Gemälde

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Martin Martin, attr., Biedermeierliche Sommerlandschaft

idyllische, bayrische Vorgebirgslandschaft mit Ziegenhirten am Wegesrand und alpinem Bauernhaus mit Magd am Röhrenbrunnen hinter knorrigen Eichen, der Mittelgrund gibt den Blick auf einen sonnenbeschienenen See vor mächtiger Bergkulisse frei, das romantische Gemälde besticht durch seine fein abgestimmte, warmtonige Farbigkeit und liebevolle Details, so sind auf der Brüstung des Balkones am Bauernhaus die Wäsche zum Trocknen ausgebreitet und aus dem Schornsteinen steigt gemächlich der Rauch und kündet vom geschäftigen Innenleben der Hütten, fein mit spitzen Pinsel lasierend erfasste Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand, unten mittig undeutlich monogrammiert und datiert ”M M 1821 f.” oder ”M 1824”, wohl Gemälde von Martin Martin zu welchem das Monogrammlexikon Nagler vermerkt ”... In seinen Mussestunden malte er fortan Landschaften, Ansichten von Ortschaften in der Umgebung von München, von oberbayerischen Gebirgs-Städten u.s.w.. ... Auf solchen Gemälden von 1820-1838 kommt der Buchstabe ”M” (als Monogramm) mit wechselnder Jahreszahl vor. ...” (Kopie beigegeben), Craquelure und partiell farbschwundrissig, hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, fachgerecht restauriert, in alter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaß ca. 52 x 62,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschaftsmaler (1792 oder 1798 München bis 1865 München), Zeichenschüler von Prof. Hermann Josef Mitterer und Schüler von Dillis, künstlerisch weitestgehend Autodidakt, zeitweise Porzellanmaler an der Porzellanmanufaktur Nymphenburg, ab 1820 Offiziant (Hofbeamter) am königlichen Hofmarschallamt München, später hier Sekretär und Stabs-Cassier, parallel als Maler und Zeichner tätig, lebte in München, Quelle: Thieme-Becker, Monogrammlexikon und Künstlerlexikon Nagler, S. Wichmann, Bruckmann und Eugen Roth ”Damals in Oberbayern”.

Katalog-Nr.: 4116
Limit: 850,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Paar Blumenstillleben

Gegenstücke mit säulenartigen Blumenbuketten aus Rosen, Tulpen und anderen Blüten in Ziervasen auf Postamenten vor dunklem Grund, minimal pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen 20. Jh., unsigniert, Craquelure, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße je ca. 84,5 x 37,5 cm.

Katalog-Nr.: 4296
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Prof. Max Rabes, ”Am Bosporus”

sommerlicher Blick vom Wasser auf ländliche Moschee mit Minarett vor üppiger Vegetation am Ufer des Bosporus im warmen Licht des Sonnenuntergangs, des Künstlers Interesse galt frühzeitig neben Südeuropa und Afrika dem Orient, hier fand er seine Bildtemen die er sich auf zahlreichen Studienreisen aneignete und die ihm frühzeitig bekannt machten was schließlich dazu führte, dass Rabes auf Empfehlung des seinerzeitigen Staatssekretärs Freiherrn von Richthofen eingeladen wurde im Oktober bis November 1898 an der kaiserlichen Orientfahrt Wilhelms II. nach Konstantinopel (Istanbul) und in den Nahen Osten teilzunehmen, in vorliegenden Gemälde verarbeitete er einige Monate später das Geschaute zu einer stimmungsvollem Huldigung an den Orient, hierzu bemerkt Wikipedia: ”... Max Rabes gilt als der Hauptvertreter der Berliner Orientmalerei. Sein künstlerisches Interesse für den Orient korrespondierte mit dem politischen Interesse des deutschen Kaiserreiches an dieser Region. Rabes Schaffen fand deshalb früh Beachtung und Anerkennung an allerhöchster Stelle. Seit den 1890er Jahren zählte er zu den meistausgestellten Künstlern Berlins. Rabes wurde dadurch zu einem der bekanntesten deutschen Maler der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. ...”, minimal pastose, impressionistische Genremalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts unten signiert und datiert ”Max Rabes”, rückseitig auf dem Keilrahmen original in Blei betitelt und bezeichnet ”Am Bosporus - Max Rabes Berlin ... 3000 Mark”, Craquelure, minimal restauriert, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 65,5 x 99 cm. Künstlerinfo: eigentlich Max Friedrich Ferdinand Rabes, dt. Maler, Illustrator und Bildhauer (1868 Samter bis 1944 Wien), Impressionist und Orientalist, ab 1870 Kindheit in Stargard / Pommern und ab 1876 in Berlin, Schüler von Paul Graeb, Lehre zum Dekorationsmaler bei Paul Borgmann in Berlin, unternahm Studienreisen nach Ägypten, in die Türkei, nach Spanien und Skandinavien, Mitglied im Verein Berliner Künstler und der Münchner Künstlergenossenschaft, zum Geheimen Hofrat und Prof. Dr. h.c. ernannt, tätig in Berlin-Charlottenburg, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Dressler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4166
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 2400,00 €

