmitglied und später Ehrenmitglied) des VBK der DDR, ab 1970 Mitglied der Akademie der Künste der DDR, und ab 1993 Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, erhielt zahlreiche Ehrungen, u. a. 1961 den Käthe-Kollwitz-Preis, 1962 den Goethepreis und 1980 den Nationalpreis der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur, erreichte Bekanntheit durch die ab 1971 entstandenen Portraits von Helene Weigel und Bertolt Brecht, tätig in Berlin, Quelle: Vollmer, Eisold „Künstler in der DDR“, Akten der Reichskammer der Bildenden Künste Berlin und Internet.

Katalog-Nr.: 3547
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Kolomann Moser, "Lesendes Mädchen"

lesende junge Frau, umgeben von Pflanzen, das Blatt entstand als Titelbild der 12-bändigen Reihe „Handzeichnungen alter Meister aus der Albertina Wien“, erschienen im Verlag Ferdinand Schenk im Jahre 1910, Farbdruck auf getöntem Papier, unter der Darstellung im Medium signiert „Koloman Moser“, minimal fleckig und leichte Knitterspuren, auf Unterlagekarton montiert und hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 12,5 x 12,5 cm, Blattmaße ca. 13,5 x 13,3 cm. Künstlerinfo: auch "Kolo Moser", bedeutender österreichischer Maler, Graphiker, Illustrator und Kunstgewerbler (1868 Wien bis 1918 Wien), studierte von 1886–89 an der Akademie in Wien bei Franz Rumpler, Christian Griepenkerl und Matthias von Trenkwald, parallel zeitweise als Illustrator für die Zeitschriften "Wiener Mode" und "Meggendorfer Blätter" tätig, 1892–93 Zeichenlehrer der Kinder von Erzherzog Karl Ludwig auf Schloss Wartholz in Reichenau an der Rax, 1892–97 Mitglied des "Siebener-Club", 1893–95 Studium an der Kunstgewerbeschule Wien bei Franz Matsch, 1896 Aufnahme in das Wiener Künstlerhaus, 1897 Mitbegründer der Wiener Secession und tätig für deren Zeitschrift "Ver Sacrum", ab 1899 Lehrer an der Kunstgewerbeschule Wien, unternahm zahlreiche Studienreisen, u. a. nach Abbazia, Lovran, Triest, Venedig und Padua, 1903 Gründungsmitglied der Wiener Werkstätte, 1907 Austritt aus den Wiener Werkstätten und Hinwendung zur Malerei, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Wikipedia und Internet.

Katalog-Nr.: 3548
Limit: 80,00 €, Zuschlag: 80,00 €

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Otto Pankok, "Lauschende Kinder"

vier gebannt zuhörende Kinder, Werksverzeichnis Zimmermann 213, Farbholzschnitt auf Velin, Holzstöcke von 1947, hier späterer Abzug, unter der Darstellung in Blei rechts signiert "Otto Pankok", leicht gebräunt, Darstellungsmaße ca. 29,7 x 15 cm, Blattmaße ca. 44 x 32 cm. Künstlerinfo: dt. Maler, Zeichner, Graphiker und Bildhauer (1893 Mülheim an der Ruhr bis 1966 Wesel), ab 1912 studierte einige Monate an der Akademie in Düsseldorf und an der Kunstschule Weimar, im Frühjahr 1913 Übersiedlung mit Carl Lohse in die Künstlerkolonie Dötlingen, zeitweise Studienaufenthalt in Paris, 1914-17 Kriegsdienst und schwere Verwundung mit längeren Lazarettaufenthalten, anschließend Aufenthalte in Berlin und Ostfriesland, ab 1919 in Düsseldorf-Oberkassel ansässig, hier mit Otto Dix Mitglied der Künstlergruppe "Junges Rheinland", 1921 Heirat, anschließend Reisen nach Weimar, an die Ostsee, den Niederrhein, die Niederlande, Italien, Frankreich und Spanien, ab 1931 Freundschaft zu Sinti und Roma die er in der Folge häufig in seinen Werken thematisierte, nach 1933 "innere Emigration" und 1935 Übersiedlung nach "Haus Langen" im Münsterland, 1936 Arbeitsverbot, 1937 Beschlagnahmung zahlreicher Arbeiten in dt. Museen und als "entartet" verfemt, weitere Aufenthalte in Gildehaus in der Grafschaft Bentheim, danach bis 1941 in Bokeloh bei Meppen im Emsland, 1941 zunächst in Iversheim danach bis 1946 in Pesch, 1946-58 in Düsseldorf und ab 1947 als Professor an der Akademie tätig, unternahm Studienreisen nach Frankreich und Jugoslawien, 1958 Übersiedlung ins Haus Esselt in Drevenack am Niederrhein, Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, im Deutschen Künstlerbund Weimar und Vorstand der Rheinischen Sezession, erhielt zahlreiche Ehrungen, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler und Internet

Katalog-Nr.: 3549
Limit: 240,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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