Zeichnungen, Aquarelle u. Mischtechniken

Katalog-Nr. 4614

Dr. Paul Wislicenus, Ansicht Burg Rheinstein

Blick vom baumbestanden Ufer des Rheins auf die mittelalterliche Spornburg zwischen Bingen und Trechtingshausen, die märchenhaft anmutende Szene wird komplettiert durch einem am Flussufer sitzenden und auf seinem Horn blasenden Herold, Bleistiftzeichnung, links unten signiert, datiert und dediziert ”P. Wislicenus seiner Marie 1868 von einer Skizze nach der Natur 1867”, die Zeichnung entstand im Jahre der Promotion des Zeichners über ”Geschichte der Elbgermanen vor der Völkerwanderung”, der ein Aufenthalt am Rhein vorausgegangen war - so ist es durchaus nicht verwunderlich, dass Wislicenus seiner naturalistisch festgehaltenen Landschaft, ganz in spätromantischer Tradition, eine historisierende Figur hinzufügte, Wislicenus widmete das Blatt seiner künftigen Ehefrau Marie Auguste Stückrath, welche er im Jahre 1870 heiratete, Blatt minimal fleckig und ungleichmäßig gegilbt, hinter Glas gerahmt, Falzmaße ca. 38 x 48 cm. Künstlerinfo: eigentlich Paul Gustav Wislicenus, dt. Historiker, Schriftsteller, Shakespeareforscher, Maler und Zeichner (1847 Halle/Saale bis 1917 Bad Nauheim), Cousin des Malers Hermann Wislicenus (1825-1899), 1853 Übersiedlung mit seinen Eltern nach Amerika, hier zunächst in Boston und ab 1854 in Hoboken bei New York lebend, 1956 Rückkehr über Paris nach Zürich, ab 1863 Geschichtsstudium an der Universität Zürich, 1868 Wechsel an die Universität Bonn und später nach Halle, 1869 schließlich Wechsel an die Universität Berlin, 1868 Promotion, künstlerisch Autodidakt, 1869-73 in Hamburg tätig, anschließend Lehrer an der Handelsschule Leipzig, ab 1875 für die ”Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung” in Berlin tätig, 1886-90 deren Generalsekretär, anschließend zeitweise Leiter des ”Alldeutschen Verbandes” und des Berliner Bismarck-Ausschusses, später wechselnde Aufenthalte, unter anderem in Berlin und in der Schweiz als Schriftsteller und Shakespeareforscher, Quelle: Wikipedia.

Limit:
50,00 €
Zuschlag:
110,00 €

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