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Joh. Wagner, ”Holländische Hafenszene”

Fischerboote am Kai vor bunten Markttreiben und giebelständigen Häusern im hellen Sonnenlicht, pastose, impressionistische Malerei mit breitem, lockeren Pinselduktus, partiell in Spachteltechnik, Öl auf Leinwand und Keilrahmen 20. Jh., links unten signiert ”Joh. Wagner”, Craquelure, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 97,5 x 142 cm.

Katalog-Nr.: 4277
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 600,00 €

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Michael Haubtmann, Sommerlandschaft mit Gebirgssee

Blick vom Seeufer auf imposante, alpine Hochgebirgskulisse am jenseitigen Ufer, eventuell Ansicht des Vierwaldstättersees, lasierende, partiell minimal pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Malplatte um 1910, links unten ligiert signiert ”M Haubtmann”, restauriert, in alter Leiste (bestoßen) gerahmt, Falzmaß ca. 27 x 45,5 cm. Künstlerinfo: dt.-tschechischer Jurist und Landschaftsmaler (1843 Prag bis 1921 München), Jugend in Prag, studierte ab 1861 an der Akademie Prag Rechtswissenschaften, parallel 1861-65 Schüler in Landschaftsmalerei bei Max Haushofer an der Akademie Prag, 1867 Promotion zum Dr. jur. und kurzzeitig juristisch tätig, 1869 Aufgabe des Berufes und vollständige Hinwendung zur Malerei, ab 1875 in München nachweisbar, hier Schüler von Julius Lange, unternahm Studienreisen in die Schweiz, nach Italien, Griechenland, Ägypten und Norwegen, beschickte ab 1871 die Ausstellungen im Münchner Glaspalast und die Große Berliner Kunstausstellung, Quelle: Boetticher, Singer, Thieme-Becker und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 4235
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Jos. Adolf Gross, Ansicht Molveno

sommerlicher Blick auf tiroler Bauernhäuser und Frauen am Brunnen in Molveno /Trient vor impossanter, alpiner Hochgebirgskulisse, pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Sperrholz, um 1900, rechts unten Ortsbezeichnung ”Molveno” und signiert ”Jos. Adolf Gross”, gering restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaß 54,5 x 41 cm.

Katalog-Nr.: 4234
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Barockes Jagdstillleben

zwei erlegte Rebhühner neben Grünfink vor herbstlicher Gebirgslandschaft, fein lasierende, stimmungsvolle Genremalerei in der Art von Johann Georg Waxschlunger (1690-1737), Öl auf Leinwand 18. Jh., unsigniert, restauriert und wachsdoubliert, gerahmt, Falzmaß 42 x 57 cm.

Katalog-Nr.: 4058
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Großer geschnitzter Rahmen im klassizistischen Stil

Rahmen aus ca. 16 cm breiter, schlicht profilierter und aufwändig mit Blattstab und Bändern beschnitzter Holzleiste, partiell vergoldet, 19. Jh., Holzbock- und Holzwurmbefall, Falzmaß ca. 137,5 x 224,5 cm.

