Griechenland/Süditalien, 5. bis 3. Jh. v. Chr., 30 Stück, Keramik und Marmor, zumeist Kopfstücke in fragmentarischer Erhaltung, vorwiegend auf modernen Sockeln montiert, unterschiedliche Maße und Erhaltungen, L max. 19 cm. Provenienz: Aus der Sammlung des schwedischen Malers Bertil Sjöberg.
Lot-No.: 1
Limit: 2400.00 €, Acceptance: 3971.00 €
unbestimmten Alters, Fragment einer Amphore des Typs Dressel 2–4, welche in Kampanien Ende des 1. Jh. v. Chr. bis in 1. Jh. n. Chr. hinein produziert wurde, auf dreibeinigem Eisengestell, dazu zwei kleinere Segmente, H Amphore 88 cm, H gesamt 110 cm.
Lot-No.: 4
Limit: 300.00 €, Acceptance: 650.00 €
datiert 1807 und monogrammiert RA, auf einem samtenen, von vergoldeten plastischen Messingzierarbeiten gerahmten Kissen ruht ein Schädel, dessen Kalotte farbig gefasst, zentral platzierte Kreuzdarstellung, umrahmt von Rankwerk, Altersspuren, H ca. 35 cm. Info: Bereits im Mittelalter wurden Schwurschädel als Objekte der Gerichtsbarkeit genutzt, Femegerichte erreichten den Höhepunkt ihrer Macht im 15. Jahrhundert und nahmen immer mehr den Charakter von straff organisierten Geheimbünden an.
Lot-No.: 6
Limit: 1200.00 €, Acceptance: 1500.00 €
1. Hälfte 20. Jh., menschlicher Schädel, die Kalotte horizontal geteilt und ebenso wie der Unterkiefer mittels Metallfedern arretiert, Altersspuren, Substanzverluste, H 16 cm.
Lot-No.: 7
Limit: 150.00 €, Acceptance: 280.00 €
wohl 1. Hälfte 20. Jh., menschlicher Schädel mit horizontal durchtrennter Kalotte sowie vertikal durchtrenntem Kiefer, arretiert durch Federn und Scharniere aus Weißmetall, zusätzlich aufgezeichnetes Gefäßsystem sowie Drahtmontierungen zur Veranschaulichung der Nervenbahnen, Zahnbesatz teils ergänzt, unter Plexiglas, auf flachem Sockel.
Lot-No.: 8
Limit: 240.00 €, Acceptance: 450.00 €
18. Jh., bezeichnet S. Amatoris M., rückseitig zusätzlich annotiert 1785 RI EBBS?, Holz geschnitzt, gestuckt und silberbronziert, als Diorama gearbeitetes Reliquienbild mit Schädelfragment, gerahmt von Rankwerk aus Gold und Silberlitze, im prachtvollen rocaillenverzierten Gehäuse, Altersspuren, H 60 cm.
Lot-No.: 14
Limit: 1200.00 €, Acceptance: 4800.00 €
20. Jh., Laubholz beschnitzt, teils gestuckt, kreidegrundiert, farbig gefasst und partiell vergoldet, dreiteiliges Bildwerk im neogotischen Stil, zentrale Tafel sowie je ein Seitenflügel mit Darstellung eines Totenschädels mit gekreuztem Gebein, darunter Spruchband Via sine fine, Memento Mori sowie In Aeternitas, leichte Altersspuren, Maße ca. 85 x 80 cm.
Lot-No.: 15
Limit: 800.00 €, Acceptance: 800.00 €
neuzeitlich, Holz und Hirschhorn geschnitzt, farbig gefasst und partiell vergoldet, zwei ovale Kartuschen zeigen halbplastisches Dämonenhaupt sowie teuflische Heraldik, bekrönt von Adlerfigur als mort-vivant, H 58 cm.
Lot-No.: 16
Limit: 280.00 €, Acceptance: 280.00 €
neuzeitlich, Hirschhorn beschnitzt, reliefierte Darstellung einer Totentanzszene, auf flachem Holzsockel montiert, H 17 cm.
Lot-No.: 17
Limit: 120.00 €, Acceptance: 130.00 €
20. Jh., Laubholz beschnitzt, dunkel gebeizt, plastisch gearbeitete Chimäre, die eine Schriftrolle hält, auf der zahlreiche satanische Symbole zu sehen sind, auf schlankem Holzsockel montiert, leichte Altersspuren, H 31 cm.
