Joaquím Pallarés Allustante, "Paris Place de la République"
zwei elegant gekleidete Damen mit Blumensträußen vor Blumenmarktständen am Monument à la République an einem regennassen Herbsttag, hierzu schreibt Bénézit "... Beeinflusst vom französischen Maler Ernest Meissonier, entsprachen Pallarés y Allustante´s Gemälde dem bürgerlichen Geschmack für eher malerische Genreszenen. Im Laufe der Entwicklung seines Werks gewann die Bildwirkung seiner Motive an Substanz, wie etwa in seinen Ansichten von Paris im Regen. ...", nach einem ersten Aufenthalt in Paris kehrte der Künstler 1897 erneut zurück, um die Perle an der Seine in seinen Gemälden zu verewigen, seine Sujets waren neben der Stadt vor allem die Protagonisten wohlhabender Schichten und ihre Vergnügungen wie Spaziergänge, Kutschfahrten und Bälle, auf Grund der kultivierten Malweise des Künstlers, bei der er mit feinem Pinsel und winzigen Strichen leuchtende Farbakzente setzte, gerieten ihm selbst Regenlandschaften – wie das vorliegende Gemälde – zur heiter gestimmten Ode an das Leben, fein lasierende Malerei in dezenter Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten betitelt "Paris Place de la République" sowie signiert und datiert "J. Pallarés 1900", minimale Craquelure, doubliert, gering restauriert, im Impressionistenrahmen (bestoßen) gefasst, Falzmaße ca. 65 x 81 cm. Künstlerinfo: auch Joaquín Pallarés y Allustante, spanischer Genre-, Landschafts- und Figurenmaler (1853 Saragossa bis 1935 Saragossa), erste künstlerische Ausbildung an der Schule der Schönen Künste in Saragossa bei Antonio José Palao Marco (1824–1886), studierte an der Escuela Especial de Pintura [Spezialschule für Malerei], heute Real Academia de Bellas Artes de San Fernando [Königliche Akademie der Schönen Künste von San Fernando] Madrid bei Vicente Palmaroli (1834–1896) und Pablo Gozalvo (1827–1896), in Madrid beeinflusst von Marià Fortuny (1838–1874), 1878–81 tätig in Paris, arbeitete hier wie Fortuny für den Kunsthändler Adolphe Goupil (1806–1893) und wurde beeinflusst von Ernest Meissonier (1815–1891), wirkte 1881–85 in Rom, anschließend Rückkehr nach Spanien und 1886–97 Professor an der Escuela de Bellas Artes [Kunstschule] in Saragossa und Konservator am örtlichen Museum, 1897 Aufgabe der Ämter und bis 1906 erneut in Paris tätig, 1906 Übersiedlung nach Barcelona, ab ca. 1924 wieder in Saragossa, beschickte 1878–96 die Exposición National des Bellas Artes [Nationale Kunstausstellung] in Madrid und 1924–33 Kunstausstellungen in Saragossa, Ankauf seiner Werke durch König Alfons XII., Quelle: Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Manuel García Guatas "Joaquín Pallarés 1853–1935", Info Museo del Prado und Internet.