Katalog-Nr.: 4320
Limit: 900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Max Stahlschmidt, Dorfidyll

sommerlicher Winkel im Dorf mit Kind und Gänsen auf sonniger Gasse zwischen Fachwerkhäusern, rückseitig undeutlich betitelt ”Alte Häuser in ...”, pastose Malerei mit breitem Pinselduktus, Öl auf gesperrter Holzplatte, links unten signiert ”Mx Stahlschmidt”, rückseitig originales, schwer lesbares Künstleretikett ”Max Stahlschmidt Weimar - Moltkestr. 4, Atelier Buchfarter 21” hier auch undeutlich betitelt, weiterhin handschriftliche Werksnummer ”Op. 206” sowie Monogramm und datiert ”St. (19)12”, gering restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaß ca. 37,5 x 49,5 cm. Künstlerinfo: dt. Landschafts- und Tiermaler sowie Radierer (1854 Berlin bis nach 1930 Berlin?), studierte 1885-86 an der Akademie Berlin bei Paul Friedrich Meyerheim und Eugen Bracht, 1886-92 Studium an der Kunstschule Weimar bei Alexander Struys, Albert Brendel und Max Thedy, Mitglied des Weimarer Radiervereines, zunächst freischaffend in Weimar und ab 1899 Dozent an der Weimarer Kunstschule, ab ca. 1914 in Berlin-Charlottenburg wo er bis 1927 ein Atelier unterhielt, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands und des Thüringer Ausstellerverbandes Bildender Künstler, Quelle: Thieme-Becker, Dressler, Boetticher und Scheidig ”Die Weimarer Malerschule”.

Katalog-Nr.: 4262
Limit: 950,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Maria mit dem Jesuskind in weiter Landschaft

Mariendarstellung im Typus Hodegetria, fein lasierende, religiöse Genremalerei in der Tradition alter Meister, Öl auf Kupferblech 20. Jh., unsigniert, gerahmt, Falzmaß ca. 70 x 50 cm.

Katalog-Nr.: 4142
Limit: 1000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Küchenstillleben

Tafel im dämmrigen Interieur mit Fischen, Hummer, Geflügel und Gemüse vor üppigen Korb mit Weintrauben, Quitten und Kürbis, links öffnet sich ein Fenster und gibt den Blick auf einen Hafen frei, pastose Dekorationsmalerei, Öl auf Leinwand, Ende 19. Jh., unsigniert, Craquelure, reinigungsbedürftig, gerahmt (Erhaltungsmängel), Falzmaß ca. 100 x 152 cm.

Katalog-Nr.: 4133
Limit: 1000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Holländische Schiffe vor Stadtkulisse

Kriegsschiffe mit holländischer Beflaggung neben anderen Schiffen und Beibooten vor herrschaftlicher Stadtkulisse mit Türmen, minimal pastose Marinemalerei, Öl auf Leinwand wohl 17. Jh., unsigniert, doubliert, alt restauriert, Craquelure, gering restaurierungsbedürftig, gerahmt, Falzmaß ca. 23 x 56 cm.

Katalog-Nr.: 4059
Limit: 1100,00 €, Zuschlag: 1200,00 €

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Sinnender Mandolinenspieler

junger Mann in Tracht mit Mandoline vor mediterraner Architekturkulisse, lasierende, teils pastose, akademische Genremalerei in sublimer Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen um 1900, unsigniert, Craquelure, doubliert und restauriert, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, den passenden Florentiner Rahmen finden Sie unter Katalognummer 4341, Maße ca. 100 x 74 cm.

Katalog-Nr.: 4081
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Prof. Johann Georg Meyer von Bremen, Kinder am Wegesrand

ärmlich gekleidetes Kinderpärchen in trauter Zweisamkeit im warmen Sonnenschein in sommerlicher Landschaft sitzend, poesievolle, lasierende Genremalerei mit effektvollem Licht, hierzu bemerkt Thieme-Becker: ”... Gemüt- und humorvolle, auf sorgfältigen Modellstudien beruhende, ... Genrebilder, deren Motive meist dem Kleinleben der ländlichen Bevölkerung Hessens, Bayerns und der Schweiz entnommen sind. ...”, Öl auf Malkarton, um 1840, rechts unten undeutlich signiert ”J. G. Meyer von Bremen”, rückseitig Etikett ”Kunsthandlung Ant. Creutzer vorm. M. Lempertz Aachen ...”, gering restaurierungsbedürftig, in alter Goldstuckleiste gerahmt, Falzmaß ca. 34 x 38 cm. Künstlerinfo: eigentlich Johann Georg Meyer, dt. Bildnis- und Genremaler sowie Radierer und Lithograph (1813 Bremen bis 1886 Berlin), studierte bis 1833 an der Akademie Düsseldorf bei Carl Ferdinand Sohn und Friedrich Wilhelm von Schadow, anschließend freischaffend in Düsseldorf, unternahm Studienreisen nach Brüssel und Antwerpen, beschickte die Ausstellungen der Berliner Akademie, hier 1852 Ehrung mit der Kleinen Goldmedaille für sein Gemälde ”Das Gebet einer Witwe” und Übersiedlung nach Berlin, 1854 Berufung an die Berliner Akademie und vom preußischen König zum Professor ernannt, ab 1843 Ehrenmitglied des Bremer Kunstvereins, Quelle: Thieme-Becker, Bénézit, Nagler und Boetticher.