Lot-No.: 18
Limit: 280.00 €, Acceptance: 280.00 €
Ende 19. Jh., ungemarkt, schlankes Etui in Ovalform, scharnierter Deckel mittels Druckknopf zu Öffnen, innenliegend fein punzierte, teils vergoldete Schere, Nadelbehälter und Nahtöffner sowie Fingerhut, sehr gute Erhaltung, CITES-Bescheinigung beigegeben, L Etui 11 cm.
Lot-No.: 20
Limit: 240.00 €, Acceptance: 600.00 €
Anfang 20. Jh., flache Runddose mit massivem Laubholzkorpus und abnehmbarem Deckel, umlaufend verziert von zarten Elfenbeinplättchen, mit zentral eingelassenem Blütenmotiv, die Unterseite mit zusätzlicher Messingplatte, Alters- und Gebrauchsspuren, beigegeben CITES-Bescheinigung, D 12 cm.
Lot-No.: 21
Limit: 240.00 €, Acceptance: 260.00 €
Mitte 19. Jh., ungemarkt, Elfenbein überaus qualitätvoll beschnitzt, detailreich herausgearbeitete, vielfigurige Schlachtenszene mit akzentuierter Tiefenwirkung, auf dem Gefechtsfeld stehen sich Kavallerie und Artillerie gegenüber, im Chaos des Kampfgeschehens schmelzen unzählige Körper zu einem großen Konglomerat aus Körpern, Mimik und Waffen, auszumachen sind dabei besonders die siegreiche Reiterfigur im Bildzentrum sowie der dahinscheidende Gegner am unteren Bildrand, im architektonisch gestalteten, dunkel gebeizten Eichenrahmen gefasst, beigegeben: CITES-Bescheinigung, Maße Relief 24 x 12 cm, Maße gesamt 28 x 39 cm.
Lot-No.: 22
Limit: 1000.00 €, Acceptance: 1600.00 €
wohl Nürnberg, 17. Jh., klappbares hochrechteckiges Gehäuse aus Elfenbein, graviert und farbig gefasst, Messingmontierungen, Grundplatte mit rundem Horizontalzifferblatt mit Stundeneinteilung, zentral eingelassener, original verglaster Kompass, der scharnierte Deckel trägt in Tabellenform eine Liste verschiedener europäischer Städte, als Schattenwerfer dient ein zwischen den beiden Platten gespannter Faden, zusätzlich montiertes Lot, mit dem verschiedene Polhöhen eingestellt werden konnten, zusätzlich sind oberhalb des auf waagerechten Linien die Tierkreiszeichen mit den jeweiligen Tageslängen angegeben, unterhalb des runden Horizontalzifferblatts sind zwei weitere Zifferblätter ins Elfenbein graviert, von denen eines die italienischen Stunden, das andere die babylonischen Stunden zeigt, die Deckelaußenseite zeigt eine floral verzierte sechzehnteilige Windrose, die Unterseite der Grundplatte trägt eine kreisförmige Umrechnungstabelle für Mond- und Sonnenstunden, Altersspuren, minimale Erhaltungsmängel, vergleichbare Stücke findet man u.a. im Nationalmuseum Nürnberg, beigegeben aktuelle CITES-Bescheinigung, Maße 1,5 x 9,5 x 5,5 cm. Info: Sonnenuhren waren noch bis ins 19. Jahrhundert als Zeitmesser weit verbreitet, diese Art von Klappsonnenuhr wird aufgrund ihrer handlichen Größe und Form auch als Taschen- oder Reisesonnenuhr bezeichnet, sie konnte bei Nichtgebrauch zusammengeklappt und in einem Etui mitgeführt werden, zur Zeitnahme wird die Uhr aufgeklappt und der schattenwerfende Faden spannt sich zwischen den zwei Platten, bei korrekter Ausrichtung zeigt der Schatten die jeweilige Ortszeit an, der Kompass dient zur Ausrichtung auf die Nord-Süd-Achse und zur Wegrichtungsbestimmung, Quelle: Museum Digital Landesmuseum Württemberg.
