Sächsische Künstler

Katalog-Nr. 3820

Ansicht "Leipzig am 23. März 1857"

nach dem Hubertusburger Friede 1763 überließ der sächsische Kurfürst Friedrich August II. (1696–1763) der Stadt Leipzig ihre Befestigungsanlagen, die den Bereich für die Anlage öffentlicher Parkanlagen nutzte, Friedrich Gottlob Leonhardi (1757–1814) erinnerte sich 1799 "... Zu den mannigfaltigsten und angenehmsten Spaziergängen gehören vorzüglich die Promenaden um die Stadt herum, welche besonders seit 1770 aus den vormahligen Vestungswerken und mit stillstehendem übelriechenden Wasser angefüllten Stadtgräben nach und nach ... entstanden sind. (…) Die ganze Gegend zwischen der Stadt und Vorstadt ist in und um die öffentlichen Spatziergänge theils mit hochstämmigen Bäumen, theils mit Sträuchern beflanzt, die entweder bey uns einheimisch sind, oder ihr Vaterland außerhalb Teutschland haben. ...", im Südosten der Stadt, zwischen Peterstor und Grimmaischen Tor, wurde der ehemalige Zwinger als Baumschule genutzt, auf Beschluss von Bürgermeister Otto Koch wurden die Bäume wie im Bild festgehalten am 23.3.1857 gerodet, später das Terrain aufgefüllt und durch Peter Joseph Lenné (1789–1866) zum Schillerpark umgestaltet, links im Hintergrund die Pleißenburg, seltene Farblithographie auf kräftigem Papier, unten mittig betitelt "Guillotinirung der Promenaden – Leipzig am 23. März 1857", links unten bezeichnet "Lithogr. Institut von Adolph Werl in Leipzig" und rechts "Verlag von Adolph Werl", etwas fleckig und lichtrandig, minimal knitterspurig, ins Passepartout eingeheftet, ungerahmt, Darstellungsmaße ca. 18 x 31 cm.

Limit:
120,00 €
Zuschlag:
120,00 €

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