Katalog-Nr.: 4073
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 1200,00 €

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Psyche am Meer

Darstellung der auf einem Felsen im Meer um den Verlust ihres geliebten Amor trauernden Psyche, minimal pastose, mythische Historienmalerei, Öl auf Leinwand um 1900, unsigniert, rechts oben neuzeitlich hinzugefügte Bezeichnung ”A. Türk”, reinigungsbedürftig, im Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaß ca. 124 x 102 cm.

Katalog-Nr.: 4137
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 1200,00 €

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Europa auf dem Stier

Szene der griechischen Mythologie in welcher Zeus in Stiergestalt seine Geliebte Europa von Putti begleitet übers Meer entführt, lasierende Malerei, Öl auf Leinwand 19. Jh., unsigniert, restauriert und wachsdoubliert, schön gerahmt, Falzmaß ca. 98 x 128 cm.

Katalog-Nr.: 4050
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Aufbruch zur Jagd

wohl Darstellung der jugendlichen, römischen Göttin der Jagd Diana mit Hunden und ihren kindlichen Begleiterinnen in sommerlicher Landschaft, dekorative, lasierende Malerei in fein abgestimmter, kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, 20. Jh., unsigniert, kleinere Fehlstellen in der Leinwand, Farbplatzer, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße 110,5 x 184,5 cm.

Katalog-Nr.: 4139
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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„Christus im Haus von Maria, Marta und Lazarus“

alte, seitenverkehrte Kopie nach dem im Jahre 1576/77 entstandenen Original von Jacopo und Francesco Bassano, welches sich heute in der Sarah Campbell Blaffer Foundation, Houston - Texas befindet, dargestellt wird die in im Lukasevangelium (Lk 10,38-42) beschriebe Einkehr Jesu bei den Geschwistern Maria, Marta und Lazarus ”... Sie zogen zusammen weiter und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden. ...”, der Betrachter des Bildes wird Zeuge eben jenes Disputes zwischen Jesu und Marta im Heim der Frauen, während die rechts hinten dargestellte Maria sich zu Jesus Füßen niederlässt, weist die links neben Christus dargestellte Marta mit der rechten Hand mahnend auf das fertig zu stellende Gastmal und erhebt klagend ihre Linke, der an Tisch sitzende Lazarus zeigt dem Besucher gegenüber kein Interesse, links im Vordergrund müht sich eine Magd am Herd während rechts ein Knecht Fische und Geflügel herbeischafft, eine Maueröffnung im Hintergrund gibt den Blick in eine weite Landschaft frei, detailreiche, lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, wohl 18. Jh., unsigniert, rückseitig auf Rahmen alter Klebezettel mit Nummer „4864.“, geringe Craquelure, doubliert, alt restauriert, partiell Fehlstellen in der Malschicht, restaurierungsbedürftig, in alter ca. 7 cm breiter, goldbronzierter Stuckleiste gerahmt, Abmessung Leinwand ca. 29,5 x 51,5 cm, Falzmaß ca. 32 x 53,5 cm.