Lot-No.: 23
Limit: 900.00 €, Acceptance: 3000.00 €
deutsch, 1. Hälfte 19. Jh., gemarkt Stockert a Bavaria, scharnierter Laubholzkorpus mit farbig lithografierter Papierbespannung, diese zeigen Stunden- und Polhöhenskalen, zudem zentral eingelassener Kompass, funktionstüchtig, Erhaltungsmängel, Maße 1,5 x 8 x 4,5 cm.
Lot-No.: 25
Limit: 80.00 €, Acceptance: 220.00 €
Ende 19. Jh., ungemarkt, versilberte Metallmontierung, getreppter Rundfuß mit plastischem Rankwerk, welches als Aufnahme für das Horn fungiert, diese mit aufgesetztem Deckel, dessen Knauf in Form einer weiblichen Figur gestaltet ist, Altersspuren, H ca. 55 cm.
Lot-No.: 26
Limit: 120.00 €, Acceptance: 170.00 €
neuzeitlich, Hirschhorn beschnitzt, plastisch gearbeiteter Phallus mit figürlich gestaltetem Griffstück in Form eines Totenmannes, L 24 cm.
Lot-No.: 27
Limit: 280.00 €, Acceptance: 400.00 €
neuzeitlich, der Knauf aus beschnitztem Hirschhorn gefertigt mit reliefierter Rückansicht eines gebückten weiblichen Akts, Messingmontierung, geflochtener Lederschlag mit breiter Lasche, L 81 cm.
Lot-No.: 28
Limit: 280.00 €, Acceptance: 330.00 €
neuzeitlich, ungemarkt, Spanking-Werkzeug, Lederflogger, neunschwänzige Katze aus dunklem Glattleder, das Griffstück in Form eines Phallus aus beschnitztem Hirschhorn gestaltet, welches zeitgleich die reliefierte Aktdarstellung einer jungen Frau zeigt, L 55 cm.
Lot-No.: 29
Limit: 280.00 €, Acceptance: 360.00 €
20. Jh., schlankes Griffstück aus geschnitztem Hirschhorn, in Form sich übereinander türmender Totenschädel, welche von einer Schlange umwunden werden, reliefierte versilberte Manschette, Knotenstock, Eisenzwinge, H 96 cm.
Lot-No.: 31
Limit: 200.00 €, Acceptance: 300.00 €
neuzeitlich, Griffstück gefertigt aus Hirschhorn, verziert von halbplastischer Darstellung eines weiblichen Akts in Interaktion mit einem lüsternen Satyr, Manschette in Amphorenform, geschwärzter Hartholzschuss, Messingzwinge, H 97 cm.
Lot-No.: 32
Limit: 180.00 €, Acceptance: 300.00 €
2. Hälfte 19. Jh., Elfenbein fein beschnitzt, figürlich gestaltetes Griffstück in Form eines weiblichen Halbakts bei der Toilette, schmale vergoldete Manschette, Schuss aus Malakkarohr in Bambusoptik, Metallzwinge, trocknungsrissig, aktuelle CITES-Bescheinigung beigegeben, H 89 cm.
Lot-No.: 33
Limit: 850.00 €, Acceptance: 950.00 €
deutsch, um 1900, gestempelt Halbmond, Krone, 800 sowie Meistermarke BO und Zusatz geschützt, Fritzkrücke mit reliefiertem Griffstück, welches einen Frauenkopf zwischen Bandornamenten und Kleeblättern zeigt, ebonisierter Schuss, Gummizwinge, leichte Alters- und Gebrauchsspuren, H 83 cm.
Lot-No.: 35
Limit: 180.00 €, Acceptance: 220.00 €
um 1900, gebogtes Griffstück aus Silber, ungemarkt, geprüft, in naturalistischer Formsprache mit reliefierter Darstellung einer jungen Schönheit, umrankt von Blütenzweigen, Ebenholzschuss, Hornzwinge, minimale Altersspuren, H 95 cm.
Lot-No.: 36
Limit: 600.00 €, Acceptance: 850.00 €
um 1900, Rundhakengriff aus Silber, undeutlich gestempelt, fein in Niellotechnik mit Blüten und Ornamenten verziert, freie Monogrammkartusche, Schuss aus Edelholz mit zarter Einlegearbeit aus Silberblech in Form einer Narzisse, Hornzwinge, leichte Alters- und Gebrauchsspuren, H 91 cm.
Lot-No.: 37
Limit: 300.00 €, Acceptance: 330.00 €