Katalog-Nr.: 4052
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Alte Spinnerin

Blick ins dunkle Interieur einer kargen Bauernstube mit altem Mütterchen im Ohrenbackensessel, zunächst fesselt den Betrachter das vom Alter gezeichnete, gefasste Antlitz der alten Frau auf dem auch eine gewisse Resignation und Abgeklärtheit abzulesen ist, vom lichten Inkarnat der Gesichszüge gleitet der Blick über die hell aus dem Stubendunkel hervorleuchtende, minutiös wiedergegebene Bekleidung der Protagonistin die sorgsam gepflegt und in Falten gelegt ob ihrer Zerschlissenheit die Armut ihrer Trägerin nicht verleugnen kann, der mächtige Ohrenbackensessel beherrsch den Raum und verleiht mit seiner Besitzerin der Szene Würde, Ruhe und Präsenz, die Frau arbeitet nicht mehr, ihr Blick gilt dem Betrachter des Gemäldes und nicht mehr ihrem Handwerk, die Rechte ruht auf der Armlehne ihres Sessels und die linke Hand schein uns die Dinge zu zeigen, die für ihr Leben standen - ihre Arbeit in Gestalt des Spinnrades, das Gebetsbuch mit Rosenkranz als Zeichen des Glaubens neben einem kleinen Steingutkrug mit zwei Rosen als Zeichen für Genügsamkeit und die kleinen Freuden des Lebens, fein lasierende, poesievolle Genremalerei welche durch ihren liebevollen Detailreichtum, die gekonnte Erfassung der Physiognomie der Dargestellten als auch der Stofflichkeit der wiedergegebenen Materialien besticht, Öl auf Holz Ende 19. Jh., laut Vorbesitzerangabe wohl rechts unterm Spinnrocken undeutlich monogrammiert, farbschwundrissig, restauriert, gering restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 39 x 31,5 cm.

Katalog-Nr.: 4069
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Josef Thoma junior, Ansicht Niederrhein

sommerliche Flußuferszene mit Bootsleuten vorm altehrwürdigen Fachwerkhaus, lasierende, partiell minimal pastose Landschaftsmalerei, Öl auf Leinwand um 1890, links unten signiert ”J. Thoma”, rückseitig auf dem Keilrahmen undeutlich in Blei betitelt ”... am Rhein”, minimal restauriert, reinigungsbedürftig, original im prächtigen, ca. 20 cm breiten Goldstuckrahmen mit Messingrahmenschild ”J. Thoma” gerahmt, Falzmaß 68,5 x 105,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Landschaftsmaler (1828 Wien bis 1899 Wien), Sohn des Malers Josef Thoma senior, studierte an der Wiener Akademie, bekannt für seine Stadtansichten von Ischl und Salzburg und Landschaftsdarstellungen aus dem Zillertal, dem Pustertal, dem Steyrtal sowie dem Berner Oberland und Ungarn, vertreten in der Albertina und dem historischen Museum Wien, tätig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Wurzbach und Internet.

Katalog-Nr.: 4107
Limit: 1300,00 €, Zuschlag: 1700,00 €

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Zwei Hirtenszenen

pastorale, mediterrane Genreszenen, dabei Hirtenpaar auf einem Fels von ihrer Herde aus Schafen und Ziegen umgeben, sowie Hirtin mit Rindern und Ziegen vorm Dorf am Fluss, pastose Genremalerei in kraftvoller Farbigkeit im Stil der Malerfamilie Roos, Öl auf Karton wohl 19. Jh., neuzeitlich auf Leinwand aufkaschiert, unsigniert, restauriert, gering restaurierungsbedürftig, 1x in altem Barockrahmen (stärker holzwurmstichig, restaurierungsbedürftig) gerahmt, Falzmaß je ca. 38,5 x 53,5 cm.

Katalog-Nr.: 4057
Limit: 1400,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Henry John Boddington, Spielende Kinder am Fluß

sommerlicher Blick in lichtdurchflutete, idyllische Flußlandschaft mit drei Kindern am Flußufer vor altehrwürdiger Mühle unter hohen Laubbäumen, hierzu bemerkt AKL.: ”... Boddington malte anmutige naturnahe Landschaftsskizzen der Themseufer und aus Wales mit genrehafter, ländlicher Figurenstaffage ...”, romantische, fein mit spitzen Pinsel festgehaltene lasierende, partiell minimal pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand um 1860, rechts unten undeutlich signiert ”H. J. Boddington”, doubliert und restauriert, in Goldstuckrahmen (defekt) gerahmt, Falzmaß 36 x 55 cm. Künstlerinfo: eigentlich Henry John Williams, britischer Maler (1811 London bis 1865 Barnes /Surrey), Sohn und Schüler des Malers Edward Williams, künstlerisch weitestgehend Autodidakt, 1832 Heirat mit Clarissa (Clara) Eliza Boddington und Annahme des Familiennamens ”Boddington”, ab 1842 Mitglied der Royal Society of British Artists (RBA), tätig in London, Quelle: Thieme-Becker, englische Wikipedia und AKL.

Katalog-Nr.: 4105
Limit: 1500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Friedrich Wilhelm Leuteritz, attr., Stadtansicht

Blick auf eine Kleinstadt mit Resten ihrer Stadtmauer in bewegter Sommerlandschaft, auf einer Anhöhe steht von der Sonne beschienen eine Kirche mit hohen Dachreiter, außerhalb der Stadtumfriedung ist ein kleines Scheunenviertel zu erkennen und am dahinter liegenden Hang laden Pavillons zum verweilen ein, in der dichten Vegetation im Vordergrund ist eine für Leuteritz typische Staffagefigur mit Tier zu erkennen, hier ein schnitzender Junge mit Ziege unter locker bewölcktem Himmel, mit spitzen Pinsel erfasste Malerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 19. Jh., unsigniert, rückseitig auf dem Keilrahmen Schriftzug „Leuteritz”, laut freundlicher Auskunft des Mitverfassers des Werksverzeichnisses Herrn Matthias Griebel ist die Autorenschaft des Gemäldes von Leuteritz wahrscheinlich, weiterhin auf dem Keilrahmen teils unleserlich bezeichnet „Kirche in Alsfeld (?) an der nachweisbar ein Vorfahr Scharch (?) begraben ist im 16. Jahrh.“, Craquelure, restauriert, in profilierter, goldfarbener Leiste gerahmt, Falzmaß ca. 33 x 43 cm. Künstlerinfo: dt. Veduten- und Landschaftsmaler (1817 Wechselburg an der Mulde bis 1902 Dresden), zunächst 1831-35 Gürtler- und Händlerlehre in Wechselburg, anschließend im erlernten Beruf tätig jedoch zunehmende autodidaktische Hinwendung zur Malerei, 1851 erste Ausstellung seiner Werke auf der Rochlitzer Gewerbeausstellung, 1856 Übersiedlung nach Dresden, 1865-79 Studienreisen nach Bayern, Österreich, der Schweiz sowie Italien, schuf zahlreiche Ansichten von Dresden und Umgebung, Quelle: Internet und Info Städtische Galerie Dresden.

Katalog-Nr.: 4129
Limit: 1600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Zwei Blumensstillleben

dekorative Arrangements mit Weintrauben, Rosen, Getreideähren und anderen Blüten in bauchiger Vase, lasierende mitunter pastose Dekorationsmalerei, Öl auf Papier und Leinwand um 1900, unsigniert, gering restaurierungsbedürftig, als Pendants gerahmt, Falzmaß je ca. 70 x 50 cm.

Katalog-Nr.: 4136
Limit: 1600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Eugene Charpentier, Kürassier Kindern ein Brot reichend

herbstliche Dorflandschaft mit bettelnden Kindern von einem Reiter ein Kommissbrot erhaltend, hierzu bemerkt Thieme-Becker: ”... Sein Hauptfeld war das historische Genre- und Kostümbild, unter besonderer Bevorzugung des militärischen Genre. ...”, effektvolle, minimal pastose Genremalerei im gedeckten Atelierton, Öl auf Holz um 1870, links unten signiert ”Eugene Charpentier”, rückseitig altes Pariser Ausstellungsetikett hier 1x bezeichnet ”Tableau de M. Charpentier, Eugene” sowie Rahmungsetikett Versailles, reinigungsbedürftig, im ca. 13 cm breiten Goldstuckrahmen (bestoßen) gerahmt, Falzmaß ca. 61 x 50 cm. Künstlerinfo: eigentlich Eugène-Louis oder Louis Eugène Charpentier, frz. Historien- und Genremaler, Illustrator und Lithograph (1811 Paris bis 1890 Paris), Sohn des Historienmalers Jean-Baptiste Charpentier des Jüngeren (1779 Paris bis 1835 Paris), Schüler von Gérard und Léon Cogniet, beschickte ab 1831 die Ausstellungen des Pariser Salons, zunächst tätig in Versailles, später in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Boetticher und Bénézit.

Katalog-Nr.: 4085
Limit: 1600,00 €, Zuschlag: 1700,00 €

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